Ich sag’ es diesmal früh genug, damit niemand klagt, er hätte nichts gewußt und sie sei doch Schwäbin und er aus Biberach und die alten Sitten müssten auch im Exil gelten und die Baden-Württembergische Landesvertretung serviere ohnehin nichts als eloquente grüne Maultaschen, weil dominiert von Stuttgart und mit denen aus dem Unterland könne man in Oberschwaben ohnehin nicht, weil die hätten ja nicht mal Barock, sondern nur ihren Bahnhof im Kopf und was wüssten die schon vom Chrischtkindle Ralau! Und wenn Berlin schon mal sowas wie Heimat bietet, dann wolle man schließlich davon wissen. … weiter lesen
Posts Tagged ‘Biberach’
Er ist Engländer. Aus Manchester. Hat Wurzeln in Sierra Leone. Und gibt (hört,hört!) den Biberacher. Den Oberschwaben. Per Afro-Funk. Sowas kann vorkommen. Nicht oft, aber seit es an der Riß diese Clique von Kreativen (Film, Foto, Musik) gibt, ist nichts mehr wie es war. Da findet einer wie Samuel Maitland, auch wenn er sich nicht allzu häufig in BC aufhält, schnell genug Kumpane, mit denen er eine CD aufnimmt und den dazugehörigen Clip produziert: “Ich bin ein Biberacher!” Na also, geht doch! Dem schwarzen Biberach wird die passende Melodie aufgespielt. … weiter lesen
Sie binden das Christkind an ein Seil. Und lassen es vom Dach herunter. Alle singen. Dann gibt’s Lebkuchen. Ziemlich harte…..
Kein Wunder, daß die Exilbiberacher leiden. Die heißen Weinhachtstraditionen ihres Fürstentums sind mit der Kälte des Berliner “Anything goes” nicht zu vergleichen. Sie kennen doch Biberach? Eine schmucke barocke Stadt, traditionell vordemokratisch, mit einer skandalösen Eselskulptur von Peter Lenk (der die Penisverlängerung des Kai Diekmann am taz-Gebäude realisierte) auf dem Marktplatz und einem “dirty dozen” mittelalterlicher Rebellen, die in der Stadt immer mal wieder für Provokationen sorgen, indem sie beispielsweise einen unabhängigen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl aufstellen – ganz unerwartet für die Fürsten und ihre Tümer. Nach all der APO dann wieder Pastorale, “Chrischtkindle Ralau” und Happy-Xmas-Hour im Café Weichardt. Bis zum Abwinken.
Wie gesagt, die Exilbiberacher in Berlin vermissen ihr Kind am Seil. Also lassen sie auch in Spreenähe eines herunter. Seit ein paar Jahren schon – z.B. in… weiter lesen


