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	<title>Dr. Feelgood</title>
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	<description>Detlef Berentzen (exTaz, Autor für Funk, Print und überhaupt) verbreitet hier &#34;Newz&#34; der anderen Art. Gute zum Beispiel. Macht die Welt hör-und lesbar.</description>
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		<title>Grund genug!</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 11:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/05/SpringTimeHP1.jpg" rel="lightbox[2820]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2821" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/05/SpringTimeHP1-424x565.jpg" alt="" width="424" height="565" /></a></p>
<p>Wenn so ein Tag sich schon morgens öffnet, wie ein Koffer vielleicht, und der Kaffee ist schwarz genug, dann lächelt irgendetwas in Dir, wo sonst alles Tagesschau ist, irgendein balzender Vogel stellt dir nach, die schwanzlose Katze hinterher, überall blaue Bänder und im Kasten eine einzige Geranie, die das letzte Jahr überlebt hat. Grund genug zur Freude.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2820&amp;md5=46f87ded487d6884514a1f89f02039c4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hinterhofhörspiel. Und andere Zukünfte.</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 11:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Weibel]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/05/MehrspurMai13HP1.jpg" rel="lightbox[2813]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2814" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/05/MehrspurMai13HP1-424x565.jpg" alt="" width="424" height="565" /></a></p>
<p><em>&#8220;Thomas Weibel ist Journalist und Hochschullehrer, Blogger und Bassist.&#8221;</em> Das hört man gerne, daß auch mal ein Bassist Kritik üben und Perspektiven malen darf, die des Kulturradios nämlich, um das es dem &#8220;Mehrspur&#8221;-Team um Wolfram Wessels (SWR2) nach wie vor und dringlich in seinem monatlichen Magazin geht. Längst kümmern sich die Badener-Badener nicht mehr nur um die audible Zukunft des deutschen Michels und seiner Michelin, sondern um das ganze Große, um das radiophone Europa. Wie steht es also um die kulturellen Frequenzen anderer Länder? Gibt&#8217;s da was zu lernen? Von jenem Thomas Weibel zum Beispiel, der neulich noch Programmentwickler beim Schweizer Rundfunk (DRS2) war? Und für &#8220;Mehrspur&#8221; zunächst den eidgenössischen Status Quo erläutert:<span id="more-2813"></span></p>
<p><em>&#8220;Kulturradio ist hier nicht Institution, sondern Kompromiss: zwischen beissender Kritik und vollendeter Harmlosigkeit, zwischen Elfenbeinturm und Stammtisch, zwischen Schöngeist und Zeitgeist. Das zeigt auch ein Blick auf die einzige Kunstform, die der Rundfunk hervorgebracht hat: das Hörspiel. Hier herrscht ein fröhliches Kunterbunt aus Bedeutungsschwangerschaft und postmoderner Beliebigkeit, angereichert mit einem guten Schuss Hörfunkklassiker à la Gotthelf und Dürrenmatt, die stauben, wenn man draufklopft.&#8221;</em></p>
<p>Gut, das kommt uns nahe. Und soll doch nicht bleiben.  Die großen Hörapparate müssen in Bewegung geraten. Und folgt man Thomas Weibel, dann steht die Zukunft längst vor deren Tür (s.Foto). Es gilt nur noch die Pförtner zu informieren.</p>
<p><em>&#8220;Und genau hier liegt sie, die Chance des Kulturradios: in der grenzenlosen Wildheit einer Kultur, die sich nicht länger an die Gemarkungen eines Rundfunks hält, der sich – jahrzehntelang in behördlicher Vermessungswut abgezirkelt – gegen die Brandung aus Breaking News, Werbeblock und Castingshow mehr schlecht als recht zu behaupten weiss. Crossover und Klangexperiment, Netzlyrik und Slam Poetry, Hinterhofhörspiel und Computerkunst: Hier tröpfelt unbeirrt eine Kultur vor sich hin, die aus dem Verborgenen in eine Öffentlichkeit rinnt – zornig und versponnen, verspielt und radikal, die staunen macht und provoziert.&#8221;</em></p>
<p>Da hat jemand Hoffnung, scheint mir. Ohnehin stirbt die zuletzt. Sicherlich auch jene, die sich &#8220;Europa&#8221; nennt und endlich mehr Atem braucht &#8211; sicherlich auch in der gemeinsamen Rundfunklandschaft (kann ja noch werden!). Immerhin kommt diese Ausgabe von &#8220;Mehrspur&#8221; schon mal mit einem schwer gestöhnten &#8220;Ach, Europa, mein Freund!&#8221; daher und nimmt in den dazugehörigen Beiträgen wohltuenden Abstand von den üblichen und verlogenen Sentimentals.</p>
<p><em>&#8220;Das Herz für die Freundschaft Europas schlägt im Takt des Instrumentals. In diesem Fall 90 Beats per Minute. Freundschaftsschwüre gesellen sich in Form von Scratches in die illustre Runde von Drums, Bass und Suitcase Piano. Let&#8217;s be friends!&#8221;</em></p>
<p>Bleibt noch das eine und das andere. Vollständigkeit widerstrebt mir. Hören Sie selbst!: Falls Sie Lust haben, auch die galoppierende &#8220;Sau des Monats&#8221;, die Tom Schimmeck in der gleichnamigen Rubrik durch&#8221;s &#8220;mediale Dorf&#8221; treibt. Unversteuerte Sauereien werden geboten. Just click it!<br />
<a href="http://www.dokublog.de/site/index.php" target="_blank"><br />
</a></p>
<p><a href="http://www.dokublog.de/site/index.php" target="_blank">mehrspur</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2813&amp;md5=fff06377c81520fa7817cb6728fd5773" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Metzger als Tierfreund!</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 10:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Albrecht Metzger]]></category>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/05/MetzgerHP2.jpg" rel="lightbox[2801]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2802" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/05/MetzgerHP2-424x565.jpg" alt="" width="424" height="565" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Er gibt nicht auf, spaziert mit einem Stapel Platten ins Studio, legt die Scheiben auf und moderiert: Albrecht, der bekannte Metzger, packt dich schon am frühen Morgen, beim ersten Kaffee, setzt Dir den Hendrix ins Ohr, spricht von einer wunderbaren &#8220;Heimsuchung des Bewußtseins&#8221; und schon geht&#8217;s weiter mit seinem &#8220;Knistern und Rauschen&#8221;, das die Fleetwoods, Joe Tex und meinetwegen auch die Coasters einst produzierten, dazu manch eine Coverversion, die besser tönt als das Original.<span id="more-2801"></span><br />
Gar nicht so übel, daß das Netz so heimelnde Radioshows möglich macht, wie sie der schwabenoffensive Albrecht offeriert -  Monat für Monat. Diesmal extraordinaire für den &#8220;Kleinen Tierfreund&#8221;: Hellhounds, Little Cows, Dogs, Monkeys and Penguins, alles dabei. Einer wie Rockpalast-Metzger geht eben nicht auf Rente, sondern ins Studio. Just listen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.secondhandcds.de/radio" target="_blank">knistern und rauschen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2801&amp;md5=92983d37990e14fffa33fa23b930cff1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dieses Land? Ist es nicht!</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 10:17:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Der Traum ist aus]]></category>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/ErsterMaiHP1.jpg" rel="lightbox[2789]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2790" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/ErsterMaiHP1-424x282.jpg" alt="" width="424" height="282" /></a></p>
<p>Da war dieser Mai, ein erster, lang ist&#8217;s her (vierzig Jahre?), die Scherben samt Reiser auf dem Hänger, vorne ein Traktor und die Boxen wummern dieses Macht kaputt! und alle lachen, tanzen, schwer in Leder, schwarzes Halstuch, schnelle Turnschuhe an den Füßen. Später dann Rios Grab. Viel später. In Fresenhagen. Vorher der Abschied.<span id="more-2789"></span> Das gestreifte  Tempodrom gerammelt voll und Hermann will immer noch nicht werden, was sein Alter ist. Muß er auch nicht. Kann machen, was er will. Und trägt ein weißes Hemd. Und eine schwarze Krawatte. Muss heulen, als ausgerechnet die Rosenberg mit einer leichten Verbeugung vor die Trauergemeinde tritt und allen mitteilt: Der Traum ist aus! Und kurz darauf eindeutig feststellt: Dieses Land ist es nicht!</p>
<p>Mit Tränen auf den stoppeligen Wangen gröhlt jetzt auch Hermann mit, spürt genau wie all die anderen im Zelt, daß es so nicht bleiben kann. Gemeinsam schreien sie es, wie einst im Mai,  gegen die ewige Kälte und das düstere Schweigen: Dieses Täuschland ist es nicht! Nicht unser Land. Und heute? Irgendwie schon wieder Mai. Und neue Träume.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2789&amp;md5=60b6f699728e71fcb35d47dde87359bd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Sonne schien. Und doch nicht.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 12:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/Tschernobyl2013HP1.jpg" rel="lightbox[2780]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2781" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/Tschernobyl2013HP1-424x282.jpg" alt="" width="424" height="282" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8230;.Vielleicht erinnerst Du dich nicht mehr, aber genauso hat es sich zugetragen: Da war Hermanns Spaziergang in der Neuköllner Hasenheide. Ein Frühlingstag, Ende April. Fast dreißig Jahre ist das her. Die Hanfpeople kifften am Denkmal von Turnvater Jahn, die Hundescheiße krümmte sich auf den zugemüllten Wegen und die Toten lagen entspannt hinter der efeuberankten Friedhofsmauer. Die Sonne schien. Und doch nicht.<br />
Auf dem Spielplatz mit dem Kreisel kein Kind. Nirgendwo. Alle fürchteten die radioaktiv verseuchten Sandkisten. Alle versteckten sich vor dem nächsten Regen.<br />
Mami, muß ich jetzt sterben?<span id="more-2780"></span><br />
Die Kinder rannten sofort nach Hause, wenn es regnete, hatten panische Angst.<br />
Kommt sofort rein, aber schnell!<br />
Die Kurzen wurden unter der Dusche dekontaminiert, Wiesen gerieten zum verbotenen Terrain: Auch hier akute Seuchengefahr! Gemüse gab es nur noch aus Büchsen und keine Milch mehr. Kein Salat, kein Spinat, kein Rindfleisch.<br />
Judith hatte Angst, daß ihr die Haare ausfallen.<br />
Mami, muß ich jetzt sterben?<br />
Ganze Kinderläden flohen an den Atlantik, um dem Fall-Out zu entgehen. Auch in der Ohlauer Kneipe gab es nur noch das eine Thema: Die radioaktive Wolke, verstrahlte Nahrung, Gendefekte, Leukämie, Tod , Teufel und die unverschämten Lügen der Politiker. Que faire?</p>
<p>Hermann sitzt mit Giulio am Thresen, beschwert sich über all die verseuchten Köpfe und grinst panisch. Der alte Stadtindianer lacht und bestellt noch einen. Dann noch einen. Und frieren trotzdem. Mitten im Frühling.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2780&amp;md5=620808d50e51cee9999f27cd1cb69509" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ende der Winterreise</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 11:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/PrimaveraHP1.jpg" rel="lightbox[2766]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2767" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/PrimaveraHP1-424x66.jpg" alt="" width="424" height="82" /></a></p>
<p>Ohnmächtig die Schauer, blau die Bänder, prall die Knospen, alle sind ganz dumm vor Glück, daß sie jetzt blühen dürfen, hüllen sich in die Wärme der kommenden Tage, wollen endlich jubeln, tanzen, begrüßen, was da kommt und vielleicht sogar gut wird. Zeit, die Winterreise zu beenden, den Leiermann auf der Kreuzung stehen zu lassen, den guten Schubert mit hinein in den Frühling unter die Lindenbäume zu nehmen, all die leuchtenden Tage zu feiern, sich vor ihnen zu verneigen, sie zum Klingen zu bringen.<span id="more-2766"></span></p>
<p>Klaus Burger macht seit einigen Jahren genau das: &#8220;Rituale Primavere&#8221; nennt der rastalockige Tubaspieler aus der Kurstadt die große Improvisation, die er, ganz in der Nähe von Baden-Baden, auf die Bühne der Mosquito-Bar bringt. Nicht, daß er bei diesem tönenden Ritual je allein wäre, er wird immer wieder von Kollegen wie Stefan Charisius, Burak Akyol oder Matthias Schneider-Hollek begleitet und knipst mit ihnen die bunten Lichter in verdammt vielen Köpfen an. Heuer allerdings wird der Frühling einen ganz und gar eigen-artigen soundtrack bekommen: Musiker und Sänger z.B. aus der Mongolei (s. Foto) reisen als &#8220;Transmongolia&#8221; mit Obertönen und hochmusikalischen Kehlköpfen als special guests an &#8211; &#8220;Die Steppe erwacht!&#8221;. Auch die im Rheintal. Just go for it! And listen!</p>
<p><em>rituale primavere, freitag, 19. april 2013,<br />
ca. 20 uhr, mosquito-bar, hügelsheim</em></p>
<p><a href="http://www.klaus-burger.com/biografie.html" target="_blank">more info</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2766&amp;md5=20849f7215f427bb7229483ded031c60" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Existentialismus? Jetzt!</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 12:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Existenzphilosophie]]></category>
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		<category><![CDATA[Karl Jaspers]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/JaspersHP2.jpg" rel="lightbox[2758]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2759" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/JaspersHP2-424x318.jpg" alt="" width="424" height="318" /></a></p>
<p>Karl Jaspers. Ein Norddeutscher, nicht zu überhören! Ein Absolvent des Oldenburger „Alten Gymnasiums“, das noch heute stolz auf ihn ist. 1883, vor 130 Jahren also,  an den Ufern des niedersächsischen Flüsschens Hunte geboren, ein Sohn aus gutem Hause &#8211; Bankiersfamilie! Und immer ein bißchen sssteif und ssstur. Im Gepäck eine Lungenkrankheit, die ihn Zeit seines Lebens behindern wird. Studierte am Neckar zunächst Jurisprudenz. Machte sich als liberaler Bürgerssohn über all die Kaisertreuen und deren schlagende Verbindungen lustig, die für ihn, erinnert er sich später, in ihrem uniformen „Wichs“ wie „Narren“ aussahen.  Blieb auch erst einmal nicht lange in Heidelberg, zog weiter nach München, gab das Jurastudium auf,  reiste bald darauf nach Berlin, studierte inzwischen Medizin, danach Göttingen und dann doch wieder Heidelberg. Jahrzehntelang Heidelberg,….dessen Charme schon der von Jaspers bewunderte Hölderlin intonierte: <em>&#8220;Hölderlins &#8216;Heidelberg&#8217; hat die wundersamste Deutung gegeben. Welche Stadt besitzt solch ein Lied? Ihr Adel weist durch Hölderlin in den Grund des Menschen!&#8221;</em></p>
<p>Den menschlichen Grund erforschen, darum ging es Jaspers. Einer wie er hatte nie ausgelernt: Psychologie, Psychatrie kamen in Heidelberg als Studienfächer und Interessensgebiete hinzu und schließlich auch, wichtig genug,  die Philosophie &#8211; ein „außerordentlicher Professor“!  Das Denken in Gang setzen wollte er. Und tat genau das. Heute erreicht Jaspers nur noch wenige: Keine Jaspers-Vorlesungen in Heidelberg! Oliver Fink, Pressesprecher der Uni, schüttelt den Kopf.  Und ich ahnte es schon vorher: Der Existenzphilosoph Jaspers, dem Politik und Philosophie auf’s Engste verbunden waren, dieser Jaspers hat es nicht so ganz in das „Anything goes“ der Postmoderne geschafft. Und doch sind da Sätze des Philosophen, die mich heute wieder auf ihn neugierig machen, weil sie durchaus paßrecht für das Hier und auch für das Jetzt sind. Oder sein könnten. Für mein SWR2-Feature den Spuren Karl Jaspers zu folgen, mit Jens Halfwassen oder Peter Schulz-Hageleit zu debattieren,…das war auch eine Nagelprobe auf seine Aktualität.</p>
<p>Würde man den alten Lutz von Werder (Philosophische Cafès etc.) auf Jaspers ansprechen, ich glaube, er würde heftig nicken. Sein neuestes Buch hat ausgerechnet den Existentialismus zum Thema &#8211; als eine Philosophie der Hoffnung: &#8220;<em>Die großen Erzählungen sind gescheitert. Aber das Ich findet sich immer noch vor und fragt nach Ursprung und Ziel! Das nackte Ich in seiner grundstürzenden Einsamkeit und Verlorenheit steht heute wieder da und fordert „Existentialismus jetzt!“</em>  Wie gerne würde Jaspers zu diesem Thema eines seiner berühmten &#8220;Kampf- und Streitgespräche&#8221; führen. Allemal  aufrecht und kompromisslos. Just listen!</p>
<p><a href="http://www.swr.de/nachrichten/den-sprung-wagen/-/id=396/nid=396/did=11121832/vf9edd/index.html" target="_blank">podcast</a></p>
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 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2758&amp;md5=bd4d5a882285b0b5457c569ebaa854a6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Radio. Ist mehr als das!</title>
		<link>http://blogs.taz.de/spurensuche/2013/04/08/radio-ist-mehr-als-das/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 16:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[EBU Drama Group]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Marie Wennersten]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrspur]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Sau des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[SWR2]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Schimmeck]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfram Wessels]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/MehrspurHP11.jpg" rel="lightbox[2747]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2748" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/04/MehrspurHP11-424x282.jpg" alt="" width="424" height="282" /></a></p>
<p><em>Wenn wir unser Selbstvertrauen wieder gewinnen, können wir eine ganze Menge tun. Wir müssen den Hörern vertrauen. (Marie Wennersten)</em></p>
<p>Radio ist mehr als eine Summe von podcasts, die irgendwo im Netz zwecks Download Schlange stehen, allzeit bereit für den nächsten Global Player als atomisierte Möglichkeiten für das Mittelohr all der Suchenden, die wie Wasser, von Klippe zu Klippe geworfen, sich blindlings von einer postmodernen Stunde zur anderen hören, womit wir schon bei Hölderlin wären, da lande ich immer, wenn mir all das Lobgehudel auf Webradio und Zukunft zu viel wird.</p>
<p>Radio will gemacht werden, geplant, entworfen, skizziert, phantasiert, inszeniert werden, es braucht die Sprache, den Klang, den Atem seiner MacherInnen, der es immer wieder neu belebt, in leuchtende Zusammenhänge setzt und vor dem schlimmsten Zeitgeist bewahrt. All die Debatten um derlei Belebungen geschehen viel zu oft Backstage und da ist es gut, daß es hie und da noch Sendungen gibt, die das Radio an und für sich reflektieren, nachfragen, was Radio einmal war, was aus ihm wird, was werden könnte und ob es nicht ein wenig zu schnell gedacht ist, wenn all die irrlichternden Beschleunigungen nun auch noch festgefügtes Programm und eherne Struktur werden sollen. Prima also, daß es so mutige kleine Lowest-Budget-Magazine wie &#8220;Mehrspur&#8221; (SWR2) gibt, die dem Kulturradio heimleuchten. Zumindest versuchen das Redakteur Wolfram Wessels und sein Team (s. Foto) Monat für Monat, satte (!) 30 Minuten lang &#8211; mehr gibt&#8217;s nicht, das muß reichen.<span id="more-2747"></span></p>
<p>Die aktuelle Ausgabe von &#8220;Mehrspur&#8221; orientiert sich im Euopäischen Ausland der Radiokultur, will wissen, wo das alles enden soll, mit dem Hörspiel zum Beispiel, und bekommt recht kompetente Auskunft bei der Schwedin Marie Wennersten, der Leiterin der EBU Drama Group: <em>&#8220;Wenn Sie sich in Europa umhören, werden überall die Etats gekürzt, manchmal bis um die Hälfte. Auf der anderen Seite gibt es eine große Tradition: in Deutschland, Österreich, Großbritannien und Schweden. Es gibt seit bald 90 Jahren Hörspiele und ich glaube das Hörspiel hat eine Zukunft, selbst das traditionelle. Man muß etwas ändern, aber nur wenig. Die Gefahr besteht eher darin, daß, viele Sender nur noch Serien produzieren, z.B., Krimis oder tagesaktuelle Stücke. Das ist in Ordnung, aber es scheint,  als würden die längeren Sendeplätze für eher literarische oder psychologische Stoffe mehr und mehr gestrichen. &#8220;</em></p>
<p>Wir müssen den HörerInnen vertrauen, sagt sie noch und daß die Hörstücke (zum Beispiel in Dänemark) einen klaren Trend Richtung Verkürzung zeigen. Was mich an jene Redakteurin, mehr noch, es war eine Wellenchefin, erinnert, die eines Tages in der Redaktion stand und uns klar machen wollte, daß sich alle Ärzte, Apotheker und sonstigen Forscher darüber einig sind, daß der gemeine Hörer nicht länger  als 2&#8217;30 min. zuhören kann, dann reicht&#8217;s mit der Konzentration, Schnitt, Blende und überhaupt. Zwanzig Jahre ist das her und immer noch laufen die Hörfunkprogramme der BBC und der britische Medienwissenschaftler Peter Lewis ist immer noch voll des Lobes für die angebliche &#8220;alte Tante&#8221; &#8211; geradeauch  für ihr drittes und viertes Programm:</p>
<p><em>&#8220;Beide Sender beauftragen sowohl eine Vielzahl von freien Mitarbeitern, als  auch ihre hauseigenen Produktionsteams. Hören Sie die Arbeiten von Simon Elmes, Mark Burman, Laurence Griselle und Sara Jane Hall. Entdecken Sie Between The Ears auf Radio 3, das selbst ernannte Zuhause innovativen Feature-Schaffens. Hören Sie diese Woche Open Air auf Radio 4, wo fünf Künstler neu interpretieren, wie über Rundfunk gedacht und wie er gehört werden könnte. In der BBC findet man Plätze für Experimente, und vielleicht auch für eine wohlbegründete  Alltäglichkeit; auch Feature-Produzenten, die weniger affektiert sind und mehr unter Dampf stehen.&#8221;</em></p>
<p>Also bloß nicht heulen! Hinhören! Den interessierten Hörer geben, auch wenn die Tagespresse das Radio für ihre LeserInnen kaum reflektiert -  &#8220;Mehrspur&#8221; tut es und lädt in dieser Ausgabe auch mal wieder den alten Tom Schimmeck ein und läßt ihn die thematische &#8220;Sau des Monats&#8221; durch&#8217;s mediale Dorf jagen: Die &#8220;Agenda 2010&#8243; nämlich, das Konzept der asozialen Weltenretter, über das sich heute alle einig sind, so scheint es jedenfalls, nur Tom nicht, der läßt die Sau tröten und grunzen, daß es eine Freude ist: <em>&#8220;&#8230;So bleibt uns nur, in einen Schlachtruf einzustimmen, den der Herr Brüderle ganz gewiss nicht so gemeint hat. Der aber, auf den herrschenden Blödsinn angewendet, geradezu herzerwärmend wirkt: &#8216;Wir müssen uns dem Unsinn entgegenstellen. Was dort an scheinbarem Zeitgeist zelebriert wird, ist letztlich der falsche Weg. Damit fahren wir an die Wand und nicht in die Zukunft!&#8221;</em></p>
<p>Jede Menge Hörstoff also, reflektierter allzumal. Garniert mit flotten Intermezzi, präsentiert u.a. von einem ziemlich jungen &#8220;Frollein Europa&#8221;.  Das Ganze (wie immer) auf mehreren Spuren fesch montiert und mit der Aussicht auf die nächste Folge. Just listen!</p>
<p><a href="http://www.dokublog.de/site/index.php?page=Start" target="_blank">podcast</a></p>
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 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2747&amp;md5=6863b59d6235d3259ab6a4589953a139" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kleine Ermutigung!</title>
		<link>http://blogs.taz.de/spurensuche/2013/03/26/kleine-ermutigung/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 09:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ewiger Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnungsblüte]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Atem]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/03/ErmutigungHP1.jpg" rel="lightbox[2732]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2733" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/03/ErmutigungHP1-424x565.jpg" alt="" width="424" height="565" /></a></p>
<p align="center">
Weiß strahlt die Kälte<br />
Und droht<br />
Mit Ewigkeit.</p>
<p align="center">Doch kein frohes Lied<br />
Das wir nicht singen werden.</p>
<p align="center">Kein Lachen<br />
Das uns nicht findet!</p>
<p align="center">Noch bleibt uns<br />
Atem genug!</p>
<p align="center">Schwer seufzen die Beladenen<br />
Bevor sie ihre Last abwerfen.<br />
Und die Hoffnung<br />
Zum Blühen bringen.</p>
<p align="center">(db)</p>
<p align="center">
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2732&amp;md5=fd6f840af7bb82ddaf4d6e7176c55e03" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bad Waldsee wird Kinometropole!</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 14:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Berentzen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Waldsee]]></category>
		<category><![CDATA[Eugen Detzel]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Linse]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtkino]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/03/KinoBadWaldseeHP1.jpg" rel="lightbox[2725]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2726" src="http://blogs.taz.de/spurensuche/files/2013/03/KinoBadWaldseeHP1-424x318.jpg" alt="" width="424" height="318" /></a></p>
<p>So einer fällt immer auf die Füße. Klar, es gab eine Menge Streit mit den Junioren im Weingartener &#8220;Kulturzentrum Linse&#8221; und schließlich mußte er gehen. So etwas passiert einem &#8220;Urvater&#8221;, wie ihn die Schwäbische Zeitung im Jahre 2011 nannte, &#8220;Vatermord&#8221; gehört zum Geschäft der Emanzipation. Auch wenn Eugen Detzel über Jahrzehnte hinweg unter dem Motto &#8220;Kino.Kneipe.Kultur&#8221; eine verdammt gute Arbeit gemacht hat und die &#8220;Linse&#8221; mit hervorragender Reputation ausstattete: Jegliches hat seine Zeit!</p>
<p>Einer wie Detzel klopft sich nach so einem Sturz den Staub aus den Kleidern und macht etwas Neues. Egal wie alt du bist, du bleibst ein Gründervater, wenn nötig auch ein Gründergroßvater. Und das barocke Oberschwaben braucht Kinos, die den Blockbustern mit Filmkunst Paroli bieten. Also Bad Waldsee. Beschaulich, übersichtlich, kurgeeignet. Seit über 45 Jahren kein (!) Kino mehr. Und jetzt dies: &#8220;Unser kleines 50-Plätze-Kino soll im Stil eines nichtgewerblichen Programmkinos “künstlerisch wertvolle und in besonderem Maße informative Filme“ zeigen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Stadtkino&#8221; nennt sich das Projekt, arbeitet &#8220;semiprofessionell&#8221; und wird finanziert von einer gemeinnützigen Genossenschaft. Die BürgerInnen finanzieren ihr Kino selbst &#8211; ähnlich wie die LeserInnen die taz finanzieren.  Und &#8211; hört!, hört! &#8211; es gibt nicht wenige Cineasten in Bad Waldsee, die sich endlich ein eigenes Kino leisten wollen. Was so nicht zu erwarten war. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Filme gezeigt werden. Wenn Detzel &amp; Co. eine Fellini-Retrospektive zeigen, gehe ich hin. Gleich morgen. Versprochen. E la nave va!</p>
<p><a href="http://www.seenema-bw.de/" target="_blank">more info</a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/spurensuche/?flattrss_redirect&amp;id=2725&amp;md5=e444648aa0d9fc2274d95de68bf412cf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/spurensuche/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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