Schicksalslied 2.0

Es schwinden, es fallen/Die leidenden Menschen/Blindlings von einer/Stunde zur andern,/Wie Wasser von Klippe/Zu Klippe geworfen,/Jahr lang ins Ungewisse hinab. (Friedrich Hölderlin, aus: „Hyperions Schicksalslied“)

 
Alles soll bleiben. So. Genau so. Ein Anderes wird nicht mehr gedacht, geträumt, entworfen. Zu wenig Horizont. Keine Utopien. Zu viele Klippen. Nichts was kitzelt, herausfordern würde. Überall banale Inszenierung. Kein Weg mit Herz. Das Morgen stürzt von Nachricht zu Nachricht ins Ungewisse und zurück bleiben Zorn und Scham. Es nicht besser gewusst zu haben. All das nicht bewegen zu können. Und haben doch Atem. Und brauchen doch Spiel, Versuch und Irrtum und unseren alten Kindermut. Kein höheres Wesen. Nur eine Portion Zukunft, bitte! Mit viel Sahne.

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