Der Welternährungsgipfel verdrängt die Realität

von saveourseeds

Unhaltbare Versprechen, Grabenkriege um die Kontrolle globaler Entwicklungsgelder und Ernährungs-Institutionen, ungelöste Widersprüche um Agrarsprit, Welthandel und die Verteilung der Klima- und Umweltkosten, Arroganz der Industriestaaten und falsche Rücksichtnahme gegenüber Regierungen, die den Hunger in ihren Ländern nicht wirksam bekämpfen, prägen das Bild des Welternährungsgipfels, der heute in Rom begonnen hat und bereits nach einer Stunde seine Abschluß-Erklärung verabschiedete.

Die Verteilung des Hungers weltweitRhetorik und allerlei Skurrilitäten am Rande des Gipfels verdecken die dramatische Zuspitzung einer globalen Krise, auf die bereits vor einem Jahr der Weltagrarbericht hinwies. Die Befunde und Ratschläge der Wissenschaftler werden weitgehend ignoriert.
„Weiter wie bisher, aber mit erhöhter Schlagzahl“ scheint stattdessen das Motto der internationalen Verwalter des Hungers zu sein. Vor 13 Jahren versprachen die Regierungschefs am selben Ort, die Zahl der Hungernden auf der Welt bis 2015 unter 420 Millionen zu senken. Stattdessen stieg seither deren Zahl auf über eine Milliarde. Noch Verteilung der Fettlsucht weltweitnie haben so viele Menschen auf diesem Planeten gehungert. Noch nie wurden gleichzeitig weltweit pro Kopf mehr Nahrungsmittel produziert als heute.  Effizient verteilt und eingesetzt könnten sie selbst die 2050 erwarteten 9 Milliarden Erdenbürger gesund und ausreichend ernähren.
Dagegen ist die zentrale Botschaft der Welternährungsorganisation FAO und der Staatschefs: Zur Überwindung des Hungers muss die landwirtschaftliche Produktion drastisch (bis 2050 um 70%) erhöht werden. In drei Wochen werden die gleichen Staatschefs in Kopenhagen verkünden, dass zur Stabilisierung des Klimas in den kommenden Jahrzehnten eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80% unvermeidlich ist. Landwirtschaft und Ernährung sind insgesamt für etwa 40% aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Eine Produktionssteigerung um 70% mit einem Fünftel der heutigen Treibhausgas-Emissionen ist völlig unrealistisch.
Sie ist weder erforderlich noch vertretbar. Denn unser gegenwärtiges Ernährungs-System ist nicht allein die wichtigste Ursache (und Opfer) des Klimawandels, sondern auch des beispiellosen Verlustes an biologischer Vielfalt. Es absorbiert 70% des weltweiten Frischwasserverbrauchs, ist die größte Quelle chemischer Verschmutzung und droht den Stickstoff-Kreislauf unseres Planeten aus dem Gleichgewicht zu bringen. Allein die Fleischproduktion ist nach einer Studie der FAO für 18% der weltweiten Klima-Emissionen verantwortlich. Einer Milliarde Hungernder stehen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO heute ebenso viele krankhaft Übergewichtige gegenüber. Hinzu kommen noch einmal so viele Fehlernährte. Die Kosten dieser krank machenden Unter-, Über- und Fehlernährung überfordern selbst die Haushalte der reichsten Nationen. Worauf es ankommt ist eine drastische Effizienzsteigerung.
„Weiter wie bisher ist keine Option“ – das ist die Zusammenfassung der Erkenntnisse des von der Weltbank und den Vereinten Nationen initiierten Weltagrarberichts, in dem über 500 Wissenschaftler und Experten vier Jahre lang den globalen Stand des Wissens über Landwirtschaft und Ernährung zusammenfassten und der im vergangenen Jahr von 58 Staaten (nicht der Bundesrepublik) verabschiedet wurde. Die Krisen von Ernährung, Umwelt und Gerechtigkeit, so sein Fazit, können nur gemeinsam und integriert überwunden werden. Zu den Schritten und Optionen, die der Weltagrarbericht zu diesem Zwecke nennt, gehören unter anderen

  • Eine agrarökologische Revolution, die durch kleinteilige, arbeits-, erfahrungs- und wissensintensive Land- und Ernährungswirtschaft die Abhängigkeit von fossiler Energie und Agrarchemie drastisch reduziert, die Bodenfruchtbarkeit und essentielle ökologische Kreisläufe stabilisiert, und  dabei die Gesundheit von Lebensmitteln erhöht,
  • Eine grundlegende Reform der globalen Agrarhandels-Architektur, die Bäuerinnen und Bauern einen immer geringeren Anteil am Wert ihrer Produkte zugesteht, der stattdessen vor allem global agierenden Saatgut-, Agrarchemie-, Handels- und Verarbeitungskonzernen zufließt und dabei die Verschwendung und Zerstörung natürlicher Ressourcen ebenso fördert wie die Verödung ländlicher Räume in allen Regionen der Welt,
  • Die Umsetzung des Prinzips der Ernährungs-Souveränität, die Menschen und souveränen Staaten das Recht gibt, demokratisch darüber zu entscheiden wie sie sich ernähren,
  • Investitionen in lokale und regionale ländliche Infrastruktur, insbesondere in die wachsende Zahl von Frauen, die landwirtschaftliche Betriebe in Agrargesellschaften des Südens führen, mit dem vordringlichen Ziel, Selbstversorgung und lokale Wirtschaftsentwicklung sowie Widerstandsfähigkeit gegen ökonomische und ökologische Krisen einschließlich des Klimawandels zu gewährleisten,
  • Die finanzielle, politische und wissenschaftliche Anerkennung und Förderung der vielfältigen, weit über landwirtschaftliche Produkte hinausgehenden „multifunktionalen“ Dienstleistungen und Werte, die von Bäuerinnen und Bauern zum Erhalt der Ökosysteme, aber auch für den sozialen und kulturellen Zusammenhalt von Gemeinden und Gesellschaften erbracht werden,
  • Eine neue Herangehensweise in Wissenschaft und Technologie: Statt „von oben“ Probleme zu definieren und technologische Lösungen zu bieten, die dann von den Betroffenen umzusetzen sind, sollten Wissenschaftler die Probleme „von unten“ gemeinsam mit Landwirten definieren und bearbeiten und dabei praktisches, lokales und traditionelles Wissen nutzen und integrieren, um gemeinsam Innovationen zu entwickeln, die sich in erster Linie am Gemeinwohl orientieren und frei verfügbar sind.

Durchschnittlich 56 % der Ernte gehen verloren bevor sie auf dem Teller landetDie Schlusserklärung des Welternährungsgipfels scheint nur wenige dieser Ratschläge zu berücksichtigen. Wachstum und Liberalisierung des Welthandels stehen weiterhin an erster Stelle. Die einzige „neue“ Technologie, die ausdrücklich erwähnt wird, ist die Biotechnologie.  Agrarökologie oder biologische Landwirtschaft, die Überwindung destruktiver Formen von industriellen Monokulturen und der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sucht man dagegen vergebens. Begriffe wie Ernährungs-Souveränität und Multifunktionalität werden vermieden. Maßnahmen zur Sicherung der nationalen Selbstversorgung dürfen nach dem Wortlaut des Textes keinesfalls den Welthandel behindern. Agrarsubventionen spielen ebenso wenig eine Rolle wie die besorgniserregende Konzentration von Handel, Verarbeitung, Saatgut- und Agrarindustrie. Selbst der hochsubventionierte Agrarsprit-Boom und seine Spekulationsfolgen, die erst im vergangenen Jahr zu Preisexplosionen und Hungeraufständen führten, werden nicht kritisiert.
So begrüßenswert die geforderte Steigerung der Investitionen in Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Agrargesellschaften des Südens und die Stärkung von Kleinbauern nach Jahrzehnten der Vernachlässigung auf den ersten Blick erscheint,  ist zu befürchten, dass einige dieser Mittel in die falsche Richtung gehen. Die Versorgung von Kleinbauern mit Kunstdünger, Pestiziden und davon abhängigem  Hochleistungssaatgut könnte das gegenwärtige Elend mittelfristig eher verstärken als lindern. „Business as usual“ ist, wie die „Grüne Revolution“ der 70er Jahre zeigte, auch durch die fehlgeleitete Förderung von Kleinbauern möglich. Dies belegt auch die Weltbank, die den Weltagrarbericht ursprünglich initiiert hatte, seine Ergebnisse jetzt aber ebenso wie die Vertreter der Agrarindustrie eher totzuschweigen versucht. Sie legte unlängst ein Konzept zur Verwaltung von 20 Milliarden US Dollar in einem globalen Treuhandfond vor, das die oben beschriebenen Empfehlungen ignoriert und die Betroffenen von der Beteiligung an Investitionsentscheidungen weiterhin ausschließt.
„Der Ernährungsgipfel in Rom verspielt die Chance einer Neuorientierung, vor allem einer Integration der Bekämpfung von Hunger und Umweltzerstörung und verdrängt das Ausmaß und die Dynamik der Krise  in der wir uns befinden. Schlimmer noch als die Weigerung, die erforderlichen Mittel bereitzustellen, ist die Unfähigkeit, den Realitäten ins Auge zu sehen und daraus strukturelle Konsequenzen zu ziehen“, sagte Benedikt Härlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft heute bei der Vorstellung einer Zusammenfassung der Ergebnisse des Weltagrarberichts in einer 40 seitigen Broschüre und neuen Webseite.

Fotos: FAO (Aufmacher), Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Grafiken)


5 Kommentare zu "Der Welternährungsgipfel verdrängt die Realität"

  1. 17.11.2009,
    14:45 UhrVolkmar Marschall sagt:
    Bevor der Pontifex einen Kommentar zur Welthungerkrise – wie geschehen – abgibt, sollte er sich mit der Mitschuld der Katholischen Kirche am Elend dieser Welt auseinandersetzen. Die Mitschuld des Pontifex und seiner Vorgänger ist unübersehbar:
    “Durch das Insistieren auf der unglückseligen Enzyklika Humanae vitae (von Paul VI. aus dem Jahre 1968) gegen jegliche Art von Empfängnisverhütung und das Verbot von Präservativen macht sich der Papst ? wiederum auf der Linie seines Vorgängers ? mitschuldig an der ungeheuren Überbevölkerung gerade in den ärmsten Ländern und an der weiteren Ausbreitung von Aids etwa in Afrika?, so Hans Küng in der SZ vom 5./6. Juli 2008. Man beachte, dass sich die Weltbevölkerung seit den 1960er Jahren mehr als verdoppelt hat!!! Das ist der Grund für die heutige Krise. Damit versündigt sich die Kirche an der gesamten Menschheit!
    Es muss auch die Frage erlaubt sein, warum “Gottes Bodenpersonal” wie die Made im Speck lebt und aus der “Staatskasse” jährlich 100.000,– Euro je Oberhirte (nicht aus dem Kirchensteueraufkommen), Luxuslimousinen mit Chauffeur und Villen erhält, während 1 Milliarde Menschen hungern und täglich 40 000 Kinder an Hunger sterben.
    Alle Christen müssten den Oberhirten die “rote Karte” zeigen und aus der Kirche austreten, und die Kirchensteuer den Hungernden dieser Welt als Spende überweisen.
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  2. Nein, Herr Marschall, diese Meinung und den Ton teile ich nicht.
    Das Argument “die Überbevölkerung” sei Schuld am Elend dieser Welt ist erstens falsch und führt zweitens pfeilschnell selbst zu unmenschlichen Konsequenzen. Es können sich selhr wohl auch 9 Milliarden Menschen anständig auf dieser Erde ernähren ohne sie zu ruinieren. Damit will ich nicht “Humanae Vitae” verteidigen, aber die Art wie sie sie kritisieren hinterfragen. Bei AIDS dagegen, da gebe ich Ihnen Recht, hört der Spass auf.
    Ihre Behauptungen über die Pfründe des Bodenpersonals sollten Sie belegen.
    Auch wenn ich selbst kein Mitglied dieser Kirche bin: Wie lautet denn die Kontonummer der Hungernden dieser Welt? Misereror ist nicht die Schlechteste.
    Ehre wem Ehre gebührt: der Pontifex hat bei dem traurigen Gipfel eine der wenigen Reden gehalten, die es sich anzuhören und zu beherzigen lohnt und er hat mit seiner Kapitalismus-Kritik dort mehr gewagt als mancher Limousinen-Vertreter aus Afrika.
    Benny Härlin

  3. Herr Härlin, zu Ihrer Beanstandung, dass man „Behauptungen über die Pfründe des Bodenpersonals belegen sollte“, hier der Hinweis: Panorama /Sendung der ARD/NDR Nr. 612 vom 04.06.2009. Sie sollten sich daher unbedingt das Video „Alte Pründe: Steuermillionen für die Kirchen“ vom NDR ansehen. Außerdem hat mir der zuständige Dezernent der Finanzabteilung einer Landeskirche in einem anderen Zusammenhang mitgeteilt, dass die „leitenden Geistlichen“ entsprechend der Beamtenbesoldung nach B 6 bezahlt werden! Es ist unfassbar, dass unsere Oberhirten, die Managergehälter geißeln und von der Armut predigen, sich derartige Luxusgehälter gönnen!

    Und zu Ihrer Auffassung, “Ehre wem Ehre gebührt: der Pontifex hat bei dem traurigen Gipfel eine der wenigen Reden gehalten, …“, noch eine Bemerkung: Der Pontifex ist – bei Licht betrachtet – in jeder Hinsicht unglaubwürdig (SZ vom 17. Juli, u. a.):

    Die Kritik des Pontifex am ungezügelten Kapitalismus ist zwar richtig, aber der Aufruf zur „Kultur der Mäßigung“ wirkt nicht sehr überzeugend, wenn die Kritik von einem Papst ausgeht, der selbst keinen Konsumverzicht kennt. Mit seinen “Auftritten in eitlen, kostspielig nachfabrizierten liturgischen Gewändern im Stil Leos X. Medici” (s a. Hans Küng “Der Papst und der Präsident” / SZ vom 5./6. Juli 2008), seinen weltweiten Reisen, ohne auf die Ressourcen dieser Welt Rücksicht zu nehmen.

    Wenn der Pontifex fordert, dass nicht nur Unternehmer und Politiker umdenken, sondern auch jeder Einzelne Verantwortung für sein Handeln übernehmen müsse, so sollte er bei sich selbst und seinen Oberhirten anfangen. Wie authentisch hätte der Oberhirte doch wirken können, wenn er seine Kritik am ungezügelten Kapitalismus mit dem Anstoß zu einer angemessenen Reduzierung der Gehälter seiner Mitbrüder und einen Verzicht auf seine luxuriösen Sommerresidenzen – als Zeichen des guten Willens – verbunden hätte. Es hat den Anschein, als handeln auch sie nach dem Motto „Jeder nimmt doch heute, wo er kann und zeigt dann gern mit dem Finger auf andere“(Kardinal Lehmann, FR vom 26. August). Die Weltfremdheit des Klerus ist unübersehbar!

    Der verschwenderische Amts- und Lebensstil ist überall unübersehbar: Die beiden luxuriösen Sommerresidenzen “Les Combes” (Aostatal) und “Castelcandolfo” sowie die Luxuslimousinen! Für den Sommer-Urlaub 2009 in seiner Villa in “Les Combes” müssen rd. 200 Sicherheitskräfte mobilisiert werden! Es ist unfassbar! Warum mussten im Juni 2008 46 Erzbischöfe nach Rom eingeflogen werden, um das Pallium am Vorabend des Festes Peter und Paul aus den Händen des Papstes zu erhalten, und warum mussten im Oktober 2008 über 300 Ortsbischöfe, Kurienkardinäle und Ordensgeistliche erneut nach Rom eingeflogen werden, um über das „Wort Gottes im Leben“ drei Wochen lang zu diskutieren? Ostern 2007 flogen alle deutschen Bischöfe ins Heilige Land und im Herbst 2008 einige in die Türkei (Meisner u.a.), während der Oberhirte aus Mainz zur gleichen Zeit seine Gläubigen zu einem “Autofasten” aufforderte. Sie alle handeln nach der Devise: „Wasser predigen und Wein trinken!“ (FR vom 2. Oktober 2009)

    Die Oberhirten in Deutschland fahren in der Regel mit ihren Luxuslimousinen (natürlich mit Chauffeur) oder per Flugzeug mehrmals – ohne auf den Klimawandel Rücksicht zu nehmen – zu ihren Bischofskonferenzen; das Spektakel des Weltjugendtages in Australien hat angeblich rd. 90 Millionen Euro gekostet, während 1 Milliarde Menschen hungern und täglich 40 000 Kinder an Hunger sterben. Die Reiselust des Pontifex – im April 2008 traf er sich außerdem mit dem amerikanischen Kriegsherrn George W. Bush, um mit ihm seinen 80. Geburtstag zu feiern – ist einmalig. Dies alles geht ausschließlich zu Lasten der Armen dieser Welt. Und die Reiselust seines Vorgängers ist ohnehin unübertroffen. Insoweit wirkt der Ton der Enzyklika – insbesondere zu Punkt 27 des Textes „Klage über den Hungertod von Millionen von Menschen“ – durch den Pontifex ausgesprochen scheinheilig und unglaubwürdig!

    Im übrigen ist „Fleisch Lebensmittelverschwender Nummer eins. Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig pflanzliche Kalorien verfüttert. Beim Rind bleiben deutlich über 90 Prozent der Nahrungsenergie auf der Strecke. Mehrfach so viele Menschen können daher mit der gleichen Getreidemenge ernährt werden, wenn statt eines Schweineschnitzels ein Weizen- oder Sojaschnitzel daraus würde. Um die Tiere in unserer Agrarindustrie zu ernähren, wird Getreide zu großen Teilen aus Lateinamerika importiert. Auch für deutsche Schweinemästereien und Milchfabriken brennen dort Regenwälder, um neuen Platz für Futtergetreidefelder zu schaffen. („natürlich vegetarisch“ 04/09)

    Die Erde steuert lt. Umweltorganisation „WWF“ auf eine ökologische Katastrophe zu, deren Auswirkungen die der Finanzkrise weit in den Schatten stellen. Der WWF erklärte in einem Bericht, die Menschheit verbrauche zuviel natürliche Ressourcen. Wenn unsere Anforderungen an unsere Erde so weiter wachsen, bräuchten wir in etwa 20 Jahren zwei Planeten, um unseren Lebensstil zu halten“, sagte der WWF-Chef. Und die Oberhirten handeln so, als gäbe es keinen Klimawandel.

    Darüber hinaus hat die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre bereits vor einigen Jahren festgestellt, dass “durch die Senkung des Fleischkonsums auf ein auch der Gesundheit förderliches Maß ein Viertel oder Mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden könnten. Der Übergang zu einer stärker pflanzlich orientierten Ernährung eröffnet somit das mit Abstand größte Einsparpotential (bis zu 100 Mio Tonnen CO-2-Äquivalente im Ernährungssystem…)”.Und eine von der UN-Welternährungsorganisation FAO kürzlich veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Viehzucht weltweit mehr Treibhausgase produziere als das Transportwesen.

    Während renommierte Wissenschaftler (z.B. Alan Calverd) oder der Präsident des Umweltbundesamtes sowie angesehene Zeitungen (z.B. The Times vom 27. Oktober 2009 „Give up to meat to save the planet) die Bevölkerung dazu aufrufen, den Fleischkonsum aus den o. a. Gründen einzuschränken, schweigen die Oberhirten auch zu diesem Thema diskret und beharrlich.
    Es ist äußerst „geschmacklos“, wenn der Pontifex und die Bischöfe mit „Stolz“ noch gern Reklame für ihre Essgewohnheiten über “Bayerische Hausmannskost”, einen „saftigen Hahn“, „Gänsebraten“ oder einer „Jagdwurst“ machen (Bericht über Benedikt XVI. im Bayer. Fernsehen, Bischöfe Marx und Feige im Stern Nr. 52/2007, u.a.), anstatt ihren eigenen Lebensstil zu ändern und sich in ihren Sonntagspredigen für einen Verzicht auf den Fleischkonsum einzusetzen..


  4. Die Redaktion ist sich keineswegs sicher ob dieser Kommentar hier wirklich hinpaßt. Für die Stichhaltigkeit der Theorie übernimmt sie sowieso natürlich keinerlei Gewehr. Wir wollen unseren Leserinnen und Lesern aber das komplexe Gedankenkunstwerk von Ireneusz Cwirko auch nicht vorenthalten.

    Über die Gefährlichkeit der Kernenergie weiß jeder bescheid schon auf Grund der Folgen des Tschernobyl-Unfalls. Diese Gefahren wurden bis jetzt als beherrschbar und bei entsprechenden Vorsichtmaßnahmen für die Bevölkerung unbedeutend dargestellt.

    Es zeigte sich aber, dass außer den von der Wissenschaft erkannten Auswirkungen, eine ganze Reihe Phänomene gibt die man in der Nähe von Atomstandorten beobachten kann und die auch irgendwie mit radioaktiven Strahlung in Verbindung stehen, wo man aber die Kausalität nicht erklären kann.
    Diese Unfähigkeit der Wissenschaft hier die plausible Gründe für beobachtbare Effekte zu benennen, hat zu einer Spaltung bei der Umgang mit der Thema geführt.

    Einerseits gibt es die Mehrheit den Angepassten die sagt: lassen wir die Finger davon sonst werden wir in Konflikt mit Atomlobby und die Politik geraten.
    Anderseits die Wenigen die diese Verbindung sehr wohl sehen und sagen: wir müssen etwas dagegen unternehmen und vor Gefahren warnen auch wenn wir nicht wissen auf welcher Weiße die Korrelationen zustande kommen.
    Und es zeigt sich, dass die Liste der unerklärten Phänomene noch lange nicht abgeschlossen ist.

    Neben den bekannten Phänomenen wie die Verteilung der Geschlecht der Neugeborenen und die erhöhte Krebsgefahr habe ich herausgefunden, dass der Ausbruch der Epidemie der Fettleibigkeit sowohl zeitlich wie auch örtlich mit der Inbetriebnahme der Atomstandorte in Verbindung steht.
    Auf diese Korrelation habe ich aber nicht gestoßen durch die statistische Analyse entsprechenden Datenbestände, sonder bei der Überlegung welche Auswirkungen auf unsere tägliches Leben meine Theorie über Funktionsweise der physikalischen Prozesse hat.

    Die Zahl der Übergewichtigen in der Welt steigt stetig, Man Vermutet, dass die Gründe sehr vielfältig sind. Man verweißt auf genetische Veranlagung und die Rolle der Ernährung.

    Wenn man die Liste der Länder mit höchstem prozentualem Anteil an Übergewichtigen betrachtet, ist eine Häufung der Inselstaaten aus dem pazifischen Raum nicht zu übersehen.

    http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/Das-dickste-Volk-der-Welt-25052451

    Im ersten Moment würde man dazu neigen der genetischen Ausstattung die Hauptrolle zu geben. Anderseits kann man aber beweisen, dass die Bevölkerung von Polynesien noch vor 50 Jahren sich kaum von andern Nationen in dieser Hinsicht unterscheidet hat.
    Man muss sich die Frage stellen was ist passiert, dass der Umfang des Körpers der dortigen Menschen so aus der Fugen geraten ist.
    Die schnelle Antwort der Wissenschaft lautet: die falsche Ernährung, zu viel Fett und zu wenig Bewegung.
    Ich möchte noch auf eine weitere mögliche Erklärung hinweisen.
    Unsere Beweiskette beginnen wir mit einem Experiment von Chuan Kai Ho, Steven C. Pennings und Thomas H. Carefoot in dem festgestellt wurde, dass die pflanzliche Nahrung aus dem hohen Breitengraden die Schnecken größer Wachsen lässt.

    http://www.scienceticker.info/2010/01/27/polwaerts-besseres-futter/

    http://www.terradaily.com/reports/Better_Food_Makes_High_Latitude_Animals_Bigger_999.html

    Die Autoren begründen es mit der Nahrhaftigkeit der Nahrung.
    Diese Erklärung halte ich aber nicht für stichhaltig.
    Die Ursachen muss man bei der Faltung der Proteine suchen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Proteinfaltung
    Diese Faltung ist in der nähe des Äquators stärker als in hohem Breiten. Sie ist aber besonders stark auf der Insel.
    Die Bewohner der Polynesien haben sich so einer Nahrung mit stark gefalteten Proteinen in laufe der Jahrhunderte angepasst.
    In letzten Jahren hat die Bevölkerung von polynesischen Inseln aufgehört die Nahrungsmittel zu produzieren Die Konkurrenz aus USA hat dazu geführt, dass die Bewohner fast nur importierte Nahrung essen und die besteht aus schwach gefalteten Proteinen.
    Für die Polynesier die zu einer andern Struktur der Proteine genetisch angepasst sind war das eine Katastrophe. Obwohl sie ganz normal als Kinder ernährt wurden erreichten ihre Körper unnatürliche Ausmaße und Formen.
    Der Effekt der veränderten Proteinfaltung äußert sich natürlich nicht nur in der extremen Gewichtszunahme der betroffenen. Es verändern sich auch einige weitere Dinge die auf ersten Blick gar nicht mit der Übergewicht zu tun haben scheinen.
    Ein Beispiel ist die Geschlechterverteilung der Neugeborenen.
    Unter der Bevölkerung des Polynesiens war schon immer ein starke Überschuss der Jungen bei den Neugeborenen Kinder zu beobachten. Eine Überzahl an Männer hat zu der Verbreitung der Polyandrie geführt.

    Statistische Daten zu dem Verhältnis zwischen den Geschlechtern sind z.B. in diesem Link zusammengestellt:

    https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2018.html

    Wir sehen, dass in solchen Inselstaaten wie Palau oder Montserrat die Anzahl der Männer zwischen 15 bis 64 Jährigen sehr hoch ist. Diese Verteilung bestätigt sich nicht bei Neugeborenen weil inzwischen die Essgewohnheiten und Nahrungsangebot sich drastisch verändert hat.
    In dem Inselstaat Nauru hat diese Entwicklung zu drastischen Umdrehung des Verhältnisses geführt, gut in der Statistik zu erkennen. Dort werden Heutzutage nur 84 Jungen auf 100 Mädchen geboren. Bei der älteren Generation war diese Verhältnis noch umgekehrt (siehe >64 Jährigen).
    Wir sehen aber auch in Europa und in Deutschland ähnliches Phänomen.
    Und zwar in der Nähe von Kernkraftwerken und Deponien von atomaren Abfällen. In diesen Gebieten werden bis zu 140 Jungen pro !00 Mädchen geboren.

    http://www.helmholtz-muenchen.de/ibb/homepage/hagen.scherb/GeburtenNachGeschlechtInRemlingen.pdf

    http://www.strahlentelex.homepage.t-online.de/Stx_10_574_S03-05.pdf

    Es ist also einleuchtend dass es sich um den gleichen Mechanismus handeln muss und dass für die Übergewichtigen das zum Teil ein Freispruch bedeutet.
    Insbesondere, dass nicht nur die Menschen von der Übergewicht betroffen sind aber auch die Tiere die in gleichem Gebiet leben

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,730794,00.html

    Es scheint also der Schuld nicht bei den betroffenen Menschen zu legen sondern die Verbreitung von Kernkraftwerken die Eigenschaften der Faltung der Proteine verändert und so bei Menschen zu Übergewicht führe.
    Hier zwei Links zu der Statistik über Übergewicht in USA

    http://healthyamericans.org/reports/obesity2009/Obesity2009Report.pdf

    und hier im Vergleich die Statistiken und die Verteilung der Kraftwerke in der USA

    http://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Jan/atw2011_01_schnellstatistik.pdf

    Wen man die grafischen Daten vergleicht ist die Übereinstimmung zwischen der Lage der Kraftwerke und den US Staaten mit dem größten Zuwachs an Fettleibigen erschreckend.
    Hier in Deutschland sollen wir die Entwicklung in USA mit ihren 104 Atomkraftwerken nicht unbeachtet belassen. Immerhin gehören die Deutschen nicht zu den Schlankesten trotz Bio und Sport. Die Übergewichtigen Deutschen sind sozusagen ein Ergebnis des Experiments, den man mit eigener Bevölkerung durchführt.

    Die Menschheit ist auf dem besten Wege die eigene Evolution auf Unverantwortlicherweise zu beeinflussen.

    Aus Sicht meiner Theorie ist der kausale Zusammenhang wie folgend:
    Die Ursachen liegen bei der Veränderung der Oszillation der Raumvakuolen die zu Vergrößerung des Gravitativen Hintergrunds geführt hat. Diese ist durch Freisetzung der Raumvakuolen im Folge des radioaktiven Zerfalls in den Atomstandorten. Die erhöhte Anzahl der Raumvakuolen in einem Raumvolumen zwingt sie zu einer Erhöhung der Frequenz der Oszillationen.

    Diese Vergrößerung ihrerseits verändert auch die Rotationskomponente von GH und damit die Beschleunigung der Materie. Gemäß meiner Erklärung der Flyby Anomalie ist die Beschleunigung umgekehrt Proportional zu der Masse.
    Anders gesagt je kleiner die Masse desto größer die Rotationskomponente des GH. Die Spermien mit männlichem Chromosomensatz sind aber leichter als die weibliche. So haben sie ein Geschwindigkeitsvorteil und es kommt zu Zeugung von mehr Jungen als Mädchen.

    Auf der pazifischen Insel haben wir mit einem erhöhten Wert des GH weil die auf die Insel symmetrisch zulaufenden Wellen des Ozeans eine Synchronisierung der Oszillationen der Elementarteilchen vergrößern und so auch den Wert des GH erhöhen.

    Treiben die Bewohner der Insel eine autarke Landwirtschaft werden die Vakuolen in den Elementarzteilchen in den Nahrungsmittel so gebunden dass die weniger sensibel auf den GH reagieren. Essen die Menschen aber die Produkte die in den Gebieten mit niedrigerem Wert des GH produziert werden, bekommen sie die Proteine die weniger gefaltet sind. Solche Proteine kann der Organismus nicht nutzen und muss sie mit großen Aufwand beseitigen bzw. speichern weil sie aber auch größeren Volumen haben werden auch die Menschen in Folge dessen auch voluminöser.

    Schlimmer noch, die falsch gefaltete Proteine kann der menschliche Organismus auch nicht für die Regulationssysteme nutzen. Das fein abgestimmte System der Selbstregulierung zerfällt und als Folge kommt es zu Entstehung von solchen Krankheiten wie Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Herz und Gehirn – Schlag und die schlimmsten von Allen, die Krebserkrankungen.

    Bei den Spermien verursachen solche schwach gefaltete Proteine eine stärkere Sensivität auf die Oszillationen des GH und so auch die größere Beschleunigung de Elementarteilchen. Das macht aber die Spermien mit größeren Anzahl an Elementarteilchen, also mit weiblichen Chromosomen, schneller und es werden mehr Mädchen gezeugt.

    Würden sich die Atomstandorte nur auf Geschlecht der Kinder auswirken würde das noch kein großes Problem darstellen (obwohl auf lange Sicht zu Problemen kommen muss) es ist aber so dass damit ganze Reihe weiteren Krankheiten entsteht die das Überleben der Menschheit in Frage stellt.

    Wenn man schon alles Andere aus dem Acht lässt, bleib noch ein finanzieller Aspekt. Auf lange Sicht sind die Nebenkosten der Atomenergie so groß, dass jeder Wirtschaftssystem zu Grunde gehen muss. Die einzige Lösung ist das Betreiben von Atomkraftwerken in den von Menschen besiedelten gebieten zu verbieten.

    Zweite Empfehlung ist, nicht nur auf die Nährwert der Nahrungsmittel zu achten sondern auch auf die Faltungsgrad der in der Nahrungsmittel enthaltenen Proteine. Man sollte nur solche Nahrungsmittel zu sich nehmen, die aus den Gebieten stammen, die eine gleiche oder größere Erdbeschleunigung aufweisen als unsere Wohnort. Nur dann werden die Nahrungsmittel optimal genutzt und uns eines gesundes leben ermöglichen.

    Schauen wir auf Inselbewohner auf der Kreta oder Okinawa, Nur weil sie fast ausschließlich selbstproduzierte Nahrungsmittel essen, gehören sie nicht nur zu den gesündesten Völker der Welt, sonder auch zu den am Längst lebenden.

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