Posts Tagged ‘Geschichte der O’

30.01.2009 von Schröder & Kalender
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Kleine Wertsachen

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert heute nicht.

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Falsch! Nicht alles hängt mit allem zusammen, aber vieles scheinbar Disparates eben doch. Was Friede Springer mit der ›Geschichte der O‹ zu tun hat und Johann Gottfried Herders ›Ideeen zur Philosphie der Geschichte der Menschheit‹ mit einem Safe für kleine Wertsachen, steht heute in unserer Kolumne in der jungen Welt.

(BK / JS)

26.08.2006 von Schröder & Kalender
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Geschichte der O · La seconde fois

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert heute mittag in östlicher Richtung.

Wie sich die Zeiten wandeln! Die Zeitschrift BuchMarkt berichtet über unsere Blog-Serie The Making of Pornography und über ein gemeinsames Sommerprojekt von Bertelsmanns Verlagsgruppe Random House und BILD: Die BILD-Erotik-Bibliothek, welche neun Pornos enthalten soll. Darunter auch die Geschichte der O. Da werden bestimmt Liz Mohn und Friede Springer vor Entrüstung die Hände über dem Kopf zusammenschlagen!

(BK / JS)

28.07.2006 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography (3)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert heftig in nordwestlicher Richtung.

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Und so geht’s weiter mit der Erfindung meiner deutschen Sektion der Olympia Press: Im Jahre 1968 verlegte ich bei Melzer achtunddreißig Neuerscheinungen, dazu die abschließenden Bände vier und fünf der Börne-Ausgabe, deren Herstellung soviel kostete wie sechs normale Titel. Das Programm hatte das Format eines Big Players und nicht das eines mittleren Verlages. Dank der ›Geschichte der O‹ boomte der Umsatz, aber die Kosten explodierten ebenfalls. Im November wurde das Buch von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert. Ich frage mich übrigens, wie ›Bild‹ und Random House die ›Geschichte der O‹ jetzt in der ›Bild-Erotik-Bibliothek‹ verkaufen wollen. Unter dem Ladentisch? Denn soviel ich weiß, ist die Indizierung niemals aufgehoben worden. Lediglich die Strafsache gegen mich wurde von der Staatsanwaltschaft Darmstadt nach dem Gutachten von Inge und Walter Jens niedergeschlagen.

Jedenfalls ließ der Absatz Ende 1968 erheblich nach, weil die ›O‹ nur noch unter dem Ladentisch verkauft werden durfte. So stand es damals mit der Pornographie: Manchmal erschien ein Erotikon bei Desch, Gala, Hieronimi oder eben Melzer, und spätestens nach einem halben Jahr war es durch Indizierung weg aus dem Buchhandelsfenster. Man konnte es dann nur noch auf Anfrage und gegen Revers erstehen. Ich aber hatte mir nun in den Kopf gesetzt, Pornographie auf breiter Front durchzusetzen. … weiter lesen

26.07.2006 von Schröder & Kalender
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Geschichte der O · La seconde fois

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert heute mittag in östlicher Richtung.

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Wie sich die Zeiten wandeln! Die Zeitschrift BuchMarkt berichtet über unsere Blog-Serie The Making of Pornography und über ein gemeinsames Sommerprojekt von Bertelsmanns Verlagsgruppe Random House und BILD: Die BILD-Erotik-Bibliothek, welche neun Pornos enthalten soll. Darunter auch die Geschichte der O . Da werden bestimmt Liz Mohn und Friede Springer vor Entrüstung die Hände über dem Kopf zusammenschlagen! (BK / JS)

25.07.2006 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography (2)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.

Und so geht’s weiter mit dem Erscheinen der Geschichte der O: Es nahte der März – nicht der März Verlag, sondern der Monat März des Jahres 1967 –, der Erscheinungstermin der ›Geschichte der O‹ stand bevor. Selbstverständlich hatte ich den ›Spiegel‹ informiert und Ende Februar die Fahnen dorthin geschickt. Ich weiß nicht mehr, wer aus der Kulturredaktion die Seite schrieb, damals interessierte mich das noch nicht. Undankbar! Denn dieser Besprechung mit der Überschrift »Pornographie – O là là« verdanke ich schließlich den Beginn meiner Karriere als Verleger.

Ich erzählte dem ›Spiegel‹-Redakteur, daß die Auflage zwanzigtausend betrage, das machte man schon damals so. Tatsächlich wurden zehntausend Exemplare gedruckt und davon nur fünftausend aufgebunden. Das Buch war schön in Blei gesetzt, Fadenheftung, damals Selbstverständlichkeiten, über die kein Wort verloren wurde. Edel war der Einband, rubinrotes Feinleinen, ein schönes Material mit mattseidenem Glanz. Und weil ich wollte, daß dieses Erotikon schon in seinem Äußeren außergewöhnlich daherkam, besorgte ich mir von Drissler in Frankfurt, einem Spezialisten für Japanpapiere, ein Bütten aus Pflanzenfasern. Die Hauptfarben dieses zarten Materials sind Gelb und Grün in diversen Abstufungen, darin schimmern rötliche Fasern. Da das Papier aus einer bunten Masse geschöpft wird, gibt es von der ersten Ausgabe der ›Geschichte der O‹ keinen Umschlag, der aussieht wie der andere, jeder ist ein Unikat. … weiter lesen

22.07.2006 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography (1)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.

In letzter Zeit sind die FAQs: »Du hast doch bei Olympia Press Ende der Sechziger die ersten pornographischen Bücher und Filme für den freien Markt gemacht. Wie fing das an? Warum, wieso, weshalb?« Diese Fragen werde ich in loser Folge beantworten, unter dem geflügelten Titel: Making of Pornography. (JS)

Und so ging’s 1966 los mit den deutschen Verlagsrechten an der Geschichte der O: Inzwischen hatte ich Jack Kerouacs bedeutendstes Buch seit ›On The Road‹ gekauft, das er 1950 begann und 1961 abschloß. ›Desolation Angels‹ erschien in den USA erst 1964, ein Schlüsselroman der Beatgeneration, der deutsche Titel: ›Engel, Kif und neue Länder‹. Weiterhin sollten herauskommen: die Erzählungen des Niederländers Esteban López: ›Wie Bruder und Schwester‹, ein zweites Buch von Leroi Jones: ›Ausweg in den Haß‹, die Provo-Erlebnisse des Hans Tuynman, ja und eben ein Buch, ohne das es den Melzer Verlag trotz aller Achtungserfolge bald nicht mehr gegeben hätte und folglich auch nicht den März Verlag: die ›Geschichte der O‹. In der ›New York Times Book Review‹ las ich Susan Sontags Aufsatz, sie erzählte … weiter lesen