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vonSchröder & Kalender 31.10.2006

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert in nordlicher Richtung.
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Das Schlittschuh-Blatt ist eine Arbeit aus dem Jahre 1969 von Henning John von Freyend. Er gründete mit Berndt Höppner und Thomas Hornemann die Kölner Künstlergruppe Exit, welche eng mit Rolf Dieter Brinkmann, Rolf Eckart John, Linda Pfeiffer und Ralf Rainer Rygulla kooperierte. Mit ihren Zeichnungen trugen die Exit-Künstler zur Gestaltung zahlreicher Schriften von Rolf Dieter Brinkmann und anderer Autoren bei: März-Texte 1, Gras, Gummibaum, Der fröhliche Tarzan etc.

Henning John von Freyend ist auch der Maler des berühmten Bildes ›Das Hemd von Rolf Dieter Brinkmann (siehe Außerordentlich und obszön vom 30.09.2006), das gegenwärtig in der Kölner Pop-Ausstellung hängt. Er ist auch einer der wichtigsten Briefpartner Brinkmanns (›Rom, Blicke‹) und besitzt darüber hinaus zahlreiche Karten und Briefe von ihm. Eine Publikation dieser Korrespondenz mit zahlreichen Abbildungen der Kunstwerke, auf die sich die Briefe beziehen, ist geplant, Arbeitstitel: ›Briefe an einen Maler‹. Henning John von Freyend hat im Laufe der Jahre ein umfangreiches Werk geschaffen, aber nur selten ausgestellt. Einige Arbeiten hängen gegenwärtig im Kölner Kunsthaus Binhold.
John von Freyends Bilder, die sonst bei uns hängen, sind nun in der Kölner Pop-Ausstellung zu sehen. Statt des Schlittschuhs hängt hier jetzt ein Foto von Martin Eberle aus der Serie ›nature morte‹.

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Für die Zeit, in der die Leihgaben in Berlin an den Wänden fehlen, hat uns der Fotograf Martin Eberle einige Arbeiten ausgeliehen. Diese werden wir in den nächsten Wochen in einer ›blog exhibition‹ vorstellen, kontrastiert von unseren Kölner Exponaten.

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Aus der Arbeit natur morte: Ohne Titel, 50 x 60 cm, Color Print auf Alu gerahmt. Auflage 3 + 2 Artist print

Eberle versucht mit seinen Fotos eine Intensität zu erreichen, die in der normalen Wahrnehmung selten möglich ist, weil es schwer fällt, sich auf einen Ausschnitt der Realität stark zu konzentrieren.

Zur Kölner Ausstellung ›Außerordentlich und obszön. Rolf Dieter Brinkmann und die POP-Literatur‹ haben wir zahlreiche Bilder, Fotos und andere Materialien eingeliefert. Dem MÄRZ Verlag ist in der Ausstellung ein eigener Raum gewidmet.

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Das Plakat zur Ausstellung sowie die begleitenden Drucksachen entwarfen Barbara Kalender und Jörg Schröder. Ausstellung: Kunsthaus Rhenania, Bayenstrasse 18, 50678 Köln, vom 29.09 – 19.11.2006, Freitags: 18 – 22 Uhr, Samstags und Sonntags: 12 – 18 Uhr. Siehe dazu die Besprechung von Wolfgang Frömberg.
Vita Martin Eberle: Geboren 1966 in Augsburg, Studium (Fotodesign) an der FH Dortmund, Mitbetreiber der Galerie berlintokyo in Berlin, Mitarbeiter Erratik Institut Berlin und bei PAKT – Zeitschrift für Fotografie und Medienkunst, Lehrauftrag Fotografie am Fachbereich Design der FH Potsdam, zahlreiche Ausstellungen, zuletzt: 2003: Haus am Waldsee, Berlin; 2004: KunstWerke, Berlin und Neue Dokumente, Berlin; 2005: Frankfurter Kunstverein, Frankfurt; 2006: General Public/Club Transmediale, Berlin. Buchveröffentlichung: ›Temporary Spaces‹.
(Copyright für die Abbildungen: Henning John von Freyend und Martin Eberle, sonst BK / JS)

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