04.02.2011 von Detlef Berentzen

“Ich hatte bei meinem letzten Besuch in Kairo das Gefühl, in dieser Stadt – mit ihren hochgradig erregten, frustrierten und jeden Tag aufs neue ums (Über-)leben kämpfenden Menschen – braucht es nur einen kleinen Funken, um eine gewaltige Explosion auszulösen.” (Bernhard Brugger)
Was meinen Freund Bernhard bei seinen von der taz veranstalteten “Expeditionen in die Zivilgesellschaft” Ägyptens erschreckte, diese Wahrnehmung einer Gesellschaft unter hohem Druck, das Gefühl einer nahenden “Explosion”, hat ihn nicht getäuscht. Doch der Schrecken wird noch größer, steigert sich immens, wenn jetzt täglich neue und grausame Wahrheiten über die Verhältnisse in einem Land publik werden, das zuvor allzu oft im Schatten kritischer Publizistik lag. Allein “Expeditionen” wie z.B. die der taz-LeserInnenreisen machten Einblicke möglich. Auch die direkte Unterstützung von Projekten in Ägyptens Zivilgesellschaft fand statt. Und findet statt. … weiter lesen
26.01.2010 von Detlef Berentzen

“Und nun fragen Sie sich natürlich, was sind das für Beweggründe, die einen jungen Mann, der das erforderliche Wahlalter gerade mal so erreicht hat, dazu bewegen, sich bei der Oberbürgermeisterwahl der Stadt Biberach zu stellen….” Eigentlich frage ich mich das nicht. Es war immerhin bitter nötig, daß jemand im Fürstentum Oberschwaben gegen den bislang amtierenden Maitre Fettback antritt. Beinahe hätte man ihn locker durchgewunken. Ohne, daß die fürstlich-schwarze Presse ( mit Namen “Schwäbische Zeitung”) sich gerührt hätte. Ohne, daß die etablierten Parteien nur einen Gegenkandidaten aufgestellt hätten. Aber jetzt: Gleich zwei Kandidaten treten an, durchaus parteilos. Mitte 20 der eine, Mitte 40 der andere, beide Beleg dafür, daß auch in Biberach Demokratie möglich ist. Manchmal.
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02.12.2009 von Detlef Berentzen

Mir geht es in meinen “Good Newz” um Menschen und Projekte, die sich gegen den immergleichen Alltag stellen, ihn verändern, Anfänge wagen, sich für Land und Leute engagieren. Es geht um Träume und Visionen. Um Mut und Phantasie. Es geht darum zu zeigen, daß autoritäre Enge nicht alles ist und radikale Experimente möglich sind.
Als aktuell klammheimlicher Sympathisant der taz, altersmilder Ex-tazzler und ständiger Beobachter der Damen und Herren in der Dutschke-Straße ist das Unternehmen “taz” für mich ein Projekt, das oft genug fröhlich experimentiert und dabei seine Anfänge nicht verraten, sondern sich nur immer wieder nachholend modernisiert hat. Die Entscheidung für die “taz Genossenschaft” war so ein Schritt in die nachholende Moderne. Und als mich neulich mein alter Freund Bernhard Brugger, Steuerberater der taz, anrief, mich auf die Erfolge dieser Genossenschaft aufmerksam machte, haben wir uns, aus aktuellem Anlass, entschieden, gemeinsam die GoodNewz “tazGeno9000″ zu platzieren. Voilà. … weiter lesen