Gentechnikfreies Biogas

von saveourseeds

Eine Initiative des Aktionsbündnis “Keine Gentechnik auf Hessens Feldern und in Hessens Lebensmitteln” zeigt erste Wirkung: Die Kasseler Stadtwerke verpflichteten im Juni die Mais-Lieferanten für ihre Biogas-Anlage darauf, keinen gentechnisch veränderten Mais anzuliefern. Nach Informationen des Aktionsbündnisses will sich jetzt auch E-on dieser Initiative anschließen. Es kocht sich einfach besser damit…

Die Initiative schreibt:
Die Eon-Mitte, der die Gasnetze in der Region gehören, will am Standort Borken eine Anlage mit einer Leistung von bis zu 2 MW selbst betreiben. Im Südkreis (Willingshausen) wird die Eon-Mitte das Biogas einer vergleichbaren Anlage von einer privaten Betreiberfirma zu den gleichen Bedingungen abnehmen.
Mit dieser Vorgabe geht vom Schwalm-Eder-Kreis ein Signal aus für die bundesweite Debatte um die Ausweitung des Energiepflanzenanbaus. Bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidungen möglichst viel Nachahmung findet. Notwendig ist allerdings, dass kommunal- und regionalpolitisch engagierte Menschen wirksam nachhelfen.
Wie unsere Erfahrungen zeigen, ist die Haltung der Bauernvertreter (i.d.R. Bauernverbandsfunktionäre) oft geprägt von positiven Erwartungen an GVOs. Entsprechend versuchen sie, Festlegungen zu verhindern.
Anderseits sind die Verhandlungsführer der Energieunternehmen an konfliktfreien, schnellen Vertragsabschlüssen interessiert. Die landwirtschaftliche Seite ist durch die Verknappung ihrer Rohwaren derzeit in den Verhandlungen an einem etwas längeren Hebel, weil in vielen Ackerbauregionen regelrecht um Flächen für die Biogaserzeugung gerangelt wird.
Deshalb ist es notwendig, in der Verhandlung um “Qualitäten” der Rohwarenerzeugung eine öffentliche Verhandlungsposition aufzubauen. Den Energieversorgern muss klar gemacht werden, dass eine breit geführte Debatte – analog zur Atomstromdiskussion -, das Image einer umweltverträglichen Gaserzeugung leicht in Mißkredit bringen kann.


Kommentar Schreiben

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*


*