Posts Tagged ‘Jörg Schröder’

29.08.2009 von Schröder & Kalender
blogavatar

Mammut

von Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in östlicher Richtung.
***
Zum 15jährigen Bestehen von März erschien ›März-Mammut‹. Titel und Themen: Initiation, Vanille, Rote Horizonte, Tiere, Schulkampf, Kernzonen, Kindheiten, Mlle. Brigitte Bardot, Aggression und Widerstand, Hamlet-Chiffren, Schwarze Musik, Gewissensbisse, Wirte und Parasiten, Gott als Frau, Existenzfeste, Terror, Opfer, Rausch, Blutsterne, vom Spiralismus zum Neo-Banalismus, Taubnesseln, Postmoderne, Kokain und Mutterrecht, Joviale Russen, Eingemachtes u.v.a.

Aus einer ganzseitigen Besprechung des ›März-Mammut. März-Texte 1 & 2‹ von Mathias Bröckers am 24. Mai 1984 in der tageszeitung:

»Dies ist kein Verlagsalmanach im herkömmlichen Sinne – wie etwa der ebenfalls gerade erschienene Sampler aus 1001 Suhrkamp-Nächten –, sondern eine sehr märzwürdige Geisterstunde, deren kryptische Dramaturgie durch graphische Hervorhebungen im Anmerkungsapparat nur sehr vage angedeutet wird: INITIATION, ANIMALITE, KINDHEIT, FRAUENBILDER, HAMLET, WIRTE, PARASITEN, TERROR, OPFER, RAUSCH, SPIRALISMUS und NEOBANALISMUS ziehen ihre Kreise … Vielen Texten, die im Mammut veröffentlicht sind, merkt man alles Mögliche an, nur nicht den Muff der Archive: Marc Adrians Textmontage ›das mammut‹ (1954) gereichte heute noch jedem Junglyriker zu Villa-Massimo-Ehren, Leslie Fiedlers Aufsatz ›Über die Postmoderne‹ (1969) wäre auch 1990 noch ein Wagnis fürs FAZ-Feuilleton und Hertha von Dechends und Giorgio de Santillanas kosmische Hamlet-Interpretation fördert mehr über den Mythos zutage, als all die wabernden Mythos-Symposianten auf Kreta zusammen …

Man könnte jetzt noch auf die kulturhistorische Relevanz dieser 15-jährigen Verlagsgeschichte abheben, auf die Bedeutung des Mammut als Dokumentation, auf Shit, Schah, Che, Politik und Porno, Sucht und Ordnung, auf Weltgeist und Provinzmuff, auf den sensationellen Preis dieses Buches, oder darauf, daß in dieser dicken Wundertüte jede(r) fündig werden kann, vorallem wenn es ihm oder ihr beim Lesen weniger um Betoffenheit als um Befremden geht (›Eine Sichtweise, die nicht befremdet, ist falsch.‹ Paul Valery), oder darauf, daß diese Rezension zurecht aus Lob und Hudel besteht, weil eine angemessene Würdigung mindestens fünf Zeitungsseiten füllen würde, daß man sich beeilen muß, um die Jubiläumsausgabe (für 29,80 DM) zu ergattern, weil sie beim Verlag schon vergriffen ist, daß aber auch 35 Mark für die nächste Auflage nicht zu teuer sind, denn schließlich braucht man sich in diesem Jahr dann kein Buch mehr zu kaufen, und überhaupt …«


›März Mammut. März-Texte 1 & 2. 1969 bis 1984‹. Herausgegeben von Jörg Schröder. Leinen, 1.276 Seiten mit zahlreichen Illustrationen, März Verlag, 1984.
… weiter lesen

23.08.2009 von Schröder & Kalender
blogavatar

März-Texte

von Schröder & Kalender

***

Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.

***

Aus einer ganzseitigen Besprechung des ›März-Mammut. März-Texte 1 & 2‹ von Mathias Bröckers am 24. Mai 1984 in der tageszeitung:

»Was man damals unter progressiver Literatur (die ja so heute niemand mehr in den Mund nimmt) verstand, ist auf den ersten 320 Seiten des Mammut-Bands nachzulesen. Dort sind die ›März-Texte 1‹ wieder abgedruckt, neben ›ACID. Neue amerikanische Szene‹ einer der Pilot-Titel des jungen Verlags. Mit Texten ›junger deutscher Autoren wie P.O. Chotjewitz, R. D. Brinkmann, Uwe Schmidt, Bazon Brock u. a.‹ und Beispielen der ›neuen Sensibilität im anglo-amerikanischen Bereich‹ (Mary Beach, J.G. Ballard, Leroi Jones u. a.); Cut-up-Prosa findet sich neben Analysen der spanischen Revolution, erotische Schlüpfrigkeiten neben dem griechischen Bürgerkrieg, Avantgarde-Lyrik neben einer Zerstörungsanleitung des US-Panzers M-103.  Die Sprache, mit der man sich damals bewaffnete, wenn’s ernst, wenn’s politisch wurde, erzeugt heute das selbe nostalgische Grinsen wie der Anblick dieses alten Ami-Tanks bei einem Leopard-II-Piloten – ›Tatsächlich aber hoffte ein Großteil politisch bewußt agierender Gruppen, durch Verweigerung der Teilnahme Veränderung erzwingen zu können. Die Strategie der affirmativen Praxis ist geeignet, unter gegebenen historischen Bedingungen auch die Verweigerungsstrategie als Resultat klassischer konkreter Negation objektiv zu überwinden.‹ (B. Brock: ›Was wird – zur Revolution des Ja‹) – womit nicht gesagt sein soll, daß die heutigen Wortkanonen besser und so präzise ballern wie angeblich dieser Superpanzer.«

***

›März-Texte 1‹. Herausgegeben von Jörg Schröder. Engl. Brosch., 318 Seiten mit zahlreichen Illustrationen, März Verlag, 1969.
… weiter lesen

06.06.2009 von Schröder & Kalender
blogavatar

Das Kind. Die Bildung. Die Revolte (1)

von Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in östlicher Richtung.
***

In Frankreich erschienen die Werke von Jules Vallès in der Bibliothèque de la Pléiade, in Deutschland war der Autor eines der großen autobiographischen Romane der Weltliteratur, ebenso bedeutend wie Gorkis oder Strindbergs Lebensgeschichte, nur wenigen Literaturwissenschaftlern bekannt. Aus diesem Grunde gab Jörg Schröder 1979 eine neue Übersetzung in  Auftrag.

Jules Vallès schrieb über sich und sein Werk: »Ich habe nicht analysiert, wie das auf der Sorbonne gelehrt wird, ob meine Prosa Pascal oder Marmontel oder Juvenal oder Saint-Simon oder Saint-Beuve ähnelt. Ich beachte weder die Zeitenfolge mit aller Korrektheit, noch fürchte ich mich vor Neubildungen. Überdies pfeife ich großzügig auf jegliche akademische Ordnung in der Anwendung von Gleichnissen. Ich packe Fetzen meines Lebens und nähe sie mit dem Anderer zusammen. Wenn ich Lust habe, so lache ich, wenn demütige Erinnerungen mir durch Mark und Bein fahren, so knirsche ich mit den Zähnen.«

***


Jules Vallès, ›Jacques Vingtras. Das Kind / Die Bildung / Die Revolte‹. Originaltitel: Jacques Vingtras. L’Enfant / Le Bachelier / L’Insurgé‹ Aus dem Französischen und mit einem  Nachwort von Christa Hunscha.  Leinen, 952 Seiten. März Verlag, 1979 (nur noch antiquarisch erhältlich).

*** … weiter lesen

18.03.2009 von Schröder & Kalender
blogavatar

MÄRZ wird 40

von Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in südlicher Richtung.
***

Jörg Schröder, gestern auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor

***

Am 18. März 1969 wurde der März Verlag in Darmstadt gegründet. Das Gründungsdatum fiel zufällig auf den 18. März, den Tag des Aufstands im Jahr 1848. Auf Barrikaden und in den Straßen kämpften die Revolutionäre gegen die preußischen Truppen, 270 Märzgefallene wurden auf dem Friedhof in Friedrichshain begraben.

***

Straßenkampfszene am 18. / 19. März 1848 in Berlin mit der deutschen Trikolore auf den Barrikaden. Kolorierter Stich nach einer Zeichnung von J. Kirchhoff

***

Die Datumsgleichheit der Neugründung mit der Märzrevolution war zufällig, der Name des Verlags nicht, Logo und Verlagsgesicht entwarf Jörg Schröder, es war Dada und Vormärz zugleich.

… weiter lesen

09.03.2009 von Schröder & Kalender
blogavatar

Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer (2)

von Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.

***

Valerie Solanas

***
Mit einigen anderen Titeln der Olympia Press New York schickte mir Maurice Girodias 1969 das Manuskript der ›Society For Cutting Up Men‹ von Valerie Solanas. Eine paranoide, surrealistische Theorie, also innerhalb des Wahnsystems schlüssig. Ich antwortete ihm umgehend: »Machen wir!« Maurice hatte Valeries Manifest im Jahr 1968 – gleich nach dem Warhol-Attentat – veröffentlicht. Er zahlte Valerie ein Pauschalhonorar von 500 Dollar, ich überwies ihm für die deutschen Rechte ein flat fee von 1000 Dollar.

Die deutsche Übersetzung erschien 1969 bei März mit einem Nachwort des ›Arbeitskreises Frauenemanzipation‹, dem auch einige Frauen des ›Weiberrats der Gruppe Frankfurt‹ angehörten. Von dieser Gruppe stammt der ›Rechenschaftsbericht‹ mit den komischen abgehackten Pimmeln der Genossen Schauer, Gäng, Kunzelmann, Krahl und Rabehl, wie Jagdtrophäen an der Wand aufgereiht. Auf der Rückseite des Flugblatts outeten die Frauen fünfzig weitere SDS-Schwanzträger mit einem Solanasnahen Text, dessen Schlußzeile lautete: »Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!« Mir konnte ja in dieser Richtung nichts passieren, weil Valerie mich zum »contact man of the mob« ernannt hatte. Damit gehörte ich zu den wenigen Männern, die der Vernichtung durch die Frauen entgehen sollen, per Gnadenerlaß der Anführerin der Society For Cutting Up Men.

Als Valerie Solanas gefragt wurde, warum sie auf Andy Warhol geschossen habe, antwortete sie: »Ich habe eine Menge schwerwiegender Gründe, lesen Sie mein Manifest und Sie wissen, wer ich bin.«

Valerie Solana – das s am Ende ihres Namens fügte sie später hinzu – wurde 1936 in Atlantic City, New Jersey geboren. Sie wuchs in desolaten Familienverhältnissen auf, die Mutter war Trinkerin und gewalttätig, der Vater quälte sie mit sexuellen Übergriffen. Mit 13 kam Valerie in ein Mädcheninternat für straffällige Jugendliche und legte später im Fach Psychologie ein Examen an der University of Maryland ab.

In New York begann Valerie Solanas zu schreiben, darunter ein Theaterstück ›Up Your Ass‹, das sie Andy Warhol gab, und das ›S.C.U.M.-Manifesto‹. Ihr Manifest verkaufte sie hektographiert in den Cafés von Greenwich Village. Zuweilen schlug sie sich auch mit Prostitution durch.

1968 hatte Valerie Solanas eine kleine Nebenrolle in dem Andy Warhol Film ›I A Man‹ für ein Honorar von 25 Dollar. Vorher hatte Andy Warhol ihr gestanden, daß irgend jemand in der Factory das einzige Manuskript ihres Theaterstücks  ›Up Your Ass‹ weggeworfen habe. Ein Jahr später zog Valerie Solanas eine 32er Beretta Automatik und schoß auf Andy Warhol. Dem Polizisten, der sie festnahm, sagte sie: »Er hatte zu viel Kontrolle über mein Leben.«

Im ›März-Mammut. März Texte 1 & 2‹ haben wir Andy Warhols Bericht ›Nachdem sie mich niedergeschossen hatte, drehte sich Valerie um und schoß auf Mario Amaya‹ veröffentlicht.

… weiter lesen

08.02.2009 von Schröder & Kalender
blogavatar

Schläfer erwacht

von Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in östlicher Richtung.

***

›Schläfer erwacht‹ wird von Kennern der angloamerikanischen Literatur der gleiche Rang beigemessen wie der ›Ulysses‹ von James Joyce. Tatsächlich hat Kenneth Patchen unter Einbeziehung aller stilistischen und formalen Anklänge von Mallarmé über Proust, Joyce und Musil bis hin zur konkreten Poesie der Gegenwart die artistische Inhaltslosigkeit der zeitgenössischen Dichtung überschritten – das Extra-Artistische wird zur gestalteten Aussage des totalen Kunstwerkes mit gesellschaftlicher Funktion.

Kenneth Patchen ›Schläfer erwacht‹. Aus dem Amerikanischen von Marc Adrian. Typographische Adaption für die deutsche Ausgabe: Jörg Schröder. 436 Seiten, März Verlag 1983 (nur noch antiquarisch erhältlich).
***

›Schläfer erwacht‹ ist ein Kampf des einzelnen gegen Denkschemen, auch gegen kollektive Erlösung, sei es durch Induktion des Denkens von oben oder außen, sei es durch Repetition vorhandener oder durch andere erzeugte Erlösungsrezepte. Die totale Selbstverantwortlichkeit jeder Handlung, ja das Fragwürdige des Handelns überhaupt, welches ja fast unvermeidlich ein Handeln für andere wird, die simple Frage nach dem persönlichen Glück – das alles ist für Patchen … weiter lesen

23.10.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

Immer radikal, niemals konsequent!

von Schröder & Kalender

***

Es ist dunkel, wir sehen also nicht, wie der Bär flattert.
***

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag, lieber Jörg. Bleibe Deinem Wahlspruch treu: Immer radikal, niemals konsequent!

Feiern möchte der Jubilar nicht. Das wäre im übrigen auch gar nicht möglich, denn er hat eine Erkältung von der Buchmesse mitgebracht. Da und dort wird es Elogen geben, z. B. in der taz von Mathias Bröckers, Tagesspiegel, FAZ von Jan-Frederik Bandel, in der Süddeutschen Zeitung von Alex Rühle, in Spex von Wolfgang Müller, im von H.P. Daniels und in der jungen Welt von Jamal Tuschik (Fortsetzung am Samstag). Christian von Zittwitz hat im BuchMarkt gratuliert.
Radio Z  bringt heute im ›magazin stoffwechsel‹ zwischen 16 und 18 Uhr einen Beitrag von Bernd Distler und Hans Plesch.

Ad multos annos
Deine Barbara

***
Und vergeßt nicht unsere Kolumne heute in der jungen Welt:

Ein vornehmer Schnorrer

Von fliegenden Kasselerknochen

Heureka! Nach einer langen juristischen Auseinandersetzung mit dem Vertrieb Zweitausendeins hatten wir alle März-Rechte wieder und konnten nun mit Mail Order Kaiser über eine Kooperation nachdenken. Um darüber zu sprechen, kamen im Mai 1982 Hans-Jürgen Kaiser und sein Verkaufsleiter Wolfgang Melzer mit dem roten Porsche aus München in den Vogelsberg. Kaiser trug wie immer eine bayerische Trachtenjacke, obwohl er ein Württemberger Schwabe ist, Melzer war in Zivil. Barbara hatte Kasseler in Fulda gekauft, der Metzgerladen war berühmt für seine Qualität, aber auch teuer. Das mußte so sein, Metzger und Köche können nicht zaubern, gutes Material kostet eben. Für den Besuch gab es ein großes Stück, das gerade so in die Röhre paßte und mit knuspriger Fettschicht herauskam, dazu Sauerkraut in Wein geschmort und Kartoffelpüree. Kaiser und Melzer aßen heißhungrig, neben ihnen bettelte Marron, unser französischer Vorstehhund aus den Pyrenäen. Er war uns im Urlaub zugelaufen, ein Jagdhund, man hätte ihn also perfekt erziehen können, aber meine Mutter machte alle Dressurversuche zunichte. So war der Hund eben perfekt verzogen, bettelte aber stilvoll und steinerweichend. … weiter lesen

19.10.2008 von Schröder & Kalender
blogavatar

Die Reise in Erlangen

von Schröder & Kalender

***

Wir sehen nicht, wie der Bär flattert, wir sind in Erlangen

***

Heute fahren wir nach Erlangen, dort findet um 16 Uhr im ›Blauen Salon‹ ein Gespräch über Bernward Vesper und die 68er statt: ›Die Reise – Psychogramm einer Generation?‹ mit Jörg Schröder (Herausgeber und Verleger der ›Reise‹) und Andres Veiel (Autor und Regisseur). Moderation Prof. Dr. Michael von Engelhardt.

Anlaß zu dieser Diskussion ist die Uraufführung der ›Reise‹. Der Autor und Regisseur Marc Pommerening hat aus dem Roman für das theater erlangen eine Theaterfassung collagiert.

***

Seine Biografie macht Bernward Vesper zu einem typischen Repräsentanten der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: Er war der Sohn des Schriftstellers Will Vesper, der den Nationalsozialismus verherrlichte, lebte von 1963 bis 1967 mit Gudrun Ensslin, die ihn verließ und mit Andreas Baader in den Untergrund ging.

1969 begann Bernward Vesper seinen autobiographischen Romanessay ›Die Reise‹ zu schreiben. Er entstand,… weiter lesen

05.11.2006 von Schröder & Kalender
blogavatar

Gottfried Keller, ›Der grüne Heinrich‹ in Berlin

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert heftig in östlicher Richtung.

Eigentlich – wenn ein Satz so anfängt, ist immer Gefahr im Verzuge –, eigentlich hatten wir uns schon vorige Woche entschlossen, nur noch zum Einkaufen vor die Tür zu gehen, bis die große Arbeit getan ist. Wir müssen nämlich die letzten Jahre (Manuskripte, Briefe, Materialien) in die grauen Mappen der Handschriftenabteilung betten, und diese noch in diesem Jahr ins Deutsche Literaturarchiv in Marbach einliefern. So ist es vereinbart.

Und wir müssen baldmöglichst einen Text für die Anthologie ›Schicht! – Reportagen aus der Endzeit‹ abliefern, die Johannes Ullmaier in der edition suhrkamp herausgibt. Außerdem müssen wir ›Guru mit Gänsen‹ (die nächste Folge von ›Schröder erzählt‹) vorbereiten, davon ist erst der Rohtext fertig.

Jedoch, der Weg zur Hölle ist mit interessanten Veranstaltungen gepflastert, und wir ließen uns verführen: Am 1. November stellte der Stroemfeld Verlag und der Verlag Neue… weiter lesen

15.09.2006 von Schröder & Kalender
blogavatar

250. Geburtstag von Karl Philipp Moritz

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert heftig in nordwestlicher Richtung.

E-Mail von Manuel Hessling:
»Lieber Jörg, liebe Barbara! Kein Kommentar, sondern ein Hinweis. Heute feiern wir – nicht das Bundesfinanzministerium, dem dieser ganz Große keine Sondermarke wert war – den 250. Geburtstag von Karl Philipp Moritz. Solltet Ihr dieses Ereignis nicht heute in Eurem Blog angemessen würdigen? Gruss aus Essen von Eurem Manuel«

Wie recht Du hast, lieber Manuel, wir können das leider nicht angemessen tun, weil wir gegenwärtig unablässig mit dem Kopf arbeiten müssen. Deshalb bringen wir hier eine Fallgeschichte aus dem ›Magazin für Erfahrungsseelenkunde – als ein Lesebuch für Gelehrte und Ungelehrte‹ herausgegeben von Karl Philipp Moritz (gescannt aus ›Mammut · März-Texte 1 & 2, 1969-1984 herausgegeben von Jörg Schröder).
… weiter lesen