Posts Tagged ‘Erich Fried’

22.11.2012 von Detlef Berentzen
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FriedNewz: Eine Stimme, die fehlt!

von Detlef Berentzen

Wer will/ dass die Welt/so bleibt/
wie sie ist/ der will nicht/
daß sie bleibt!
(Erich Fried)

 

“Wo Erich Fried für mich als kämpferische Figur absolut sichtbar wurde, war im Jahre 1967,  bei der Tagung der  Gruppe 47 in der Pulvermühle. Studenten aus Erlangen waren gekommen, feine junge Herren, die Revolution machen wollten. Wir reagierten höchst unterschiedlich, bildeten drei Parteien: da waren die Konrevolutionäre, wie Fried und Lettau, die Konservativen und  die Aufgeschlossenen mit Zweifel, dazu gehörten Grass und ich, obwohl ich mehr der Friedschen Truppe zuneigte. … weiter lesen

26.04.2012 von Detlef Berentzen
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CaesarsSalad: Aus den wilden Archiven der Bewegung (2)

von Detlef Berentzen

Springer 100.0
Unvergessen.

“Ein junger Mann ist gestern in Berlin gestorben. Er wurde Opfer von Krawallen, die politische Halbstarke inszenierten. Genau wie ein Mann in Uniform, der durch Steinwürfe nur deshalb schwer verletzt wurde, weil er einen Gast unserer Stadt, den Schah, schützen wollte.(….) Ihnen genügte der Krach nicht mehr. Sie müssen Blut sehen. Sie schwenken die rote Fahne und sie meinen die rote Fahne. Hier hören der Spaß und der Kompromiß und die demokratische Toleranz auf. Wir haben etwas gegen SA-Methoden. Die Deutschen wollen keine braune und keine rote SA. Sie wollen keine  Schlägerkolonnen, sie wollen Frieden.” (BILD, Berlin, 3. Juni 1967)

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22.11.2011 von Detlef Berentzen
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FriedNewz: Immer. Und noch.

von Detlef Berentzen

Wendet euch
nicht ab
sondern schauet
ihr braven Bürger
den jungen Neonazis
die in euerem Staat
von neuem den Glauben
an den alten Irrsinn
gelernt haben
tief in die Augen

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15.11.2011 von Detlef Berentzen
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HerbstNewz: Zeit zu verwehen!

von Detlef Berentzen

 

 

 

 

 

 

 

 

02.05.2011 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (135): Und Fried bleibt doch!

von Detlef Berentzen

Foto: Joern Schlund



WAS BLEIBT? Erich Fried hat sich in den Jahren vor seinem Tod (1988) oft diese Frage gestellt. Und spürte dabei nicht selten die Angst, daß nichts bleiben könnte. Vielleicht. All die Worte, all die Sätze, all die engagierte und liebevolle Lyrik,  all die eigensinnige Prosa, die der wiengeborene Dichter in Welt und Herzen pflanzte, könnten vergehen, Bedeutung und Wirkung verlieren. Jetzt, anläßlich seines 90. Geburtstags (6. Mai 2011), stellen wir fest: Viel, sehr viel von Frieds Werk ist aktuell und geblieben. … weiter lesen

17.12.2010 von Detlef Berentzen
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GoodNewz(90): CrossKultur & NomadenSound

von Detlef Berentzen

“Die Bösen Mädchen” – so nennt sich eine ziemlich ungewöhnliche musikalische Truppe von Girlz, die u.a. sogar Fried-Gedichte vertont und sie mit jeder Menge Enthusiasmus vorträgt. Oder vorgetragen hat. Jedenfalls fielen die Mädchen mir einst im “Charlottchen” auf, dann arbeiteten wir gemeinsam an einem Hörfunk-Feature über Erich Fried und irgendwie gingen sie mir danach verloren. Genau wie Gabriele Gün-Tank. Sie war die Frontfrau der “Bösen Mädchen”, rund um die Uhr engagiert, gerade auch in Sachen Anti-Rassismus. … weiter lesen

22.11.2010 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (85): Ein gebrauchter Dichter!

von Detlef Berentzen

Foto: Joern Schlund

…und die doch noch auf Morgen hoffen
ohne Wissen von Heute und Gestern
allen Lügen und Täuschungen offen
die sind meine Brüder und Schwestern

Zorngedichte. Angstgedichte. Liebesgedichte. Mancher wird sich noch an den kleinen Mann mit dem geschnitzten Krückstock erinnern, an den Liebhaber mit den dicken Brillengläsern und der ewigen Plastiktüte. An den knorrigen Dichter im schwarzen Shirt, der von Applaus umtost auf die Bühne geht, seine Manuskripte aus der Tüte kramt und umstandslos vorzulesen beginnt. Unverwechselbar. Nie ohne Bedeutung. Heute ist sein Todestag.

Erich Fried. Der wiengeborene deutsche Dichter. Der unbequeme, widerborstige, der zornige und liebevolle. Erich ist kein toter Dichter, nicht abgelegt und altes Eisen. Fried ist ein „gebrauchter Dichter“. Man liest ihn, nach wie vor. Auch die Jungen. Denn Frieds Worte  berühren. Selbst zweiundzwanzig Jahre nach seinem Tod, heute, erst recht heute, sind es seine Worte, die bleiben.… weiter lesen