31.03.2008 von
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Schlaf und Unschlaf

von

Kostbare Lebenszeit der verehrten Leser und Leserinnen bleibt vom Somnambulen Salon unberührt und unbelästigt, weil er so unglaublich selten erscheint. Wie viel mehr davon könnten die Leser und Leserinnen doch gewinnen, wenn auch andere so wenig schreiben würden wie ich! Auch weiterhin werden wir uns in diesem Blog durch konsequentes Nicht-Bloggen allen gut gemeinten Weck- und Ordnungsrufen widersetzen, da uns die Disziplin des Bleibenlassens nun einmal in die Wiege gebloggt ist. Tagsüber sind wir gekommen um zu bleiben, nachts bleiben wir um zu lassen. Schlafwandler sind große Lassende, Profis in der Produktion von Nichts und wieder Nichts, und ihr Ehrgeiz besteht darin, dieses elegant zu steigern, dabei Hegel zustimmend, der festgestellt hat, dass im Buch der Geschichte das GLÜCK auf dessen leeren Seiten zu finden sei. Somit haben Sie bei der vorliegenden Lektüre den größten Nutzen, wenn Sie sich die Sätze als Statthalter für ein glückliches Nichts denken, behelfsweise als ein seidenes Negligé, mit dem… weiter lesen

12.12.2007 von
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Der Somnambule Salon – Neueröffnung

von

Das Schild „Geschlossen!“ ist eine frustrierende Botschaft an jeder Ladentür, bezogen auf den Zustand der eigenen Augen aber meist eine Wohltat. Wir empfehlen deshalb, diesen Blog, der sich heute öffnet, bitte mit geschlossenen Augen zu lesen, gerade jetzt, da wir uns der Hochsaison des Winterschlafs nähern. Überhaupt wird der Wachzustand als Voraussetzung für bewusste Wahrnehmungen oder bei der Lektüre von was auch immer maßlos überbewertet. Dass Sie den Somnambulen Salon jetzt blogseitig betreten, herzlich willkommen, beweist im Grunde, dass Sie bei relativ intaktem Erkenntnisapparat die Augen schon geschlossen haben, oder bald schließen werden, was für die Funktionstüchtigkeit der Sinne, des Willens und des Gefühls keinen Unterschied von Bedeutung macht, und das prädestiniert Sie wie nichts auf der Welt zur Erfüllung eines alten Menschheitstraums, der Wiedervereinigung von Wandel und Schlafwandel. Die beiden jemals getrennt zu haben war überhaupt ein faustdicker Fehler. So wie Wein und Glühwein aus demselben Stoff bestehen, nur… weiter lesen