vonSchröder & Kalender 27.06.2019

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert munter in südöstlicher Richtung.
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Wenn es heiß ist und wir morgens und abends sperrangelweit die Fenster öffnen, sehen wir einen Mann am Fenster stehen. Und wenn wir uns abends auf dem Balkon von den hohen Temperaturen in der Wohnung erholen wollen, steht der Kerl stoisch und glotzt zu uns rüber. Meistens hat er das linke Kippfenster nur ein wenig geöffnet, aber wir sehen ihn trotzdem. Zuweilen ist er besonders fasziniert, dann wechselt er zum rechten Dachfenster und fixiert dann andere Bewohner unseres Hauses. Der Mann hat offenbar kein Fernsehn. Wir, auf der anderen Seite der Straße, sind seine Reality Soap.
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Wir nahmen heute Ernest Bornemans ›Lexikon der Liebe‹ aus dem Regal, um Kompetentes über den Voyeurismus zu erfahren.

Beim Blättern stießen wir dann auf eine andere gegenwärtig aktuelle Perversion: die Hitzefetischistin oder den Hitzefetischisten. Wir zitieren aus dem ›Lexikon der Liebe‹, Paul List Verlag München, 1968:
»Hitzefetischismus, das Empfinden der Hitze als eines sexuellen Reizes. Es gibt drei Grundtypen von Hitzefetischisten:
1. Den masochistischen Typ, der Hitze, Feuer, glühende Metalle am eigenen Leib verspüren will und sich deshalb Verbrennungen beibringt …
2. Den sadistischen Typ, der andere Menschen brandmarken, ihre Genitalien mit Brandwunden versehen, ihr Schamhaar versengen will …
3. Den eigentlichen Hitzefetischismus, der häufig eine sexuell motivierte Form der Feueranbetung darstellt. …«
Es gibt natürlich auch den Kältefetischismus, aber über den berichten wir erst, wenn es wieder friert.
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(EB / JS / BK)

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