Posts Tagged ‘Südafrika’

02.07.2010 von Elena Beis
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BaGhana BaGhana

von Elena Beis

Heute abend wird sich der Kontinent hinter Ghana stellen – dem letzten afrikanischen Team bei der WM.  Angesichts der Tatsache, dass die eigenen Bafanas schon draußen sind, haben die Südafrikaner das ghanaische Team für sich adoptiert, und sie zu “BaGhana BaGhana, the Black Stars of Africa” unbenannt.

Afrikanische Nationalteams haben traditionell einen Spitznamen – Südafrikas Team heißt “Bafana Bafana” (unsere Jungs), Ghanas “Black Stars of Ghana” (die schwarzen Sterne Ghanas),  Nigerias “Super Eagles” (Superadler), Kameruns “Les Lions Indomptables” ( die unzähmbaren Löwen) und das der Elefenbeinküste “Les Éléphants” (die Elefanten).

Sogar Nomvula Mokonyane, die Premierministerin von Gauteng, der Region um Jahnnesburg, rief gestern anlässlich einer Pressekonferenz alle Südafrikaner dazu auf, sich hinter “Baghana Baghana” zu stellen. Sie hoffe, dass das verstärkte Einheitsgefühl, dass durch die WM in Südafrika zu spüren sein, auch nach der WM bleibe.

In Südafrika ist für die Förderung von Fußball, den Lieblingssport der schwarzen… weiter lesen

20.06.2010 von Elena Beis
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Vuvuzela im Ausland unbeliebt? Von wegen!

von Elena Beis

Während sich tausende Menschen über soziale Netzwerke und Newsportale über das Vuvuzela-Gedöns beschweren – und manche sogar die Fußballübertragungen nur noch auf vuvu-gefilterten Fernsehkanälen verfolgen – haben weltweit seit Beginn der WM 2 Millionen iPhone-Besitzer die “Vuvuzela 2010“-App  heruntergeladen.
Die Applikation bietet Vuvuzelas in den unterschiedlichen Länderfarben zur Auswahl an und reproduziert den einmaligen Vuvu-Sound, sobald man gegen den Bildschirm des iPhones klopft.

Die deutsche Variante

“Vuvuzela 2010“ rangt seit Wochen auf der Nr.1 der am häufigsten heruntergeladenen Applikationen in Großbritannien und auf der Nr. 3 in den USA. Auch andere Apps machen das Handy zur Tröte, wie zum Beispiel die bisher 750.000-Mal heruntergeladene “iVuvuzela”, oder die „Vuvuzela World Cup” – bei der Letzteren muss man nur ins Mikro blasen, um den unverkennbaren Sound zu aktivieren.

Die Vuvu fürs iPhone

Aber nicht nur als Applikation macht die Vuvuzela international Furore. Die britische Supermarktkette Sainsbury’s hat seit Beginn… weiter lesen

12.06.2010 von Elena Beis
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Ein bisschen Bafana-Bafana

von Elena Beis

Das WM-Fieber hat bereits das ganze Land im Griff.  Das Million-Gehalt von Carlos Perreira (gemunkelten ZAR 1,000,000 im Monat – entspricht etwas 100,000 € -eine Unsumme für südafrikanische Verhältnisse), dem brasilianischen Trainer des südafrikanischen Fußballteams, hat sich womöglich gelohnt. Bafana-Bafana, Weltrandlisten 83-ter, hat im Eröffnungsspiel ein 1:1 gegen Mexiko geschafft! Die Südafrikaner sind sehr stolz auf ihre “Jungs”  wie hier überall gestern abend zu sehen war:

eure elena **


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Elena Beis. My Name is not Sisi. Kulturkollison x 11. Ein deutsches Pärchen reist durch Südafrika. Erschienen März 2010 bei Conbook Medien, 9,95€

09.06.2010 von Elena Beis
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Kapstadt steht Kopf! Die Bilder aus Südafrika einen Tag vor der WM

von Elena Beis

Kapstädter Mamas sind bereits in Vuvuzela-Stimmung

Wer arbeiten muß, bläst seine Vuvuzela einfach aus dem Auto heraus

Auf der Long Street stimmt man sich schon auf die Rieseneröffnungsparty morgen ein

Ein Bafana-Bafana-Mobil

Diese Fußgängerbrücke ist gestern nacht fertig gestellt worden & wurde heute früh eingeweiht. Die Arbeiter, die an dem Bau beteiligt waren, testen sie hier gerade.  

Seid gestern ist der Vuvuzela-Lärm in der Innenstadt so laut, dass man hier kaum mehr arbeiten kann.

Ein Bafana-Bafana-Fan


Die neuen Busse sind startbereit, um die Fans zum Green Point Stadium zu bringen. Juhuu - endlich moderne öffentliche Verkehrmittel in Kapstadt!


WM-Gäste scheinen bereits auch alle mit Vuvuzelas ausgestattet zu sein (© Elena Beis)


Kein Entrinnen.


Sogar die dubiosen Drogendealerweiter lesen

20.05.2010 von Elena Beis
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Südafrika 21 Tage vor der WM

von Elena Beis

Hier die Bilder aus Kapstadt! (Wenn ihr darauf klickt, auch in grösser):

In Kapstadts moslemischen Viertel Bo-Kaap gibt es schon “WM-Milch” zu kaufen.

Es wird überall noch gebaut & ausgebessert. Der Lärmpegel in der Innenstadt ist enorm, arbeiten ohne Ohropax auf der Long Street unmöglich.

Viele südafrikanische Autofahrer haben ihre Autos schon mit  Flaggen dekoriert.

In jedem Super- und Drogeriemarkt gibt es mittlerweilel Vuvuzelas zu kaufen – die gehören während der WM zum existentiellen Grundbedarf.

Keine Sorge  – hier ist es sicher! ;-)

Straßenverkäufer verkaufen Bafana Bafana-Schals. Bafana Bafana heißt auf isiZulu “unsere Jungs” & ist der Name der südafrikanischen Nationalelf.

In drei Wochen geht es hier entlang zum Fan-Park.

Das nigelnagelneue Kapstädter “Green Point Stadium” wird anlässlich eines Spiels von der U-21 Bafanas getestet. Kapstädter aus den umliegenden Townships sind gekommen,weiter lesen

16.04.2010 von Elena Beis
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Party statt Rassenkrawalle

von Elena Beis

- die Fotos vom Afrikaans-Kulturfest KKNK!

Letzte Woche fand in dem kleinen verschlafenen Ort Oudtshoorn das  Klein Karoo Nasionale Kunstefees-Kulturfestival (KKNK) statt. Hier treffen sich einmal im Jahr Afrikaans-sprachige Südafrikaner, um ihre Musik, Sprache, Küche und Theaterstars zu feiern. Die offizielle Mission des Festivals ist es,  Afrikaanse Kultur am Leben zu erhalten – die inoffizielle  sich zehn Tage lang bei Volksmusik und Sonnenschein gemeinsam zu betrinken.  Jedes Jahr finden auch andere Kunstfestivals in Südafrika statt, die den Schwerpunkt auf die anderen Kulturen des Landes legen.

Da sich das KKNK ausschliesslich auf Afrikaans Kultur konzentriert, haftet ihm der Ruf einer konservativen weiß-Bauern-Veranstaltung an. In Wirklichkeit hat sich aber das KKNK über die Jahre zum  Multi-Kulti-Event gemausert. Sogar Chinesen und Nigerianer (plus Qualitätsverkaufswaren) sind mittlerweile mit von der Partie.

Während sich also vor zwei Wochen die Welt um die angespannten Rassenverhältnisse in Südafrika sorgte, feierten 50.000 Buren ganz entspannt mit… weiter lesen

14.04.2010 von Elena Beis
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Realität vs. Hysterie

von Elena Beis

Vor ca. zehn Tagen wurde der weiße Rechtsextreme Eugene Terreblanche auf seiner Farm von zwei schwarzen Arbeitern ermordet. Zunächst gaben die beiden jugendlichen Mörder als Tatmotiv an, Terreblanche hätte sich geweigert, ihre Löhne auszuzahlen, änderten aber ihre Geschichte, und behaupten mittlerweile, Terreblanche habe sie sexuell belästigt. Die Fakten sind noch unklar. Das Einzige, was einigermaßen sicher scheint, ist, dass hinter der Tat kein politisches Motiv steckte.

Die Medien stürzten sich auf die Geschichte – und die Berichte klangen, als ob die Rassen hier bald Amoklaufen und sich gegenseitig abschlachten. In Wirklichkeit lief aber nur die Presse ein bisschen Amok.

Allen voran  die britische Klatschpresse. Im “Daily Star” wurden Engländer davor gewarnt nach Südafrika zu reisen, weil auf den Straßen bereits ein “Machete-Rassen-Krieg ” tobe.  Englische Fußballfans seien selbstverständlich (und logischerweise) Zielscheibe Nummer eins. Die WM müsse wegen dem brutalen Bürgerkrieg auf das nächste Jahr verschoben werden – usw.

Die… weiter lesen

01.04.2010 von Elena Beis
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Ayoba!

von Elena Beis

Ayoba ist das neuste (schwarz-) südafrikanische Trendwort und  heisst soviel wie alles klar, genauschön, lässig, klasse, cool, wunderbar, sexy, hallo, ciao, nett, heiss, sehe ich auch so - und sehr vieles mehr.  Man kann es letzlich zu allem sagen, was halbwegs positiv ist. Das Gegenteil von Ayoba ist So-not-Ayoba. Populär & allgemein bekannt geworden ist  Ayoba! erst durch die WM-Werbekampagnen in den letzten drei Monaten.

Ein Ayoba-Plakat, das an so einem Ayoba-Tag wie heute Ayoba-Werbung für eine AyobaAyoba-Stadt macht

Einwanderer, Touristen und ein paar weiße Südafrikaner haben das multifunktionale & ausnahmsweise einmal leicht auszusprechende südafrikanische Wort begeistert aufgenommen und quatschen ihre schwarzen Brüder und Schwerstern bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit mit Ayoba! an. Die geistreiche Kommunikation läuft dann oftmals so ab: “Ayoba – englisches Blablablablabla – Ayoba, dude.  Ayoba. Ayoba!” oder einfach nur: “Ayoba” – was auch immer das dann heißen soll.

Seit einigen Wochen… weiter lesen

16.03.2010 von Elena Beis
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Good Morning, Kapstadt.

von Elena Beis

Es war ein ungünstig gelegenes Blockseminar, das mich in meinem letzten Studiensemester an das Ende von Afrika katapultierte. Denn statt den Winter in München zu verbringen, auf das zweitägige Pflichtseminar Ende Februar zu warten und mich in der Zwischenzeit mit freiwilligen Vorlesungen gewissenhaft weiterzubilden, packte ich im Herbst kurzerhand den Koffer, buchte den billigsten Kapstadt-Flug, der sich auftreiben ließ, und kam nach Südafrika ohne den geringsten Plan.

Mit einer Sache hatte ich allerdings nicht gerechnet: dass ich fünfeinhalb Jahre später immer noch feststecken würde zwischen Xhosas, Buren und Zimbabwer, Steinzeit und Hochmoderne, den Ärmsten der Armen und den Reichsten der Reichen, überwiegend fröhlichen Menschen in durchschnittlich verzweifelten Lebenslagen, polygamen Demokraten und den Geistern der Toten, die hier bei Businessentscheidungen und Beziehungskonflikten noch ein paar Wörtchen mitzureden haben; und dass ich meinen organisierbaren Münchner Alltag gegen diese komplett ruhelose Kulisse langfristig austauschen würde.

Schon mein kurzer Weg zur Arbeit gleicht… weiter lesen