Posts Tagged ‘taz’
Die Qualität eines Radioprogramms wird sich in Zukunft, zumindest für ein bestimmtes Segment von Angeboten, zunehmend über die Merkmale Nischeninteressen, soziale Bindung und Selbstwirksamkeitserfahrung definieren. (Golo Föllmer)
Es hat einmal mehr Spuren hinterlassen, dieses Magazin mit Namen “Mehrspur” (SWR2). Und mal wieder Radio reflektiert. “Mehrspur” ist zwar livehaftig bereits am letzten Sonntag gelaufen, aber das hat ja im Zeitalter von Podcast und Nachhörkultur (just click the link) gar nichts mehr zu sagen. “Alles ist in Bewegung!”, verkündete Redakteur Wolfram Wessels (im Beisein seiner Kollegin Anja Brockert) im sonntäglichen Äther: “Altes bricht zusammen, vor allem aber bricht Neues auf”, was wiederum nichts Neues ist: It’s the end of the world as we know it! Und das schon lange.
Nehmen wir also Golo Föllmer. Der firmiert im Netz und an der Uni Halle als “Onlineradiomaster” und hat für Mehrspur darüber nachgedacht, welche wesentliche Frage die Altvorderen im Radio wohl als nächste zu beantworten haben: “Wie können Radio-Professionals konstruktiv damit umgehen, dass sie in Zukunft nicht mehr allein entscheiden, was die Qualität des Radios ausmacht, sondern zusammen mit ihren Hörern?”…mit denen sie soziale Netzwerke bilden und nächtens in deren Nischen kuscheln. Warum nicht? … weiter lesen
nix mehr watt und plumpe. zweiunddreißig jahre nach ihrem anfang hat sie den wedding längst verlassen, sich ein großes haus in kreuzberg gekauft, pflanzt grüne hoffung auf sturmumtoster dachterrasse, montiert publizistische erektionen an die Wand und sucht immer noch furchtlose genossInnen.
“Es kommt nicht alle Tage vor, daß im Radio vom Radio geredet wird,- man möchte im Gegenteil behaupten, daß solche Momente Ausnahmezuständen des Radios gleichkommen – sie sind gewissermaßen Programmstörungen, die wie ein Kabelbrand im Studio das Sendegeschehen trüben.” (Peter Sloterdijk)
Na also, endlich mal wieder ein Kabelbrand! Inszeniert von Sloterdijk persönlich! Es war demnach wirklich keine schlechte Idee von Feature-Redakteur Wolfram Wessels im September d.J. das Magazin “Mehrspur” auf SWR2 ins akustische Leben zu rufen,um im Radio über’s Radio zu reden,… von wegen “Radio reflektiert” und dem eigenen Medium den Spiegel vorhalten – nicht ohne dabei mit der taz zu kooperieren!
Zwar wird bislang nur einmal im Monat gesendet, doch auch die taz-Medienseite “spurt” inzwischen radiophon – ein Anfang ist also gemacht, gegen den Trend des Banalen: “Video kills the Radio-Star” und überall nur noch Shrinkheads mit Werbepausen im Hirn und diesem verdammten Flimmern in den trüben Augen.… weiter lesen
“Wie sich das Medienhaus M.DuMont-Schauberg gerade selbst zerlegt, ist großes Theater. Das Ganze ist trotz virtuellen Vatermords allerdings beileibe nicht Shakespeare. Sondern eher großbürgerliches Melodram mit Hang zur Operette”.(Steffen Grimberg)
Na also, sie klappt doch, die Kooperation zwischen der taz und dem Medienmagazin “Mehrspur”(SWR2). Am nächsten sonntäglichen Sendetermin (5.12., 19.30 Uhr) ist es deshalb auch taz-Medienredakteur Steffen Grimberg himself, der qua Rubrik akustisch die “Sau durchs Dorf” treibt und sich dabei der “melodramatischen” Posse der DuMonts annimmt, die, gesteht er, “auch gestandene Beobachter des Medienzirkusses vor Vergnügen quieken lässt.” Jetzt wissen wir also, welche Töne Steffen G. beim Schreiben so von sich gibt, doch egal, …was das mehrspurige Resultat betrifft: Weiter so!
Das gilt übrigens auch für den Schweizer Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger. Er nimmt am Sonntag jene Debatte auf, die “Mehrspur” seit der ersten Ausgabe führt: Das Ende des Programmradios. Wichtig genug. Doch Schönberger sieht dies Ende… weiter lesen

Etwas mit Medien wollte er machen, irgendwann mal Journalist werden und suchte einen Praktikumsplatz: Philipp. Da möchte man doch helfen. Dafür sorgen, daß einer sich ausprobieren kann – fünfzehn Jahre alt, neugierig genug und schon ziemlich clever. Also taz. Wieder mal. Etwas anderes kam nicht in Frage, sollte der Junge nicht müde und stumpf werden. Und war tatsächlich begeistert. Von Randy, Sigrid, Georg und all den anderen. Was zu nachstehenden Notizen führte:
“Klar doch, bevor ich zu meinem ersten Arbeitstag aufbrach, war meine Vorstellung vom Arbeitsklima in der taz noch eine ganz andere. Doch dann war ich mächtig überrascht: All die Gedanken, die ich mir zuvor gemacht und all die Eindrücke, die ich von der Arbeit meiner Eltern hatte, entsprachen nicht der taz-Realität. Die Stimmung dort war sehr locker und während meiner ersten Redaktionskonferenz wurde viel gelacht – was mich umgehend positiv beeindruckte. … weiter lesen
Bascha Mika geht. Wohin auch immer. Noch im Januar 2009 habe ich anlässlich meiner “Spurensuche im taz-Gedächtnis” (Feature SWR/RBB) ein langes, ausführliches Gespräch mit ihr geführt. Natürlich habe ich sie auch gefragt, “wie weit die Liebe” in puncto taz denn wohl reicht. Bascha hat differenziert darauf geantwortet und erzählt, was diese “kleine Zeitung” ihr bedeutet. … weiter lesen





