03.03.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert munter in östlicher Richtung.
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Gestern, ich hatte gerade ein Taschentuch vollgeweint – ich weine gern bei Filmen –, fiel der Strom um 22.20 Uhr aus. Jörg und ich gingen zum Ostbalkon, in Schöneberg war alles dunkel. Wir tasteten uns dann zur Südterrasse, die Wexstraße war ebenfalls bis zum Bundesplatz dunkel. In der Detmolder Straße brannten die Lichter, auch Friedenau und Tempelhof blieben verschont.
Bei Kerzenlicht sprachen wir über Stieg Larssons ›Verblendung‹, dessen Ende wir noch nicht kannten, und entwickelten ein neues Bewertungssystem, statt der Sterne, wollen wir jetzt Taschentücher einführen. Es gibt ja in jedem Film traurige Szenen, dann reicht Jörg mir ein Taschentuch. Um Punkt elf ging das Licht wieder an, und wir sahen den Film zu Ende. Die ›Verblendung‹ bekam von mir zehn Taschentücher.
(BK)
08.01.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
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Blick vom Südbalkon auf den Bundesplatz
Dass unsere Nachbarn ein laxes Verhältnis zur Strassenglätte haben, beweist der Rollerunfall des französischen Kultur- und Kommunikationsminister Frédéric Mitterrand.

Foto: AFP
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Unsere heutige Kolumne in der jungen Welt kündigt ebenfalls von schliddernden Autos in der der Provence, aber auch davon, dass Nichtrauchen manchmal nicht gesund ist.
(BK / JS)
21.07.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert schwach in westlicher Richtung.
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Mittwoch, 15. Juli

Erster Badetag! Wir wollten zum Müggelsee – dem S-Bahn-Desaster trotzen. Abfahrt 10:30 Uhr mit der Ringbahn. Ostkreuz, am Gleis der S3 nach Erkner fuhr uns die Bahn vor der Nase weg – aus Daffke! Jörg beschwerte sich bei der Aufsicht: »Das war eben sehr unhöflich vom Fahrzeugführer, daß er die Türen geschlossen hat, als wir gerade davor stehen.« Der Aufsichtsmann, ein Typ mit blaßblauen Sadistenaugen, triumphierte: »Den Abfahrtsauftrag habe ich persönlich gegeben! Wenn Sie oben auf Mitte ausgestiegen wären, hätten Sie den Zug unten noch erreicht.« Wir warteten zwanzig Minuten auf die nächste S-Bahn und trösteten uns damit, daß solche Arschlöcher von gemeinen S-Bahn-Aufsichtsleuten demnächst von Kameras und Monitoren ersetzt werden.
Im Zug saß uns ein fünfzigjähriges Lehrerpärchen gegenüber. Sie redeten geschwollen über ein Biologieprojekt und wie sie die Bildunterschriften für Tiere und Pflanzen anlegen sollen: »Mit PC-geschriebene Schildchen«, meinte er. »Mit dem Kugelschreiber«, widersprach die Lehrerin affektiert, »das hat mehr Seele.« … weiter lesen
20.07.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Dienstag, 14. Juli

Großeinkauf beim griechischen Großhandel in der Badenschen Straße: ein Kanister Olivenöl, ein paar Flaschen Wein, Tiefkühlfisch, Pinienkerne, Mokka, u.v.a. Zurück durch den Volkspark.
Kaum sind wir zu Hause klingelt das Telefon. Horst Tomayer, der 297km-Mann ist aus Hamburg nach Berlin geradelt – wie jedes Jahr im Sommer. Er sitzt bereits im obligatorischen Gasthaus ›Nußbaum‹ am Bundesplatz bei einem Krušovice. Wir ziehen schnell nach mit fünf Bieren, die an diesem heißen Tag zischen wie nix.

»Und wieder wird ees im Nussbaumgärtlein eine Konferenz, wie Versailles, wie Jalta, wie Potstamtaram und Bretton Woods gerne eine gewesen wäären, eine Konferenz, bei welcher sich nicht nur die Urständ fröhlichst gaaben, sondern auch die Schnaken und Schnurren null Motiv zum jammern oder klagen hatten, wa!«, so Horst Tomayers Resümee dieser Jahrestagsbegegnung. Horst hatte von seiner Fahrt von Hamburg nach Berlin einen Sommersteinpilz und einen Zweig Kirschen mitgebracht. … weiter lesen
20.01.2009 von Schröder & Kalender
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Es ist dunkel, wir sehen also nicht, wie der Bär flattert.
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Gestern und heute haben wir unsere neue Folge ›Traurige Tulpen‹ ausgeliefert. Zum Versandritual gehört inzwischen der dreimalige fünfminütige Weg zur Post über den Bundesplatz.

Streng nach Vorschrift wird … weiter lesen
21.07.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in östlicher Richtung.
Gestern war Victor zu Besuch. Nach dem Essen und den guten Weinen, die er immer mitbringt, wollten wir uns die Beine vertreten und einen Espresso trinken. Nun wissen wir ja, daß Victor, der Zivilisationsästhet, bei sich zu Hause in der Bleibtreustraße Espressi kocht, daß die Gullydeckel dampfen, natürlich mit der besten Hard- und Software aus den vier magischen Ms: Mischung, Mühle, Maschine, Mensch. Seine Lieblingsmischung kommt von Hausbrandt aus Triest, die hat ein leicht schokoladiges Aroma und entwickelt eine anhaltende und füllige Crema. Es war also schon etwas leichtfertig diesem Connaisseur vorzuschlagen: »Schräg gegenüber am Bundesplatz ist doch ein Italiener.« Wir gingen über den Damm, nahmen Platz. Die Espressi kamen, das heißt, es waren keine, sondern Lorke. … weiter lesen