vonCaro 01.07.2019

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Trauerspiel im Mittelmeer“ „Urlaub im Massengrab?“ „7 Tage Mittelmeer ab 999€ p.P. exkl. Lebensgefahr“ mit einem Spendenaufruf für die zivile Seenotrettung von Sea-Watch e.V.

In Anbetracht der Aktualität des Themas, da jeden Tag Menschen in überfüllte Boote steigen und versuchen über die riskante Mittelmeer-Route nach Europa zu gelangen…und viel zu viele Menschen dabei sterben, ist das Aktionskollektiv „Blindfische“ seit Freitag mit einer richtig guten Adbusting-Kampagne an die Öffentlichkeit gegangen.

Als ich vor ein paar Tagen auf den Bus gewartet habe und mir dieses Werbeplakat für Kreuzfahrten unter dem Motto „Neues Traumziel im Mittelmeer“ anschauen musste, fand ich diese Werbekampagne extrem zynisch, weil sie alle Fakten des Alltagsgeschehens ausblendet, für die reine Bespaßung der deutschen/europäischen Urlaubsreisenden auf einem Luxus-Liner…die fernab der Risiken für Leib und Leben abgeschottet über das Mittelmeer schippern. Auf dem Adbustingplakat erinnert deshalb ganz unten der Satz an die alltägliche Wirklichkeit: „Das Mittelmeer ist immer noch die tödlichste Grenze der Welt„.

Aus der Pressemitteilung des Aktionskollektivs „Blindfische“:

„Der aktuelle Fall von Sea-Watch 3 zeigt erneut, wie sehr sich die EU die Recht auf Menschenwürde an ihren Außengrenzen mit Füßen tritt. Wir können uns nicht auf dem Mittelmeer bewegen ohne hinzuschauen! Das Mittelmeer ist immernoch die tödlichste Grenze der Welt.

Nicht nur, dass die EU ihrer Verantwortung nicht nachkommt, sichere Wege für Schutzsuchende zu gewährleisten, sondern auch, dass Rettungsschiffe wochenlang auf hoher See im Stich gelassen werden, ist absolut inakzeptabel. Was wir im Mittelmeer brauchen sind Rettungsschiffe für Menschenleben statt Luxus-Kreuzfahrten für den Urlaubsspaß. Wir fordern eine EU Politik, die sichere Wege schafft, um in EU auf legalem Wege Asyl zu beantragen und Schutz zu suchen. Wir fordern die Wahrung der Menschenwürde an Europas Außengrenzen!

Das Künstler*Innenkollektiv ruft zu Spenden auf um Menschenrechte zu verteidigen. Sea-Watch drohen eine Beschlagnahmung des Schiffes und bis zu 50.000 Euro Strafe. Der #SeaWatch Rechtshilfefond: DE93 4306 0967 1239 3243 00“

Nun wurde in der Zwischenzeit in der Nacht von Freitag auf Samstag die Kapitänin der Sea-Watch 3, Carola Rackete, festgenommen und das Schiff beschlagnahmt… umso dringlicher das Thema anzugehen!

(21:20 Uhr habe ich ein paar kleine Änderungen vorgenommen und neue Fotos hinzugefügt im Vergleich zum Originalartikel von heute Nachmittag.)

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https://blogs.taz.de/streetart/2019/07/01/solidaritaet-fuer-die-sea-watch-3/

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