Lesenswert: Der Gentechnik-Schadensbericht des Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaf, BOELW. Dass Gentechnik viel Geld kostet, wissen vor allem die Bauern, die sie einsetzen.Wie teuer die Vermeidung von Gentechnik, selbst da wo sie noch gar nicht angebaut wird ist, mag Laien verblüffen. Richtig teuer wird’s, wenn Gentechniksorten ins Regal kommen, die gar nicht zugelassen sind. Da geht es schnell mal um Milliarden. … weiter lesen
Archive for März, 2009
DIE ZEIT: Das Bundesumweltministerium sympathisiert in einem Brief ganz offen mit diesen Gentechnikkritikern.
MARCINOWSKI: Erstens wurden auch dort Argumente verbreitet, die wissenschaftlich schlicht falsch waren. Militante Gentechnikgegner werden vom Bundesumweltministerium als »Mitstreiterinnen und Mitstreiter« angesprochen – das kann ich nicht hinnehmen.
Starker Tobak und schweres Geschütz vom Vorstandsmitglied der BASF, Vorsitzenden der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie und Vizepräsidenten der Max Planck Gesellschaft, dem der Ressort-Chef Wissen, Andreas Sentker in der Zeit von heute eher als Stichwortgeber denn als kritischer Interviewpartner diente. … weiter lesen
Die Gentechnik-Debatte im Bundestag bekommt Konturen. Sein Agrarausschuss streitet heftig über eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz vom Januar diesen Jahres, die vor den Risiken der Gentechnik warnt. Auf der Strasse machte derweil Agarministerin Aigner gute Stimmung bei den Gegnern: “Ich bin ja auf Ihrer Seite und brauche Ihre Unterstützung”.
“Wir sind gaga” titelt heute der Berliner Kurier zur Botschaft des Papstes an Afrika, dass Kondome das Aids-Problem nur noch schlimmer machten. Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften hält eine andere frohe Botschaft bereit: Der rechte Weg zur nachhaltigen Landwirtschaft, so wird dort im Mai Eric Sachs von Monsanto hinter verschlossenen Türen erklären, ist die Gentechnik. … weiter lesen
T45 ist kein Panzer, sondern die Bezeichnung für eine Rapssorte der Firma Bayer, die gentechnisch gegen das hauseigene Totalherbizid “Liberty” resistent gemacht wurde. Er darf auch weiterhin importiert (nicht angebaut) werden. Das hat die EU-Kommission jetzt beschlossen. Fragt sich nur warum? T45 wird nämlich seit Jahren nicht mehr verkauft und angebaut. … weiter lesen
“Myne Fru de Ilsebill will nich so, as ik wol will” heißt es in dem garantiert unbayerischen Märchen vom Fischer und syn Fru. Der Wunder-Butt, dem der Fischer dort sein Leid klagt bevor er ihm die neueste Forderung seiner Frau übermittelt, streikt erst als Ilsebill Papst werden will. Angela Merkel und Forschungsministerin Anette Schavan wollen Ilse Aigner dagegen nicht mal ein Verbot von Gentechnik-Mais gewähren. Im Bayernkurier vom Wochenende klagt sie deshalb “Eine Mehrheit für ein generelles Verbot in Deutschland ist aus derzeitiger Sicht nicht zu erreichen.” … weiter lesen
Die Schweizer diskutieren irgendwie anders über Gentechnik: Erst war “Mister Schweiz” der Aushängemann des Volksbegehrens gegen Gentechnik. Jetzt meint das Pin-up Girl im Bauernkalender des “Schweizerbauer” auf die Frage Wo siehst du die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft? Für mich ist der grosse Kampf das Verbot der GVO (gentechnisch veränderte Organismen) in der Schweiz .” … weiter lesen
In Kuba werden derzeit die ersten 50 Hektar mit einem hausgemachten Gentechnik-Mais namens FR-Bt1 bestellt. Der Bt-Mais soll dem tropischen Eulenfalter Spodoptera frugiperda den Garaus machen. Seine Funktionsweise könne wegen Vertraulichkeitsklauseln bei der Zulassung zwar nicht öffentlich gemacht werden. Der Mais sei aber garantiert nur aus Volksmitteln finanziert, betont das Centro de Ingeniería Genética y Biotecnología de Cuba, werde nur zu Hause, nur als Viehfutter und nur zum Zwecke der Sicherung der Volksernährung eingesetzt. … weiter lesen
In einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner und den bayrischen Umweltminister Söder nimmt Stefan Rauschen von der technischen Hochschule in Aachen kein Blatt vor den Mund. Ihre Absicht, den Gentechnik-Mais Mon810 zu verbieten, untergrabe die Glaubwürdigkeit der deutschen Sicherheitsforschung, denn “die Ablehnung der grünen Gentechnik durch breite Bevölkerungsschichten beweist nur eines: dass es einen erheblichen Aufklärungsbedarf und erhebliche Wissenslücken in Deutschland gibt”, schreibt der Wissenschaftler, der das größte deutsche Forschungs-Projekt zur Sicherheit von Gentechnik-Mais koordiniert. … weiter lesen
Auf die überregionalen Titelseiten kommt die Gentechnik bestenfalls mal, wenn in Brüssel Kampfabstimmungen stattfinden. In der Lokalpresse findet das Thema dagegen täglich statt. Die Regionalnachrichten des Informationsdienst Gentechnik zeigen ein anderes Bild von der Gentechnikdebatte in Deutschland. … weiter lesen