Posts Tagged ‘SS’

22.04.2009 von Schröder & Kalender
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Nicht nur eine Stilfrage

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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In ihrem heutigen Feuilleton veröffentlichte die FAZ einen Beitrag (›Restitutuion ist keine Stilfrage‹) über die Rückgabe von Werken aus jüdischem Kunstbesitz (Raub und Restitution. Jüdisches Museum in Frankfurt). Unter einer Landschaft von Matisse steht ein Satz über Kurt Gerstein, in dem zwei Behauptungen falsch sind. Weder war Kurt Gerstein »berüchtigt« noch »in die Produktion von Zyklon-B involviert«. Vielmehr versuchte er die Morde in den Gaskammern zu verhindern.

Kurt Gerstein war als evangelischer Christ 1941 in die SS eingetreten und hatte dann von der Ermordung Behinderter und den Greueln im Osten erfahren. Er wollte diese Mordmaschinerie mit eigenen Augen sehen und dann das Beobachtete »vor allen Leuten hinausschreien«. Als Bergassessor und Mediziner beauftragte ihn das Hygiene-Institut der SS mit dem Transport von ›Zyklon B‹ – er machte in einem simulierten Unfall die Chemikalie unschädlich. … weiter lesen

18.06.2008 von Schröder & Kalender
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Blindgänger

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.

In einem Haus in der Nähe der Friedrich-List-Schule, das die Russen beim Einmarsch zusammengeschossen hatten, es hieß, es sei eine Wehrmachtsdienststelle gewesen und zuletzt von SS-Leuten verteidigt worden, hatten wir uns einen Eingang zum Keller freigelegt, stiegen dort ein und fanden reichlich Munition. Mit Steinen und Eisenstücken schlugen wir die Patronen, Pistolen- und auch Gewehrmunition, auf, ließen das Pulver auf einen Haufen rieseln, mit Zündschnurlinien, die wir mit brennbarem Zeug zogen, versuchten wir dann den Pulverhaufen hochzujagen. Leider erlosch die Zündschnur ständig, so mußten wir immer näher ran an das Pulver. Aber dann ging es schließlich doch in die Luft, und die Steinbrocken flogen umher in den Ruinen zum Entsetzen der Erwachsenen: »Schon wieder ein Blindgänger hochgegangen, fürchterlich!« Bei einem ähnlichen Spiel, ich war nicht dabei, sonst säße ich nicht hier, sind zwei Jungs aus meiner Klasse ums Leben gekommen. Sie spielten mit größerer… weiter lesen

25.08.2006 von Schröder & Kalender
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K. G. Saur oder Die Rache der Chromosomen

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.

Nun ist zu berichten von Prof. Dr. h.c. mult. Klaus G. Saur, einem unserer Lieblingsfeinde. Soeben kaufte er als geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Walter de Gruyter Verlags den Verlag K. G. Saur zurück, welchen er vor Jahren gegründet und dann verkauft hatte. Damit entsteht der größte geisteswissenschaftliche Verlag Kontinentaleuropas (http://www.buchmarkt.de/index.php?mod=news&page=22812) Wessen Geistes Kind dieser Herr Saur war und vermutlich noch immer ist, steht in der 2. Folge der Schwarzen Serie von ›Schröder erzählt‹ mit dem Titel: ›Ratten und Römer‹.

Hauptverantwortlich für das Projekt ›Ringeltaube‹ war der Ingenieur Karl-Otto Saur. Nach den schweren Verlusten durch alliierte Bomberangriffe an zahlreichen Orten des Reiches hatte Hitler 1944 die Verlegung der gesamten Rüstungsindustrie unter die Erde angeordnet. Zum technischen Leiter des mit diesem Vorhaben betrauten ›Jägerstabs‹ ernannte er Karl-Otto Saur, der seit 1937 im Rüstungsministerium unter Speer arbeitete. Hitler sichert Saur zu, daß Himmler ein ausreichendes Kontingent ungarischer Juden für … weiter lesen