Es muss nicht immer Pizza sein

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Jetzt beginnt die Zeit für Zwiebelkuchen, denn der junge Wein kommt. Egal, sei nun Federweißer oder Beaujolais.

Wie ein Zwiebelkuchen gemacht wird, weiß jeder. Aber habt ihr schon mal eine Pissaladièra probiert? Diese provenzalische Version erhielt ihren Namen nach der »pissala«, einem salzigen Püree aus kleinen Sardellen und Sardinen. Da es heute verboten ist, diese Jungfische im Mittelmeer zu fangen, werden statt dessen eingelegte größere Sardellen oder Sardinen verwendet. Wurden sie in Öl eingelegt, so wie unsere griechischen Sardinenfilets, kann man sie unverzüglich verwenden. Gesalzene Sardellen sollten allerdings gewässert werden.

Für einen Hefeteig braucht man:
500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe
250 ml lauwarme Milch
2 bis 3 EL Olivenöl
2 Eier
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen und den Teig glatt rühren. Eine halbe Stunde zugedeckt gehen lassen. Danach den Teig ausrollen und auf ein Backblech legen.

Mittlerweile kann man in jedem Lebensmittelgeschäft auch einen fertigen Pizzateig kaufen, was wir heute getan haben.

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Zutaten für den Belag:
800 g Zwiebeln in dünne Scheiben geschnitten
Olivenöl zum glasig dünsten
6 bis 10 eingelegte Sardellen oder Sardinen
schwarze Oliven nach Belieben
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Zwiebelscheiben etwa 40 Minuten bei schwacher Hitze in Olivenöl glasig dünsten. Die Zwiebeln auf dem Teig verteilen, mit Salz und Pfeffer würzen. Danach die Sardellen und Oliven auf die Zwiebeln legen und die Pissaladièra im vorgeheizten Backofen bei 200 °C etwa 15 bis 20 Minuten backen, bis die Teigränder eine goldbraune Farbe angenommen haben.

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Dazu hörten wir ›Les Amoureux du Havre‹ von Germaine Montero:

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BK / JS

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