29.01.2007 von saveourseeds
Wissenschaftler des Roslin-Institutes, das durch Dolly das Klon-Schaf berühmt wurde, haben bekanntgegeben, daß sie ein “Hühner-System” entwickelt und patentiert haben, mit dem sie künftig Arznei-Mittel aus den Eiern gentechnisch manipulierter Hühner gewinnen wollen.
Noch sei die “Produktions-Plattform”, bei dem mit sogenannten Lenti-Viren Genabschnitte in die Hühner übertragen werden, nicht marktreif, aber doch vielversprechend meinen die Wissenschaftler. Es ist ihnen gelungen, einen Gentech-Hahn zu züchten, dessen Nachkommenschaft (zu vier Prozent bisher) Eier legt, die pharmazeutisch begehrte monoklonale Antikörper enthalten.
Das Hühner-System ist nicht das erste, auch Schafe, Schweine und Kühe werden schon in diese Richtung bearbeitet. Medikamente aus Gentech-Tieren sind allerdings bisher noch nicht auf dem Markt.
Der Artikel der Wissenschaftler ist in den Proceedings der National Academy of Science veröffentlicht.
29.01.2007 von saveourseeds
Wer gentechnisch veränderten Mais anbauen will, muß seine Fläche drei Monate vor der Aussaat im Standortregister des Bundesamts für Verbraucherschutz anmelden. 2663 Hektar (von insgesamt mindestens 1,7 Millionen ha Maisanbau) sind dort bisher an 171 Standorten verzeichnet; davon 1550 in Brandenburg, 550 in Sachsen, 370 in Mecklenburg-Vorpommern und 200 in Sachsen-Anhalt. In den restlichen Bundesländern sind es zusammen nur 20 Hektar. … weiter lesen
28.01.2007 von saveourseeds
Die Verschwörer trafen sich in der “Tenne” in Lauterbach – 130 wilde Gesellinnen und Gesellen? Nein ein sauberer Durchschnitt durch das Vogelsberger Landvolk. Es wurden flammende Reden gehalten und dann die Initiative “Zivilcourage Vogelsberg” gegründet. Die örtlichen Brauereien und die Bäckerinnung sagten ihre Unterstützung zu, der Herr von der regionalen Supermarktkette warnte vorm Ausverkauf der bäuerlichen Landwirtschaft und sagte “Jeder Einkauf ist ein Stimmzettel.” und die “osthessen-news” berichteten:

“Die Industrie verfolgt eine Utopie, durch die Kontrolle von Samen über eine neue Form bäuerlicher Leibeigenschaft bis hin zum Supermarkt die Welternährung beherrschen zu können”, sagte der Storndorfer Landwirt Peter Hamel (Bild). Das Ziel der sechs großen Agro-Chemie-Konzerne laute: Gentechnisch manipulieren, patentieren, monopolisieren, globalisieren. “Lassen Sie es nicht so weit kommen. Bleiben Sie frei in Ihren Entscheidungen und unterstützen Sie Zivilcourage Vogelsberg.”
„Das meiste Unrecht beginnt im Kleinen – und da lässt es sich mit Mut und… weiter lesen
27.01.2007 von saveourseeds
Erinnern Sie sich noch: Im Sommer letzten Jahres gab es auch hier in Deutschland Reis-Alarm. Eine nicht zugelassene Gentechnik-Sorte von Langkorn Reis war unerkannt in Saatgut in Arkansas und Louisiana geraten und plötzlich räumte Aldi seine Regale leer. Die Hersteller-Firma Bayer sprach von “höherer Gewalt” und weigert sich, für den Schaden gerade zu stehen. Jetzt hat das Rice-Board in Arkansas Richtlinien herausgegeben wie die Bauern im Jahre 2007 der Verunreinigung Herr werden sollen: Alles muß getestet werden, was schon mal eine Kleinigkeit kostet. Ausserdem wurde ein generelles Anbauverbot für die Sorte “Cherniere” erlassen, in der die Verunreinigung entdeckt worden war.
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26.01.2007 von saveourseeds
Wir hatten darüber berichtet: 190 Änderungsanträge zu einem Bericht des Europäischen Parlaments über die Gentechnik auf dem Lande standen am Mittwoch zur Abstimmung im Agrar-Ausschuss des Hohen Hauses. Herausgekommen ist ein Fleckenteppich von Ansichten, den wir den Spezialisten des Metiers nicht vorenthalten wollen. Das Werk wird nun voraussichtlich am 14. März im Plenum des Parlamentes eine weitere Abstimmungsschlacht überstehen müssen. Im Agrarausschuss wurde das Dokument nur mit der relativ knappen Mehrheit von 22 gegen 15 Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommen. Den über 600 Abgeordneten im Plenum wird nachgesagt, sie sähen die Agro-Gentechnik ein wenig kritischer. Es bleibt also spannend, wenn man so will.
24.01.2007 von saveourseeds
Sie wissen nicht wo Wabern liegt? Bei Fritzlar, zwischen Kassel und Marburg natürlich, wo Eder und Schwalm zusammenfliessen. Es gibt ein markgräfliches Jadgschloss dort, in dessen Park auch die jährliche Harlekinade stattfindet, eine Zuckerrübenfabrik und eine sehenswerte Orgel in der evangelischen Kirche, zählt knapp 8000 Einwohner und im Stadtrat dominiert die SPD. Hier hat die Firma Monsanto 13 Hektar gepachtet und will diesen Frühjahr erstmals ihren Gentechnik-Mais testen. … weiter lesen
23.01.2007 von saveourseeds
Wenn das Europäische Parlament sich mal richtig austoben will, dann verabschiedet es einen Initiativbericht und sagt der Öffentlichkeit und den Kolleginnen vom Ministerrat und der Kommission einfach mal klipp und klar welcher Auffassung es zu diesem oder jenem Thema ist. Das hat zwar keine rechtlichen Auswirkungen, macht aber immer wieder Freude. Am kommenden Mittwoch wird über die Gentechnik auf dem Acker, im Allgemeinen und Speziellen bramabassiert und abgestimmt.
Angerichtet ist ein Menu von nicht weniger als 190 verschiedenen Änderungsanträgen zu einem an sich schon nicht von Stringenz und Sachkunde strotzenden Initiativbericht des finnischen Mathematiklehrers und liberalen EP-Ageordneten Kyösti Virrankoski, der sich beim Verfassen seines Reports sichtlich die Feder von weniger begabten Gentechnik-Lobbyisten hat halten lassen (im Verdacht steht der europäische Lobbyverband “Europa-Bio”). Virrankoski zufolge hilft die Gentechnik gegen fast alle Übel dieser Welt: Den Klimawandel und die Arbeitslosigkeit, den Hunger auf der Welt und den Pestizideinsatz. Sie ist, wenn man… weiter lesen
23.01.2007 von saveourseeds
Linda ist eine Kartoffel-Sorte, in die sich, je älter sie wird desto mehr Bauern und Gärtnerinnen verlieben. Die Knolle ist ein kleiner Star geworden, weil ihr “geistiger Eigentümer” sie trickreich vom Markt nehmen wollte und dabei auf unverhofft heftigen Widerstand stieß. Den Dok-Film, der die Geschichte von Linda und ihren Liebhabern erzählt, gibt’s heute abend und morgen früh nochmal bei “Phoenix”.
Phoenix: Di 20:15, Mi 7:30 und 14:00: Immer Ärger um Linda – Der Kampf um eine Kartoffel
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19.01.2007 von saveourseeds
Zum elften Mal wurden dieser Tage Zahlen über den globalen Gentechnik-Anbau veröffentlicht. Nach Angaben des ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) wurden im letzten Jahr auf 102 Millionen Hektar Gentech-Pflanzen angebaut. Das wären fast sechs Prozent der globalen Anbaufläche. Das besondere an dieser Statistik, die mangels Alternativen weltweit wie die Bibel zitiert wird, ist allerdings, daß sie weder Quellen nennt noch Belege liefert. Einzig die Quellen der Finanzierung von ISAAA sind bekannt: Die Gentechnik-Industrie und ihre Freunde. Ein Schelm, wer dabei an Winston Churchill denkt: Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast.
Für Zweifel an den ISAAA-Zahlen gibt es gute Gründe. Den Gentechnik-Reis etwa, der laut ISAAA-Angaben im Iran auf 50.000 ha angebaut wird hat bisher noch niemand gesehen. Die Behörden verneinen seine Existenz vehement. Rumänien, das wegen seines EU Beitritts im letzten Jahr den Anbau von Gentech-Soja verbot, wird bei ISAAA ungerührt… weiter lesen
18.01.2007 von saveourseeds
Was um alles in der Welt hat ein Orkan mit Gentechnik zu tun? Stellen Sie sich vor, es sei jetzt Maisblütenzeit (bei den diesjährigen Wintertemperaturen schaffen Sie das vielleicht sogar) und jede geschlechtsreifen Maispflanze würde gerade ihre 20 bis 50 Millionen Pollen auf die Reise zur nächsten weiblichen Blüte schicken; auch die gentechnisch veränderten. Tja, da würden “Kyrill”, und selbst der kleine “Franz” die Wissenschaftler ganz schön blaß aussehen lassen, die uns und Herrn Seehofer gerade mühsam erklären, daß Maispollen nicht weiter als 100 Meter fliegt. Auf die in ihre Computermodelle einprogrammierte durchschnittliche Windstärke von 10-20 Kilometern in der Stunde wäre kein Verlass mehr. Pollen flöge quer durch Deutschland über viele Kilometer. Mit durchschnittlich 50 bis 70 Stundenkilometern und Böen bis zu 190 Sachen würde Kyrill einiges wegschaffen. Und an Stürmen läßt sich bekanntlich gentechnisch rein gar nichts verändern.
“Dumm gelaufen” würden dann die Herren von Monsanto und Bayer sagen,… weiter lesen