Nach all dem Potsdamer “Oh!-Ton” nun auch noch der “elektromagnetische Sommer”. In der Schweiz. Das gute alte (Alternativ-) “Radio LoRa” in Zürich präsentiert tagelang EigenArt, EigenSinn und sonstige hörbare Kunst, experimentell, elektronisch, in kollektiven Improvisationen, gern auch als Transformation von Bewegung, Klang, Geräusch, garniert mit medizinischen Röhren-Beats à la mode “MRT”. … weiter lesen
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100 Jahre Frauentag. Die taz druckt hundert Wunschzettel von ziemlich namhaften Frauen und vergißt dabei auch den von Angela Merkel (!) nicht. Weil die Kanzlerin bei der taz immer einen Wunsch frei hat. Und eine Frau ist. Egal. Es darf gewünscht werden und das nicht zu knapp, weil Träume die Richtung weisen und es Zeiten gab, in denen Wünschen noch geholfen hat. … weiter lesen
“Als alternatives Lokalradio ist es LoRa ein Anliegen, die unabhängige Musikszene zu fördern und Zürcher MusikerInnen ein Forum zu bieten. Im Vorfeld werden die Bands im Sendeprogramm von Radio LoRa mit Interviews und Musik vorgestellt, der Konzertanlass wird live übertragen auf Radio LoRa 97,5 MHz”
Zur Krippe her kommet. Also auf geht’s Richtung “Stall 6″ (Gessnerallee 8, 8001 Zürich), wo zwar noch kein Erlöser auf Stroh gebettet liegt, aber übermorgen schon mal die nötigen Klangteppiche gewebt werden! “LoRa A-Live Stage” mit speedigen Indie-Helden, sphärischen Trouble-Sounds und danach zwei DJ’s, deren Namen mir das Auge netzen: “Pistol Pete”, ein Art dirty young “Fuzzy” (wer kennt die TV-Serie noch?) an den Tables und vor allem auch DJ “Du Lait”, der jedem schwarzen Sound die rechte Mélange verpasst.
„Moneypulation – verlieren wir die Beherrschung!” – Radio “LoRa” hat sich dem Motto des Schweizer Maikomitees angeschlossen und begibt sich am Kampftag der Arbeiterklasse ganz entspannt ins Offene der Bankerstadt Zürich – mit Live-Studio auf dem Kasernenplatz und radikalem Infostand. Dort können alle einen Einblick in die Radioarbeit bekommen, LoRa-SendungsmacherInnen bewundern, sich über neue T-Shirts informieren und das gediegene Programm debattieren. LoRa präsentiert zum 1. Mai ein mehrsprachiges Sonderprogramm, inkl. Live-Übertragungen, “open-mike”, und außerdem , so steht zu lesen, “viel kämpferische Musik”. … weiter lesen
Nicht nur die Hälfte des Himmels wollen sie. Sondern auch die Hälfte des Äthers. An bestimmten Tagen indes,… wollen sie ALLES, das Brot und die Rosen und überhaupt: “Wie jedes Jahr nehmen sich LoRafrauen am 8. März den ganzen Äther und gestalten ein vielfältiges Frauenprogramm. Ab 12 Uhr warten Cüpli und Kuchen auf alle Frauen im LoRa. Männer bleiben draussen, uns gehört das LoRa am 8. März alleine – Wenn ihr die LoRafrauen kennenlernen wollt, schaut vorbei…” Engagiert, interkulturell, selbstbewußt und immer noch “alternativ” kommen sie daher, die MacherInnen des freien Züricher Radios “LoRa”. Allemal Beleg dafür, daß die Schweiz nicht nur aus Populisten, Demagogen, Minarettgegnern und Schwarzgeldkonten besteht.
“Ich bin immer noch im roten Bereich!” Karl ist ein wenig irritiert, pegelt sich allmählich ein, dann beginnt er in der Sendung “Vanille Club” seinen Bocksgesang zur “anschwellenden Krise” – ganz und gar live, komplett improvisiert und vollkommen allein im Studio. Karl heisst Schumacher, hat Gitarre, BluesHarp und Tamburin mitgebracht und singt davon, daß der “Kapitalismus am Ende” ist, vom “Leute verarschen bei Opel” und überhaupt. Man kann ihn anrufen, ein paar Takte mit Karl quatschen, dann ein Thema vorgeben, …wie Margrit, die nur eines will: “Spiel doch mal ein Lied für die arme Amy!” Karl schnappt sich also wieder seine Klampfe: “Ein Blues für die Winehouse…”. Klar doch. Alles ist möglich. Ganze Bands, auch DJs, Theaterleute, Filmschaffende, Kinderfunker können hierher kommen, moderieren, musizieren und inszenieren:
“radio X” macht’s möglich.





