12.07.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert schwach in westlicher Richtung.
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Sonntag, den 10. Juli
Lange geschlafen, ausgiebig auf der Terrasse gefrühstückt, danach unseren Freund H.P. Daniels im Volkspark getroffen, er fuhr seinen Sohn spazieren. Wir gingen mal wieder auf den Flohmarkt und durchsuchten die Bananenkisten, waren aber spät dran, der Händler rief schon seinen Anreißer: »Jedes Buch fünfzig Cent! Fünf bezahlen und sechs schleppen!« Als wir die 2,50 € bezahlten, gab er uns den guten Wunsch auf den Weg: »Bleiben Sie gesund, ich brauche jeden Kunden.«
Montag, den 11. Juli

Endlich unser Buch ist fertig!
Es wird wieder heiß unterm Dach, doch trotz des schönen Wetters sitzen wir am Schreibtisch. Jörg telefonierte mit März-Autoren. Barbara schrieb alle an, die bis 1992 ›NachMärz‹ bei uns bestellt hatten. Diese Bibliographie ist nicht erschienen, weil wir mit ›Schröder erzählt‹ ausgelastet waren. Jetzt haben wir allen Bestellern mitgeteilt, dass das Buch nun in veränderter Form bei Philo Fine Arts erscheint und die erste vollständige und verlässliche März-Bibliografie enthält, außerdem eine Bildergalerie der Cover sämtlicher Erstausgaben. Wir amüsierten uns, weil wir uns das Erstaunen der Buchhändler, Bibliothekare und Privatbesteller vorstellten, die einen Brief erhielten, in dem ein zwanzig Jahre altes Bestelldatum steht.
Dienstag, den 12. Juli
Horst Tomayer kam wie jedes Jahr mit dem Fahrrad von Hamburg nach Berlin (297 km). Als Gastgeschenk brachte er … weiter lesen
19.02.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert schwach in westlicher Richtung.
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Aus Horst Tomayers Lamento ›Vom armen H.T.‹, dem Augsburger Bischof Mixa ins Brevier geschrieben:
»Heimatlos bin ich aufgewachsen in der Fremde, in Bayern,
einem mich fremder als Katastrofien oder Kataklysmanien dünkenden Land
In meinen sudetendeutschen Hals wurde eine fremde Sprache eingepflanzt
Und im Schlitz der sommers wie winters kurzen Hose spürte der junge Heimatvertriebene beim abendlichen Einholen der karitativen Klostersuppe (im zerbeulten Alukrüglein) ein ums andere Mal
Eines schwäbelnden Franziskanerordensbruders zärtlich zupackende Hand.«
Worüber Horst Tomayer hier schreibt, das dürfte sich 1948 in Wildenroth (Oberbayern) zugetragen haben. Könnte es also nicht eher sein, dass die zupackende Hand dieses Franziskaners, den Hotte zu einem der ganz großen 68er-Dichter geformt hat?
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In unserer heutigen Kolumne in der jungen Welt geht es um frühe Lichter- und Menschenketten gegen Neonazis und Fremdenfeindlichkeit, ebenfalls in Bayerisch-Schwaben.
(HT / BK / JS)
20.07.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Dienstag, 14. Juli

Großeinkauf beim griechischen Großhandel in der Badenschen Straße: ein Kanister Olivenöl, ein paar Flaschen Wein, Tiefkühlfisch, Pinienkerne, Mokka, u.v.a. Zurück durch den Volkspark.
Kaum sind wir zu Hause klingelt das Telefon. Horst Tomayer, der 297km-Mann ist aus Hamburg nach Berlin geradelt – wie jedes Jahr im Sommer. Er sitzt bereits im obligatorischen Gasthaus ›Nußbaum‹ am Bundesplatz bei einem Krušovice. Wir ziehen schnell nach mit fünf Bieren, die an diesem heißen Tag zischen wie nix.

»Und wieder wird ees im Nussbaumgärtlein eine Konferenz, wie Versailles, wie Jalta, wie Potstamtaram und Bretton Woods gerne eine gewesen wäären, eine Konferenz, bei welcher sich nicht nur die Urständ fröhlichst gaaben, sondern auch die Schnaken und Schnurren null Motiv zum jammern oder klagen hatten, wa!«, so Horst Tomayers Resümee dieser Jahrestagsbegegnung. Horst hatte von seiner Fahrt von Hamburg nach Berlin einen Sommersteinpilz und einen Zweig Kirschen mitgebracht. … weiter lesen
23.01.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert munter in nördlicher Richtung.
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Soeben ging ein Fax ein von Horst Tomayer, dem Dichter, Schauspieler, ›konkret‹-Kolumnisten und Betriebsprüfer, welches wir hier stolzestens wiedergeben:

(HT / BK / JS)
19.06.2008 von Schröder & Kalender
Es ist dunkel, wir sehen also nicht, wie der Bär flattert.

(Horst Tomayer)
07.09.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
Jetzt kämpfen sie auch im Volkspark Schöneberg, die Nachfahren der mittelalterlichen Ritter mit Helm, Schwert, Schild und in Kostümen wie bei den Festspielen der Brauerei Kaltenberg. Neuerdings lassen sich auch Zopfträgerinnen im Schwertkampf ausbilden. Man traut sich kaum hinzusehen, so linkisch fuchteln die Mädchen mit den Schwertern herum unter den strengen Blicken ihrer Ritter. Gibt es eigentlich kein Gesetz gegen geistige und körperliche Selbstverstümmelung?
Das fragt sich auch unseres Freundes Horst Tomayer: »Les grad S. 12 (FAS) eps über ›Knieen für die Erleuchtung‹ wo als Ritter kostümierte Deppen in der Kirche zu Dahlewitz (woo is das denn, liebe FAS?!) eine Nacht lang durchwacht ham a) im Stehen, b) im Knieen, c) im ›auf den Fersen sitzend‹. Vor Icks-Monaten habe ich den Opus/Dei-Bruder Sowieso in Münster/W’falen gebeten, mir das Bußband vom Opus zuzusenden samt Rechnung. Aber der Hundling hat gradma zweima angerufen und mich vertröstet… weiter lesen
06.08.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in südlicher Richtung.
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Heute morgen erhielten wir ein Fax von unserem Freund Horst Tomayer, welches ein Gedicht enthielt, dessen Inhalt wir jahreszeitenbedingt zur Nachahmung empfehlen möchten:
»Sis gradma siebene und ich hab 1 Wespe mit ner Kaffeetasse und einer Fotografie gefangen, zum Freilassen nach draußen. Früahraz hädis daschlagn, aber mit 68 …
Rede an den Weps
O Weps, i muaß di fanga
I konn di net daschlagn
I muaß di inara Tassn
Auf den Balkong naustragn
I muaß di außa lassen
Grad wia a Schoas juchhee
Auf dißße Weise trotzend
Dem Wepsdoodschlagklischee
Frollein, ich hätt gern nochn Heineken. Lieben Dank!
Küßßeken Dir Bärbl und Jörgl Eia TomEia«
(HT / BK / JS)
04.07.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert schwach in nordwestlicher Richtung.
Gestern war Tomayer-Tag. Erst kam mit der Post ein Irrläufer von Ernst Volland an Horst, weil Ernst einen Briefumschlag von uns für die Sendung an Horst benutzt hatte. Dann stand Tomayer plötzlich in persona vor der Tür, weil er mal eben die 293 km bei 29,3 Grad von Hamburg nach Berlin geradelt war – in 16 Stunden. Wir tranken am Bundesplatz mit Ernst und Horst ein paar Krušovice Lager hell und redeten mit dem großen Dichter Tomayer über den großen toten Dichter Gernhardt. Besser kann man seine Zeit nicht verbringen.
(BK / JS)
25.06.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert schwach in nordwestlicher Richtung.
Es muß mal gesagt werden und besser als Hotte Tomayer in einem seiner berühmten wundersamen Faxe, welches uns soeben erreichte, kann man es nicht sagen:
Der Alkohol löst die Zunge
Und die Fesseln der Scham je nachdem
Doch nie wird der Alkohol lösen
Das Alkoholproblem
(HT/BK/JS)