Posts Tagged ‘Ken Kesey’

11.04.2009 von Schröder & Kalender
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Einer flog über das Kuckucksnest

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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›Einer flog über das Kuckucksnest‹ war Ken Keseys  erster Roman, er wurde 1962 veröffentlicht. Die deutsche Erstausgabe erschien 1972 im  März Verlag. Das Buch wurde 1975 von Milos Formans verfilmt mit Jack Nicholson in der Hauptrolle, gewann 5 Oscars, 6 Kritikerpreise und wurde ein Welterfolg.

Ein unbekümmerter vitaler Mensch kämpft in einer Heilanstalt, die das Modell einer totalitär beherrschten Gesellschaft ist, um seine Selbstachtung. Herrscherin in dieser Anstalt ist die ›Grosse Schwester‹; sie übt absolute Macht aus, mit psychischem Terror, Medikamenten und Folterungen. Ihr Polizeitrupp sind drei schwarze Pfleger, die, wie sie, nur zu hassen gelernt haben, und »auf einer Hochspannungs-Wellenlänge des Hasses steht sie mit ihrer Truppe dauernd in Verbindung. Unter perfektem Terror funktioniert in dieser Anstalt der Mensch, statt zu leben. Der Tagesablauf ist vom Computer auf die Minute genau gesteuert: wer auch nur zu fragen wagt, was das für eine Tablette sei, die er schlucken müsse, wird als Aufwiegler gefoltert.«

In dieses Netzwerk der Unterdrückung poltert McMurphy, eine kräftige, ungebeugte Spielernatur voller Lebenslust. Wegen seinen leidenschaftlichen Gefühlsausbrüchen haben ihn Ärzte als Psychopathen bezeichnet. Er nimmt den Kampf gegen die ›Grosse Schwester‹ auf,  flösst den Insassen Mut zur Selbstachtung und zum Widerstand ein; schließlich kämpft er hoffnungslos, aber ungebrochen, bis er durch eine Lobotomie ausgeschaltet wurde.

Die Geschichte von McMurphys Kampf gegen die ›Grosse Schwester‹  erzählt ein Halbindianer; seit Jahren ist er in dieser Anstalt eingesperrt. Ein Mittel, sich der Vernichtung seines Ichs zu erwehren, wendet er konsequent an: Er spricht kein Wort, und das Pflegepersonal hält ihn für taubstumm. So hat er sich seinen kritischen Verstand bewahrt, er behält den Überblick und flieht nach McMurphys Tos aus der Anstalt zurück in das Gebiet seines Stammes.


Ken Kesey, ›Einer flog über das Kuckucksnest‹. Orig.-Titel: ›One flew over the cuckoo’s nest‹. Aus dem Amerikanischen von Hans Hermann. Brosch.,  328 Seiten, März Verlag 1972 (nur noch antiquarisch erhältlich). … weiter lesen

14.12.2008 von Schröder & Kalender
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DIG. Neue Bewußtseinsmodelle

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert schwach in östlicher Richtung.
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Aus dem Inhaltsverzeichnis:
Vorwort

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Nation Woodstock:
Das Woodstock Festival
William Hedgepeth, Janis Joplin und die neue Sprache
Norman Mailer, Der weiße Neger. Vorläufige Anmerkung zum Hipster
Ken Kesey und die Merry Pranksters
Tom Wolfe, Die gefrorene Jug Band
Abbie Hoffmann, Eine Revolution kann man nicht schmeißen
Ein Interview mit Allen Ginsberg
Abbie Hoffman, Woodstock Nation
Jerry Rubin, Yippie!
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Kosmo:
Norman O. Brown, Apokalypse
Alan W. Watts, Beat Zen, Square Zen und Zen
Tom Wolfe, Kosmo! Das Unausgesprochene

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Bewußtseinserweiterung:
Karin Reese, Body and Soul in Esalen
Theadore Roszak, Die Gestalttherapie bei Paul Goodman
Karin Reese, Synanon und seine Kommuniversität
L. und P. Bloomberg, R. L. Miller, Die Intensivgruppe – Eine Grunderfahrung
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Kommunen:
Karin Reese, Der Zug zur Kommune
Ed McClanahan, Ken Kesey in Oregon
Albin Wagner, Drop City
Hug Romney, Die Hog Farm
Paul Goodman, 1984
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Erziehung:
Ralph Keyes, Die Freien Universitäten
Karin Reese, Die Midpeninsula Free Universitäy
JoAnne Wallace, Was ist mit der Freien Universität los?
George B. Leonard, Eine Schule im Jahre 2001 n. Chr.
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Anhang:
Glossarium
Quellen

›DIG. Neue Bewußtseinsmodelle‹, Hrgb. Karin Reese. Übersetzt von Wulf Teichmann, Max Looser, Lorenz Böllinger, Karin Reese, Bettina vom Rath, Herbert A. Graf und J. K. Utz. Broschur, 260 Seiten, März Verlag 1970 (nur noch antiquarisch erhältlich). … weiter lesen

23.11.2006 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography (23)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nördlicher Richtung.

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Und so geht’s weiter mit einem P.E.N.-Kongreß in Nürnberg, das Tagungsthema hieß ›Wer hat Angst vor Pornographie?‹:

Auf dem Rückweg fuhr ich mit der Familie nur bis Nürnberg, blieb allein dort, ich wollte zur PEN-Tagung, das Tagungsthema hieß ›Wer hat Angst vor Pornographie?‹. Horst-Dieter Ebert vom ›Spiegel‹ hatte mir den Tip gegeben, dort aufzutauchen, ich war ja in Sachen Pornographie auch als Lobbyist tätig, es ging schließlich immer noch um die ›Freigabe‹. Die Meistersingerhalle war überfüllt, die Leute saßen auf dem Boden, die Diskussion mußte in die Wandelgänge übertragen werden. Präsident war Heinrich Böll, und auf dem Podium saßen Walter Jens, Werner Ross, mein ehemaliger Französischlehrer in Bonn, und einige andere unentwegte Debattierer. Aus dem Saal sollte mitdiskutiert werden. Ebert hatte für uns einen Platz in der ersten Reihe reserviert, neben mir saß Gabriele Henkel, die sich in der Bewegungszeit in jedes Kulturereignis einmischte, das irgendwo en vogue war. Es konnte gar nicht links und schrill genug zugehen, bis ihr Konrad so etwas strikt verbot.

Das jetzt nur als Volte, um klarzumachen, daß Gabriele Henkel sich damals geradezu manisch fortschrittlich gebärdete und in der Meistersingerhalle natürlich auch über Pornographie ein Wörtchen mitreden wollte. Die Veranstaltung begann, und Heinrich Böll posaunte vom Podium, ich traute meinen Ohren nicht — was erzählt er da? Er betete Petschulls ›Stern‹-Artikel über den Pornokönig runter wie auswendig gelernt. Anhand dieses Pornokönig-Bösewichts — Böll nannte mich nicht beim Namen, aber fixierte mich, ich saß ja nur ein paar Meter unter ihm —, anhand dieser »hemdsärmeligen Figur, die sich auch noch etwas darauf einbildet, daß sie kein guter Mensch sei und auch keiner werden wolle«, machte er seine Abscheu vor Pornographie klar, begleitet von rotbäckchenhafter Akklamation des Werner Ross und des Gummischuhgesichts Walter Jens. Derselbe Jens, der 1968 für mich zusammen mit seiner Frau Inge ein dreißig Seiten langes euphorisches Gutachten schrieb in Sachen ›Geschichte der O‹, was ja nun mal ein veritabler pornographischer Roman ist. Das glaubst du nicht? … weiter lesen

20.11.2006 von Schröder & Kalender
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Außerordentlich und obszön – Bildertausch (12)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Das Bild ›Hella / März‹ malte Berndt Höppner als Pendant zu ›Doris / März‹, welches wir als Cover-Illustration für Gunter Rambows Fotobuch benutzten. Höppner war Mitglied der Kölner Künstlergruppe Exit, die eng mit Rolf Dieter Brinkmann, Ralf Rainer Rygulla und Rolf Eckart John zusammen arbeitete. Die Bilder von Exit zeigte Uwe Husslein erstmalig in der Kölner Pop-Ausstellung im Zusammenhang mit Brinkmanns literarischer Produktion. Höppners Illustrationen wurden neben ›Doris‹ für zwölf weitere März-Titel benutzt darunter Ken Kesey, ›Einer flog über das Kuckucksnest,

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Paulus Böhmer, ›Aktionen auf der äußeren Rinde‹ und Hermann Peter Piwitt, ›Das Bein des Bergmann Wu‹. Berndt Höppner (1941 in Chemnitz geboren) ist Professor an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, er lebt in Biel. … weiter lesen

23.08.2006 von Schröder & Kalender
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Diebstahl postmodern

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Gestern Abend stellte der Verbrecher Verlag im Festsaal Kreuzberg seine Anthologie ›Das Buch vom Klauen‹ vor. Darin steht auch eine Geschichte aus der 21. Folge von ›Schröder erzählt‹ mit dem Titel ›Stille Verbraucher‹. Für alle, die nicht zur Lesung kommen konnten, bringen wir hier den Text:

›Konzerne klauen im Großen und Kleinen‹ so lautet das vulgär-marxistische Axiom Nummer eins, sie handeln wie der Besenbinder aus den ›zwei honetten Kaufleuten‹ des Johann Peter Hebel. Und damit so was nicht im Ungefähren bleibt, müssen Geschichten wie diese immer mal wieder erzählt werden. Wenn wir nämlich davon ausgehen, daß es in zweihundert Jahren noch Menschen gibt, die sich für unsere Zeit interessieren, dann sollen sie wissen: Die Holtzbrinck-Gruppe und ihre Manager betrieben einen Gaunerkonzern.

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Geld wird geklaut aus Habsucht und Gier, aber warum bereichern sich Leute an der Lebensleistung… weiter lesen