03.07.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.
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Donnerstag, den 30. Juni

Bundesplatz
Heute hatte uns die Arbeit wieder fest im Griff, darunter eine Besprechung mit Carola Deye von Philo Fine Arts wegen unseres März-Buches.

Danach lasen wir einen Schriftsatz zu einem Rechtsfall, der sich anhört wie schlecht erfunden: Unser Vermieter will im August das Dach über unseren Köpfen aufreißen, um neue Fenster einzubauen zu lassen, in unserem einzigen großen Wohnraum. Damit wären 80 % unserer Wohnung mindestens zwei Wochen lang unbewohnbar. Anschließend müssten wir noch einmal 14 Tage lang Bilder, Bücher und Möbel vom Staub befreien. Eine Schikane, die offenbar darauf abzielt, uns zu entnerven und schließlich zu entmieten. Anschließend zahlt der neue Mieter dann 500 Euro mehr. Das macht der nicht mit uns! So trübe sieht es gegenwärtig für Mieter aus: Berlin ist die neue Bonanza für skrupellose Vermieter. Wir werden weiter über den Fall berichten. Denn anders betrachtet, … weiter lesen
02.07.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Arbeitsreiche Wochen liegen hinter uns, in denen wir 16 März-Titel für die Büchse der Pandora vorbereitet, gleichzeitig die neue Folge “Funkloch” hergestellt und ›Immer radikal, niemals konsequent‹ bei Philo Fine Arts fertig gemacht haben. Das Buch über den März Verlag ist schön geworden und wird am 20. Juli ausgeliefert.

Es blieb keine Zeit für Gäste. Wir waren auf Entzug und freuten uns, als Jamal Tuschick seinen Besuch ankündigte.
Montag, den 27. Juni
Abends saßen wir mit Jamal auf der Terrasse, und er berichtete von seinen Projekten. Bei Martin Schmitz erscheint demnächst sein neues Buch aus dem ›Burg‹-Zyklus mit dem kryptischen Titel ›Grobzeug im Rindermix‹. Als Tuschick-Fans ahnen wir: Das gibt wieder eine volle Breitseite auf Frankfurts Äppelwoi-Kultur. Einige Kapitel stehen schon im Netz.

v.l.n.r.: Jamal Tuschick, Barbara Kalender, Jörg Schröder
Dienstag, den 28. Juni
Heute trafen wir uns in Kreuzberg mit Matthias Mergl und Wolfgang Müller im ›Südblock‹, direkt am Kottbusser Tor. Man sitzt dort im … weiter lesen
15.06.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.
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Aus Köln haben wir dieses Foto mitgebracht. An der Kaimauer am Deutzer Ufer steht zu lesen: »Poesie, du alte Hure«, wir weisen damit auf das Poesiefestival, das heute Abend beginnt, hin. Wir allerdings werden ab 20:23 Uhr auf dem Südbalkon die Mondfinsternis beobachten.
(BK / JS)
05.08.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Freitag, den 30. Juli 2010

An meinem Geburtstag machten wir eine ›Sieben Seen‹-Rundfahrt vom Kleinen zum Großen Wannsee. Abends tranken wir eine Flasche ›Montagny 1er cru‹ – herrlich! Nur die Pfaueninsel hätten wir nicht besuchen müssen, Kitsch pur, und man kriegt einen Hass auf die allerhöchsten Herrschaften. Die ›Preussischen Schlösser und Gärten‹ kassieren für den Inselbesuch (ohne Museum) pro Person fünf Euro.
Samstag, den 31. Juli 2010
Der übliche Einkauf am Wochenende, zuerst Lebensmittel, danach gegenüber zu Schlecker, dort wollte ich Tabs für die Geschirrspülmaschine holen, aber die billigen Produkte standen nicht im Regal. Danach fand ich den Küchenkrepp nicht, von der Verkäuferin erfuhr ich, … weiter lesen
20.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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Der Hund unserer Nachbarin ist ein alter schwarzer Mischlingsrüde. Wenn ich ihm begegne, bleibt er stehen und will gestreichelt werden. Nach dem dritten Treffen im Flur fragte ich die Nachbarin, wie der Hund heißt. Da meinte sie: »Gatsby.« Das hat mich erstaunt, aber sie: »Na, Mensch, weil er so groß ist, ›Der große Gabsby‹!«
(BK / JS)
19.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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»Wie herrlich ist es, nichts zu tun und von dem Nichtstun auszuruh’n«, reimte Heinrich Zille. Wir jedoch saßen am Schreibtisch und arbeiteten an unserer Folge, die eigentlich schon fertig sein sollte. Wegen der hohen Temperaturen – Höchstwert war 35,5 Grad auf dem Schreibtisch, Durchschnittswert 32 Grad, abends 29 Grad – hatten wir unseren Rythmus umgestellt und lebten nun wie die Griechen: Aufstehen um fünf und um halb zehn eine Runde im Volkspark, Mittagsschlaf. Dann schwitzten wir bis in die kühleren Abendstunden und arbeiteten an ›Wenn Baby bellt‹.

Leserin im Volkspark
(BK / JS)
18.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Gestern noch Demonstration gegen ›Pro Deutschland‹ um das Schönebergerger Rathaus herum, heute zeigte uns der Chef-Bouquiniste eine neue Rarität aus dem Bereich der künstlich herbeigeführten Alterung, die ›Émile – Zeitschrift für Erziehungskultur, ROST‹, 2. Jahrgang 1 / 1989 in einer rostigen Blechhülle, ungelesen.

Auf dem Nebentisch ein umfangreiches Foto-Erotika-Konvolut eines kürzlich verstorbenen Sammlers. Nicht zu fassen, was Benedikt Taschen und zahlreiche ehrbare Verlage alles zusammengetragen haben – um nicht nur den Umsatz zu heben!
(BK / JS)
17.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Alles, was links ist in Berlin, ca. 35 Parteien und Organisationen – und wir natürlich als Parkflaneure – waren heute auf den Beinen und protestierten gegen den Bundesparteitag der rechten Vereinigung ›Pro Deutschland‹, die nächstes Jahr zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses antreten wird. Dass die im historischen Schöneberger Rathaus tagen dürfen ist grotesk, aber so isses nun mal in der Demokratie.
Die Flohmarkthändler vor dem Rathaus verkauften ungehindert weiter. »Ick muss nachher noch ne Vase für meene Frau koofen«, hörten wir einen der gepanzerten Polizisten sagen, als wir an ihm und seinen martialisch gewandeten Kollegen vorbeigingen.

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16.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.
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Bei den Temperaturen, die gegenwärtig herrschen, denkt man gern an die kühle Briese auf dem Wannsee zurück. Im letzten Jahr hatten Freunde uns zu einem Törn eingeladen, das Schiff trug den schönen Namen ›Omen‹.

v.l.n.r.: Karim, Peter und Heike Oeltze von Lobenthal, Jörg Schröder und der Skipper
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Ich (JS) habe den Törn nur unter der Bedingung mitgemacht, dass ich weder Ruder noch Schoten anfassen muss. Der Grund steht heute in unserer Kolumne in der jungen Welt.

Barbara Kalender steigt an Deck
(BK / JS)
08.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert heute nicht.
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Neulich, während der großen Hitze, hatten wir 35 Grad auf dem Schreibtisch. Da waren uns ›Shakespearean Insult Gums‹ eine große Hilfe – speziell Prinz Heinrichs Ausruf (in der Übersetzung von Schlegel / Tieck):
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