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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Gerhard Zwerenz gehört zu den vitalsten Gestalten in der deutschen Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. »Wie bei Norman Mailer und Henry Miller sind es die Tabus, die sein Interesse wecken: politisches Engagement, das Experimentieren mit den Formen des Trivialromans und immer wieder die Sexualität. Schon lange vor den Achtundsechzigern plädierte Zwerenz in seinem Roman ›Casanova‹ für sexuelle Freizügigkeit von gesellschaftlichen Zwängen und Normen.« (Kindlers Neues Literaturlexikon)
In seinem autobiographischen Roman ›Kopf und Bauch‹ berichtet Zwerenz vom Ausbruch aus den Grenzen seiner Herkunft, seiner Lehre als Kupferschmied, den Erfahrungen aus Krieg und Gefangenschaft und der Begegnung mit seinem ›zweiten Vater‹ Ernst Bloch, bei dem er in Leipzig Philosophie studierte. Der Autor schildert seine rebellische Existenz in der DDR wie auch in der Bundesrepublik als Sozialist und Libertin. »Lebendig, echt und wahr wirken die Menschen, die Zwerenz beschreibt, weil er die Umstände unter denen sie leben und leiden und sterben, mit einer Genauigkeit und Intensität schildert, die in der deutschen Gegenwartsliteratur ihresgleichen suchen.« (Tagesanzeiger, Zürich). Zwerenz Engagement für Freiheit und Sozialismus begann, als er 19 Jahre alt war, er desertierte und wurde zum Antimilitaristen. Es liegt deshalb in der Natur der Sache, daß die Zahl seiner Gegner so groß ist wie die seiner Sympathisanten.
Aus der Fülle der Pressestimmen und Urteile über Gerhard Zwerenz:
»Gerhard Zwerenz ist ein Moralist klassischen Stils. Einer, der es im Westen nicht leicht hat, weil er sich dem Klüngel nicht anschließt, der hier das Wetter macht.« Robert Neumann in seiner Autobiographie ›Vielleicht das Heitere‹, 1968.
»Gerhard Zwerenz ist eine der umstrittensten und streitbarsten Figuren auf der deutschsprachigen Literaturszene, und ›Kopf und Bauch‹ ist ein glänzendes und ärgerliches Buch. Zwerenz hat nie aufgehört, die Intellektuellen zu hassen, obgleich er selbst zu ihnen gehört. Schwierig aufzuzählen, was ›Kopf und Bauch‹ alles ist: autobiographisch, politisch, polemisch, pornographisch, erzählend, quälend, umsichtig, kurzsichtig, und sicherlich eines der am wenigsten rezensierbaren Bücher, spannend und bemerkenswert, ein typischer Zwerenz. Noch nie war er so ausfallend: die ganze Kulturscheiße ist auf 300 Seiten versammelt – und dann rein in die Fresse, jede Seite ein Schlag.« Martin Gregor-Dellin, 1971.
»Verdächtig war Zwerenz mit seinem Widerspruch ohnehin . So viel Bekennermut und Widerspruchsgeist erbitterte die Parteiwächter drüben sogar noch eher als die Scharfmacher hüben.« Alfred Kantorowicz, ›Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt‹, 1975.
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Gerhard Zwerenz, ›Kopf und Bauch. Die Geschichte eines Arbeiters, der unter die Intellektuellen gefallen ist‹. Pappband, 352 Seiten. Neuauflage der Erstausgabe des S. Fischer Verlags (1971) im März Verlag, 2005 (nur noch antiquarisch erhältlich).
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