Endlich: „Angewandte Utopieforschung“!

Trotz aller Krisen, wie Umwelt, Klima, Flüchtlinge, Arbeit und Schulden, die der Apokalypse zuzustreben scheinen, gibt es schon heute neue Lebensmodelle. In einem Forschungslabor werden verschiedene Utopien untersucht und zur Diskussion gestellt. Wir laden Sie ein, sich mit uns in einen Feldversuch und eine Reise in visionäre alternative Lebensentwürfe zu begeben. (theater-51grad: „Erschöpfte Demokratie“)

 
Das Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung scheint auf den ersten Blick unverdächtig, mit Träumen und Phantasien, vielleicht gar noch mit dem Hoffnungsbegriff eines Ernst Bloch umzugehen. Das stimmt allerdings nicht so ganz: ich weiß zum Beispiel noch, wie wir uns Anfang der 1980er-Jahre immer wieder zu langen Interviews trafen, über einen neuen autonomen Bildungsrat oder auch über die Realisierung von Demokratie und Chancengleichheit im Bildungssystem debattierten. Beate Krais war dabei, Jens Naumann, auch Jürgen Baumgart und ein paar mehr. Wir wollten weiter, das Andere, das durch die „geistig-moralische Wende“ verlorene Ziel sichtbar machen: Gleiche Bildungsvoraussetzungen für alle! Keine Sortierung nach dem sozialen Status der Eltern! Jeder, jede sollten Zeit und Möglichkeiten bekommen, ihre Begabungen zu entwickeln und zu realisieren. Eine eher konkrete Utopie, eine, die heute aber immer noch nichts anderes als ein Traum ist. Den man nicht aufgeben sollte. Wie auch überhaupt die Utopien –  angesichts einer düster und dystopisch ausgestatteten Gegenwart – einer radikalen Renaissance und öffentlicher Aufmerksamkeit bedürfen.

Goldrichtig also, dass die Wissenschaftler aus der Lentzeallee in der nächsten Woche die tatsächlich und nachhaltig „Erschöpfte Demokratie“ zum Thema machen und das „theater-51grad“ aus Köln mit der Frage im Gepäck anreisen lassen, was denn nun werden soll, wie es denn eigentlich steht um all die Träume und Visionen für eine Zukunft, die jenseits der aktuellen Schatten liegt – Motto: „Verlassen wir die Zeit, die die Ihre ist und wagen wir den Sprung in die Zukunft!“ Springen Sie mit, meine Damen und Herren. Verlangen Sie ihr Leben zurück!

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