16.01.2012 von Schröder & Kalender
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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Wenn nichts dazwischen kommt, dann gehen wir morgen zur Auftaktveranstaltung der Schwedischen Botschaft im Strindberg-Jahr 2012 (* 22. Januar 1849 in Stockholm; † 14. Mai 1912 ebenda) mit einer Lesung aus dem neu erschienenen Band August Strindberg: ›Notizen eines Zweiflers‹. Schriften aus dem Nachlass, herausgegeben und übersetzt von Renate Bleibtreu und erschienen im Berenberg Verlag. Es liest der deutsche Schauspieler Jens Harzer. Die schwedische Schauspielerin und Kulturrätin Marika Lagercrantz trägt einige Passagen in schwedischer Sprache vor.
Eine Veranstaltung der Schwedischen Botschaft in Kooperation mit dem Berenberg Verlag.
Dienstag, 17. Januar 2012, 19.30 Uhr
Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstr. 1
10787 Berlin-Tiergarten
Eintritt frei.
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Portrait August Strindberg von Edvard Munch, 1892
zu sehen im Moderna Museet in Stockholm
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Die ›Notizen eines Zweiflers‹ kennen wir noch… weiter lesen
13.11.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert heute nicht.
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Sonntagsspaziergang im Park, es war windstill, die Sonne schien und das Licht war heute besonders schön. Da sahen wir den Reiher wieder mal beim Fischen.

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Die Achatdommel
lupft ihren bootigen Ton nur im Schatten
sonniger Vormittage im Mai. Und dies wieder-
um nur an Stellen, wo Schilf und Buchsbaum
sich am Ufer eines Flusses mit klarem, grünem
Wasser berühren.
Wenn sie im seichten Wasser auf Beute steht,
kann man sie kaum vom vorbei fließenden
Wasser unterscheiden.
Sie hat es im Lauf der Evolution geschafft,
die Spiegelungen der Wellen auf ihrem achat-
grünen Federkleid zu imitieren.
Befindet sich ein Zoo in der Nähe, so müssen
die Pfleger der Elefanten darauf gefasst sein,
dass ihre Schützlinge nervös werden.
Der Ruf der Achatdommel erzeugt nämlich
in den Eingeweiden… weiter lesen
08.09.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
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Seit Jahren verehrt uns der Künstler PLG Friesländer sporadisch kleine oder größere Kunstwerke. Heute brachte der Paketbote eine März-Bank.

»1 Hilfsmittel für 1 kleinen Verleger. Viel Spasz damit, beim Vorlesen etc.« schrieb er dazu. Wir haben bereits einen würdigen Platz für den Hocker gefunden.
(PLG / BK / JS)
11.06.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Seit einem Jahr hatte uns Wolfgang Müller immer wieder von seinem geplanten Buch über die Künstlerin Valeska Gert erzählt. Jetzt ist es im Martin Schmitz Verlag erschienen, und wir sind hin und weg!
Was John Cages Schlüsselwerk ›4’33‹ aus dem Jahr 1952 für die Musik bedeutet, das stellt in seiner sinnlichen Radikalität Valeska Gerts ›Pause‹ für die performativen Künste dar.
Aber bei der Frage nach Bedeutsamkeit hält sich Wolfgang Müller, spiritus rector der ›Genialen Dilettanten‹ und der ›Tödlichen Doris‹ nicht auf. Er fragt auch: »Kann die Bar ein Kunstwerk sein?« und berichtet über die von Valeska Gert konzipierten Lokale als Orte der Umsetzung performativer künstlerischer Konzepte: 1932 ihr Kabarett ›Kohlkopp‹ in Berlin, die New Yorker ›Beggar Bar‹ oder 1946 ›Beggars Barn – Valeska’s Different Food, Different Entertainment‹, das Zürcher ›Café Valeska und ihr Küchenpersonal‹, die West-Berliner ›Hexenküche‹ und schließlich ihren Sylter ›Ziegenstall‹.
Zitat von Valeska Gert über die ›Beggar Bar‹ in New York: »Am nächsten Tag fragte mich ein Schauspieler, ob er bei mir auftreten kann. ›Können Sie kochen?‹ ›Nein.‹ ›Gut‹, sagte ich, ›ich engagiere Sie als Koch.‹
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26.10.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
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Heute kommt ein Roman mit dem seltsamen Titel ›Spucke‹ heraus, und morgen liest sein Autor im Monarch in Kreuzberg.
In Köln, Dresden und Bochum liest er ebenfalls, wo und wann, das findet man auf der Hablizel-Seite.

v.l.n.r.: Barbara Kalender, Jörg Schröder, Wolfgang Frömberg, Berlin 2008. Foto: Marietta Kesting
In ›Spucke‹ geht es um ein Magazin gleichen Namens, das ist im Klartext ›SPEX‹, als es noch in Köln erschien. Wolfgang Frömberg war der letzte Literaturredakteur der alten ›SPEX‹. Im Roman ›Spucke‹ streift sein alter ego Walter Förster durch den Kölner Alltag, pendelt zwischen Szenekneipen und Interviews zum Beispiel mit Bret Easton Ellis, dem Schöpfer des Patrick Bateman. Mit Ellis sitzt er im Hyatt auf der »schäl Sick« immer den Rhein und den Dom im Blick. Aber der Leser hat Glück,… weiter lesen
14.09.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert munter in nordöstlicher Richtung.
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Bald ist Buchmesse und diverse Neuerscheinungen trudeln ein, die Freunde schicken uns ihre Arbeiten. Zuletzt hatten wir mit Vergnügen Christian Y. Schmidts ›Bliefe von dlüben‹, ein amüsantes Handbuch für künftige Chinaversteher gelesen.

Christian Y. Schmidt besuchte uns im Juli 2008 und widmete uns sein Buch ›Allein unter 1,3 Milliarden. Eine chinesische Reise von Shanghai bis Kathmandu‹
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Am Samstag, nach unserem Einkauf, lag der übliche Postabholzettel im Briefkasten, wieder hatte uns jemand eine Büchersendung geschickt. Also fuhr ich heute mittag zur Post in die Uhlandstraße und holte das Päckchen ab. Beim Umsteigen von der U 7 auf die U 9 klappte der Anschluß nicht, ich mußte mich nicht beeilen. Eine junge zierliche Chinesin mühte sich mit ihrem großen und schweren Einkaufswagen Stufe für Stufe die Treppe hoch. Männer rannten vorbei, sie helfen selten, auch bei… weiter lesen
07.06.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Christiane Ensslin, Konfirmation März 1954
(aus ›Zieht den Trennungsstrich, jede Minute‹)
Wenn dieses Blog erscheint, sitzen wir im Zug nach Köln, um Christiane zum Geburtstag zu gratulieren. Zum ersten Mal habe ich (JS) von ihr gehört, als sie 1977 für Franz Greno die Korrektur der Druckfahnen von Bernward Vespers ›Reise‹ las, die Greno für MÄRZ herstellte. Etwa zur selben Zeit war Christiane Mitgründerin der EMMA, auf dem ersten Titelblatt schreiten vier Frauen mit entschlossenen Mienen vorwärts:

v.l.n.r.: Christiane Ensslin, Alice Schwarzer, Angelika Wittlich und Sabine Schruff
Heute hört sich das auf der EMMA-Website anders an: »Alice Schwarzer ist Herausgeberin und Gründerin der EMMA.« Kein Wort davon, daß die Zeitschrift ursprünglich ein Kollektivunternehmen war. Drei Jahre nach der Gründung gehörte dann Christiane Ensslin zu den 32 ehemaligen Mitarbeiterinnen der EMMA, die Alice Schwarzer »Respektlosigkeit gegenüber der Arbeit ihrer Kolleginnen, Selbstherrlichkeit und Dogmatismus vorwarfen«. … weiter lesen
14.04.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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Gründonnerstag besuchten wir Freunde und haben uns an einer Mandeltorte von Ikea den Magen verdorben. Danach machten wir, was Atheisten an Feiertagen immer machen sollten: arbeiten. Allerdings schliefen wir aus, drehten unsere Runde im Volkspark, aßen von der Sonne beschienen auf dem Balkon und redigierten dann die neue Folge ›Gemischte Gefühle‹.
Abends saßen wir mit einem Glas Wein auf dem Sofa und lasen, Barbara: Michail Bulgakow, ›Der Meister und Margarita‹, weil es Spaß macht, wie Besdomny und Berlioz dem Teufel erklären, daß es keinen Gott gibt und dann die Antworten des Teufels zu lesen.
Jörg blätterte wie immer zuerst die Tageszeitungen durch, dann las er Volker Brauns Notate ›Es genügt nicht die einfache Wahrheit‹.

Der Pariser Platz mit der Aussicht nach den Linden
Aquarell von Friedrich August Calau
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07.03.2009 von Schröder & Kalender
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Es ist dunkel, wir sehen also nicht, wie der Bär flattert.
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Heute morgen – na, es war später Vormittag, denn wir hatten gesumpft, also gleich nach dem Aufstehen kramten wir in den Taschen nach den Nasenflöten, die uns Christoph Sippel, einer der Musiker, geschenkt hatte. Wir versuchten den Plastikdingern ein paar Töne zu entlocken, gar kein Kinderspiel. Aber schließlich piepste doch ein schiefes ›Hänschen klein‹ aus den Instrumenten.
Im Yorkschlösschen, der berühmten Kreuzberger Institution, gibt es Livemusik: Jazz, Blues, Soul, Dixieland und Funk. Gestern trat hier das ›Original Kreuzberger Nasenflötenorchester‹ auf.
Teaser: NOSE MUSIC BERLIN ein Dokumentarfilm (73 Min.) von Jean-Baptiste Filleau
Wir hatten die Formation – zehn Mannspersonen, ein Gitarrist, aber leider kein Frauenzimmer – schon einmal vor drei Jahren gehört, bei Thomas Kapielskis Ausstellung ›Emolumente‹ im Künstlerhaus Bethanien. Im großen Sendesaal des Künstlerhauses rockten die Nasenflöten, das Vernissagepublikum lächelte etwas gequält, einige lachten ein wenig »hö, hö, hö«. Gestern dagegen rockte auch das Publikum. Auf dem engen Podium, wo schon Jazzlegenden gespielt hatten, zogen die Männer ab und das Publikum sang mit, nicht nur im Geiste, sondern hörbar: »dam dam, da da!«, bei den Nasenflöten darf man das nämlich, was sonst unter Zivilisationsästheten auf strengste Mißbilligung stößt, das Unzulängliche, hier wird’s Ereignis. … weiter lesen
04.02.2009 von Schröder & Kalender
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Es ist dunstig, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Das neue Buch mit Collagen und Gedichten des Universalgenies Werner Büttners ›Lohn des Schweigens‹ hat uns sehr gefallen. In seiner Nachbemerkung schreibt er: »Wir, die wir laut Platon federlos über zwei Beine herrschen, besitzen auch die Fähigkeit, wohltuende Geräusche im lyrischen Rahmen hervorzubringen. Man vermutet, dass diese Fähigkeit aus dem Bestreben entwickelt wurde, sich Balzvorteile zu verschaffen. Früh war einem Teil der Gattung offenbar, dass man die Frauen am besten mit Hilfe ihrer eigenen, meist schönen Ohren zu Fall bringt. In dieser lyrischen Tradition nun bewegen wir uns mit traumwandlerischer Sicherheit, denn sie ist ein weites, zertrampeltes Feld.« Seine Gedichte besingen die Erotica, Dionysiaca und Vanitatia. … weiter lesen