EU-Ministerrat steht hinter Ungarns Gentechnik-Verbot
von saveourseedsBei dem Versuch, Ungarn das Verbot der Gentechnikmais-Sorte “Mon 810″ der Firma Monsanto zu verbieten, hat die Europäische Kommission heute erneut eine empfindliche Schlappe einstecken müssen. Eine Zweidrittelmehrheit des Umwelt-Ministerrates der EU unterstützte das Gentechnik-Verbot der Majaren, so Reuters.
Ungarn, eines der wichtigsten Maisanbau-Länder der EU hatte gegen den insektengiftigen Mais Sicherheitsbedenken geltend gemacht und ihn deshalb im Jahre 2005 verboten. Es handelt sich dabei um die einzige von der EU für den Anbau zugelassene Sorte, die auch noch auf dem Markt angeboten wird. In Deutschland soll das Konstrukt dieses Jahr auf 3700 Hektar angebaut werden.
Der Ministerrat führt mit der Ablehnung des “Verbots-Verbotes” die europäische Zulassungspraxis für gentechnisch veränderte Organismen ad absurdum. Deren Logik lautet getreu dem Prinzip des europäischen Binnenmarktes: Was die EU zugelassen hat, darf ein Mitgliedsstaat nicht verbieten. Auch die Welthandelsorganisation WTO hatte in einem Urteil gegen die EU im vergangenen Jahr die nationalen Verbote von EU weit zugelassenen Gentechnikprodukten als regelwidrig verurteilt. Die Minister scherte das wenig. Schon im Dezember hatten sie sich auch hinter ein österreichisches Verbot von “Mon810″ gestellt.
Greenpeace und Friends of the Earth begrüßten die Entscheidung.
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