Wir verabschieden uns

Unser experimentelles Blog-Projekt ist am Ende angelangt, und trotzdem gibt es noch viele spannende Geschichten, die sich erzählen ließen. In Schuhen steckt eben mehr als nur ein Fuß – auch musikalische Inspiration: Über Schuhe wurden schon viele schöne Lieder geschrieben. Zum Abschied haben wir unsere liebsten Schuh-Songs für Sie ausgewählt. Wir wünschen viel Vergnügen beim Hören und dass Sie auch weiterhin die Ohren spitzen, wenn Schuhe Geschichten erzählen.

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Johanna Emge: „Dancing Barefoot“ von Patti Smith
„Ich war im letzten Sommer mit Freunden in einem Club. Es war furchtbar heiß und wir haben ausgelassen getanzt und irgendwann hat einer von uns spontan seine Schlappen abgestreift. Der Türsteher wollte ihn rauswerfen – da haben wir alle unsere Schuhe ausgezogen und barfuß weiter getanzt. ‚Dancing Barefoot‘ von Patti Smith bedeutet für mich nicht nur Freiheit für meine Füße, sondern auch Freiheit und Revolution gegen äussere Zwänge.“

I’m dancing barefoot
heading for a spin
some strange music draws me in
makes me come on like some heroin/e

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Rebecca Sandbichler: „Walk A Mile“ von Holly Golightly
„Texte voller Weltschmerz und diese quälende Stimme; einfach perfekt für eine entnervte Pubertierende. Niemand wusste, wo mich der Schuh drückt – ich am wenigsten.“

If being me is easy from where you stand
Seeing is believing from where I am
Try being me if you think you can
You think I got it easy
Try being me

Walk a mile in my shoes
Walk a mile in my shoes
Walk a mile in my shoes
Walk a mile in my shoes

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Lysann Kurpiela: „Kayleigh“ von Marillion
„Als ich ‚Kayleigh‘ von Marillion während einer Autofahrt gehört habe, hat sich mir dieses Bild vom Tanz mit Stilettos im Schnee eingeprägt. Verlorene Liebe und tanzende Schuhe – eine gute Kombination irgendwie. Es hat mir gezeigt, wie eng auch meine Erinnerungen an alte Schuhe geknüpft sind.“

Do you remember barefoot on the lawn with shooting stars
Do you remember loving on the floor in Belsize Park
Do you remember dancing in stilettos in the snow
Do you remember you never understood I had to go
By the way, didn’t I break your heart
Please excuse me, I never meant to break your heart

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Prof. Friederike Herrmann: „These Boots Are Made for Walkin“ von Nancy Sinatra
„‚These Boots Are Made for Walkin‘ wurde in der Interpretation von Nancy Sinatra 1966 zum Welthit, der Kollege Alfred Kessler hat zu Anfang des Schuhblogs daran erinnert. Soll bei den amerikanischen Soldaten in Vietnam beliebt gewesen sein. Bei mir weckte er eher Assoziationen an die Siebziger, zehn Jahre später, Jungs wie Mädels in Parka, Jeans und sogenannten Boots, flachen Schnürstiefeln, gut geeignet für lange Friedensmärsche und Lagerfeuer mit Gitarrenmusik am Waldrand …“

Minh Duc Nguyen: „These Boots Are Made for Walkin“ von Nancy Sinatra
These Boots are made for walking … bei dem Song muss ich immer an meine abgelaufenen Chucks denken, mit denen ich schon mehr erlebt habe als mit irgendeiner einzigen Person.

These boots are made for walking,
and that’s just what they’ll do
one of these days these boots
are gonna walk all over you.

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Michael Caspar: „Heavy Boots“ von Cold War Kids
„Die Sitmme verzweifelt klagend und der Rhythmus stampft dazu so, wie der Titel es verspricht – damals 2005, als die Cold War Kids noch kantige Songs schrieben.“

Heavy boots for crying out loud
Heavy boots are caught up in the crowd
You hear the news we haven’t got a chance
Heavy boots we’re crawling on our hands

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Dunja Sadaqi: „I can’t dance“ von Phil Collins
„Meine Mutter ist großer Phil-Collins-Fan und deswegen mussten wir im Sommerurlaub immer Genesis und Phil-Collins-Kassetten hören. Teilweise waren Lieder doppelt und dreifach hintereinander aufgenommen, damit meine sie nicht zurückspuhlen musste. Deswegen habe ich eine Zeit lang diese Lieder gehasst, obwohl und gerade weil ich sie alle auswendig kenne. Immer, wenn ich dieses Lied höre, denke ich an den jährlichen Nordafrika-Urlaub und an die Strandlatschen meiner Mutter. Denn nur in dieser Zeit trug sie sie und nur in dieser Zeit konnte ich mich Phil Collins Kassetten nicht entziehen.“

But I can’t dance, I can’t talk
Only thing about me is the way that I walk
I can’t dance, I can’t sing
I’m just standing here sellin’

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Florian Siebeck: „Fuck Me Pumps“ von Amy Winehouse
„In der Abiturzeit hatte ich eine ausgeprägte Amy-Winehouse-Phase, in der mich das Lied bei allen Prüfungsvorbereitungen begleitete. Irgendwann habe ich dann mal auf den Text geachtet, in dem Winehouse ein typisch britisches Phänomen besingt: die ‚Fuck-Me-Pumps‘; offene und farbige High-Heels, mit denen junge Britinnen beim Ausgehen ‚Availability‘ signalisieren wollen. Immer wenn ich in UK bin und abends aufgetakelte Chavettes vor Pubs stehen sehe, kommt mir dieses Lied in den Sinn.“

When you walk in the bar,
And you’re dressed like a star,
Rockin’ your F me pumps.

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Julia Krause: „New Shoes“ von Paolo Nutini
„‚New Shoes‘, eines der Lieder mit dem sich Lena Meyer-Landrut im März 2010 zum Eurovision Song Contest nach Oslo sang. Damals fand ich sie noch sympathisch. Heut geht sie mir furchtbar auf die Nerven. Das Original von Paolo Nutini ist außerdem so viel besser als Lenas Coverversion. Man muss es einfach lieben!“

Hey, I put some new shoes on,
and suddenly everything is right,
I said, hey, I put some new shoes on
and everybody’s smiling

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Bartek Langer: „My Adidas“ von RUN DMC
„Als eingefleischter Rap-Fan kommt man an RUN DMCs Klassiker ‚My Adidas‘ nicht vorbei. Ich müsste aber lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich eine besondere Beziehung zu diesem Song habe. Gibt’s bei YouTube leider nur als Remix.“

My Adidas cuts the sand of a foreign land
with mic in hand I cold took command
my Adidas and me both askin P
we make a good team my Adidas and me

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Birte Frey: „No shoes“ von John Lee Hooker
„Schuhe? Die mag ich am liebsten ausgezogen. Ein Semester lang hatte ich Dank unseres Blogs ‚O Sohle Mio‘ nichts als nackte Füße im Sinn. Ich hab ausprobiert, was es heißt im November barfuß zu laufen, habe mit Michael Kleeberg über sein Buch ‚Barfuß‘ geredet und von Barfußläufern gelernt, dass Barfußlaufen viele Gründe und viele Bedeutungen haben kann. ‚No food on my table and no shoes to go on my feet.‘ Mit dieser Textzeile zeigt John Lee Hooker, was es für ihn bedeutet keine Schuhe zu besitzen.“

No food on my table.
And no shoes to go on my feet.
No food on my table.
And no shoes to go on my feet.
My children cry for mercy.
They got no place to call your own.

Und, was sind Ihre liebsten Schuh-Songs? Wir sind uns ziemlich sicher, dass auch Ihr Lieblingssänger schon das ein oder andere Mal über Schuhe gesungen hat.

Kommentare (4)

  1. Mensch, ich habe ja schon ewig nicht mehr bei Dir vorbeigeschaut.Der Titel ist sowas von geanil. Klasse Foto und toller Schnitt.Dass die Frauen freiwillig solche Schuhe anziehen ;)

  2. blogs.taz.de

    i like it!

  3. Coole collection. Da sinfd tolle lieder dabei.
    Leider fehlt ein bisschen was aus dem deutschsprachigen Raum!?
    Dabei gibts so viele…

  4. Sonic Youth : Dirty Boots

    Here we go to another candle I know
    All the girls there playin’ on a jelly roll

    Time to take a ride
    Time to take it in a midnight eye
    And if you wanna go
    Get on below
    Pinkin’ out the day
    Dreamin’ out the crazy way
    Finger on the love
    It’s all above

    Everywhere it’s six-sex-six by luck
    A satellite wish will make it just enough
    You be makin’ out with a witch in a coffee truck

    Time to rock the road
    And tell the story of the jelly rollin’
    Dirty boots are on
    Hi-de-ho
    Pinkin’ out the black
    Dreamin’ in a crack
    Satan got her tongue
    Now it’s undone

    I got some dirty boots
    Yeh dirty boots
    I got some dirty boots, baby
    Dirty boots
    Ha!