Was aus den Veröffentlichungen in “Nature” bei Spiegel online wurde faßt der Helgoländer Vorbote so zusammen: “Spiegel Online gibt uns aktuell das schöne Beispiel einer gelungenen Wissenschaftsmeldung für sinnfreie Unterhaltungsmedien mit bildungsblödem Anspruch. Für Journalismusstudenten im Erstsemester hat HV das Erfolgsrezept entschlüsselt.” Wie die “sieben katzengoldigen Regeln lauten” finden Sie im Grundkurs Wissenschaftsmeldung
Archive for Oktober 27th, 2006
Das Genom der Honig-Biene ist zwar nicht “entschlüsselt”, wie manche Medien berichteten, aber immerhin systematisch sequenziert. Darüber berichtet das Honey Bee Sequencing Consortium in der neuesten Ausgabe von Nature. Schon Gregor Mendel habe sich nach den Erbsen den Bienen zugewandt, bemerken die Autoren, sei aber bei der Systematisierung gescheitert, weil er den Sex der Königin nicht unter Kontrolle bekam. Auch die 170 Wissenschaftler, die jetzt auf 19 Seiten in Nature ihre vorläufigen Erkenntnisse über die genetischen Grundlagen des Bienenstaates veröffentlichen, sind gescheitert, freilich auf unvergleichlich höherem Niveau.
Die Biene, bemerkt der Nestor der Evolutions- und Sozial-Biologie, Edward O. Wilson, in einem lesenswerten Kommentar “How to make a social insect” gehöre neben dem Menschen und der Quallenart der Siphonophoren zu den drei Spitzengruppen sozialer Organisation von Lebewesen auf diesem Planeten, gemessen an ihrer Kommunikations- Gruppen-Interaktionsfähigkeit und Arbeitsteilung. Mit der Sequenzierung des Bienen-Genoms kann nun also die Jagd… weiter lesen