25.02.2013 von Caro

“Der Senatsbeauftragte für Segregation der Stadt Berlin” hat im Bezirk 12051 verifiziert und gestempelt: “Hier wurde erfolgreich gentrifiziert” Witzige Idee, das Gentrifizierungsthema auf diese Weise umzusetzen. Jedenfalls sieht der Aufkleber höchst offiziell und fälschungssicher bis ins Detail aus. Zum Glück ist die Straßenecke auf der Schudomastraße, wo ich diesen Aufkleber im letzten Sommer gesichtet hatte bisher noch nicht gentrifiziert, sondern ganz die alte Neuköllner Straßenecke mit Bäckerei und Schneebeseitigungsfirma.

…gut platziert war der Aufkleber auch…dadurch ist er mir überhaupt erst aufgefallen.
05.02.2013 von Caro
Bisher waren die Street Yogis meist auf Straßenschildern zu finden und aus Fleisch und Blut – äh, ich meinte aus Kork und Holzstäbchen…und dann tauchten (witterunsgbedingt?) vermehrt StreetPeople auf Papier auf, die meist in Interaktion mit anderen sind. Sieh selbst…

Hat der Yogi-StreetPeople eine Art Golem geschaffen? Fuck…sagt Prost. Gesehen vor einer Weile in der Hertzbergstraße in Berlin-Neukölln.

Und hier wird der Streetpeople zum Character eines Sprühers. Gesehen ebenfalls in der Hertzbergstraße.
…und weitere aus dieser Reihe werden folgen…
28.03.2012 von Caro
Heute mal ein Artikel über eine andere Art von Stadt-Kleinod, den Comenius Garten in Neukölln, der heute 20 Jahre alt wird:
Mein erstes Mal Comenius-Garten war am Tag meines Umzugs nach Rixdorf, vor circa 2 Jahren. Wir waren zu dritt unterwegs und ziemlich schlapp vom Geschleppe. Da beschlossen wir, uns im Naturparadies des Comenius-Gartens zu erholen. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mit ein paar Grundregeln und -ideen des Comenius-Gartens Bekanntschaft gemacht: Ich setzte mich auf den Steg und wollte meine nackten Füße gerade ins Wasser baumeln lassen, als ein Herr mit weißem Rauschebart vorbeikam und mich drauf aufmerksam machte, dass ich das besser nicht täte, da dort in dem Teich ja 12 Libellensorten leben würden, die ich dann störe. Gleichermaßen machte er einen meiner Begleiter recht barsch drauf aufmerksam, dass er besser sein Fahrrad sofort von dem Baum (und überhaupt aus dem Garten) entfernen solle, da die Rinde in Mitleidenschaft… weiter lesen
11.11.2011 von Caro

Bombenblasen. Richardstraße. Berlin-Neukölln.
Der “neue” Character in Rixdorf ist diesmal etwas angriffslustiger unterwegs: Statt Seifen- bläst er Granaten-Blasen!

Bombenblasen und die Liebig14. Richardstraße. Berlin-Neukölln.
Vielleicht hat das ja mit dem Spruch “Liebig14 bleibt ACAB” zu tun? Also quasi eine Soli-Streetart für das mittlerweile geräumte Liebig14-Wohnhaus in Berlin-Friedrichshain? Mir gefällt’s jedenfalls…weil mensch zuerst an Seifenblasen denkt und erst beim 2. Hinschauen sieht, dass dem nicht so ist. Außerdem ist der Spot ja auch wirklich gut ausgesucht!
13.10.2011 von Caro

Wo sind meine Augen? Richardstraße. Berlin-Neukölln.
Der Character, den ich letztens entdeckt hatte, ist mir seitdem noch zwei Mal über den Weg gelaufen. Hier in der Richardstraße auf der Suche nach seinen ausgefallenen Augen.

Wo sind meine Augen? im Kontext. Richardstraße. Berlin-Neukölln.
Mir gefällt diese Straßenecke…schön ausgesuchter Spot für den Character.

Die young. Schudomastraße. Berlin-Neukölln.
Der etwas unglücklich wirkende “Die young”-Party-Character mit Ballon. Danke an Josef für den Hinweis darauf!
25.09.2011 von Caro

School, Work, old, Death. Mareschstraße. Berlin-Neukölln.
Seit ein paar Tagen erfreut mich diese Ansicht im Rixdorfer Kiez: dieses Tier, das das ganze Leben vom Blick auf die Uhr getrieben ist (das sieht man auf dem kleinen Foto vielleicht nicht, jedenfalls gucken die gestressten Augen auf jedem Bild immer auf die Armbanduhr, die mit einem neon-orangenen Ausrufezeichen markiert ist): bei der Einschulung, auf dem Weg zur Arbeit, alt im Park mit Vöglechen und mit Blumenkranz im Sarg. Sehr schick!

Fragendes Tier. Brusendorfer Straße. Berlin-Neukölln.
Seit ein paar Wochen klebt direkt um die Ecke von der obigen Serie dieses fragende Tier. Vielleicht bezieht es sich auf die Sticker daneben? Da war mal ein Antifa-Sticker, dessen antifaschistische Aussage in eine pro-faschistische umgekratzt worden war…woraufhin dort wieder ein antifaschistischer Sticker von “Neukölln gegen Nazis” geklebt wurde.
Freue mich schon drauf, wenn es hoffentlich bald mehr davon im Kiez zu entdecken gibt!
10.09.2011 von Caro

Street Yogi auf einem Bein. Karl-Marx-Straße. Berlin-Neukölln.
In der letzten Zeit sehe ich sooooo viele von den Street Yogis in Berlin…sogar in Prenzlauer Berg in der Pappelallee! Hier zwei aus Neukölln, die mir gut gefallen haben…auch weil sie so gut zum Hintergrund passen: hier die Parallelität zu den Antennen dahinter.

Kofstand Street-Yogi. Hermannstraße/Thomasstraße. Berlin-Neukölln.
Hier der Kopfstand Street-Yogi vor dem Hintergrund der Einflugschneise-Markierungen des Flughafen Tempelhof.
Und hier nochmal der Link zum Interview, was ich mit dem Macher der Yogis gemacht hatte.
15.07.2011 von Caro

Anarchie-Ritzer. Richardstraße. Berlin-Neukölln.
In der Richardstraße ist ein beeindruckend große und bunte Illustration aufgetaucht. Ein Junge, der in die Rinde eines Baumstumpfes das Anarchie-A schnitzt. Neben ihm liegt ein Stapel zusammengebundener Bücher… Hat er dann auch die Theorie zur Anarchie gelesen?

Anarchieritzer mit Passant. Richardstraße. Berlin-Neukoelln.
Und hier nochmal mit einem Passanten…damit die Größenordnung anschaulich wird.
Danke an den Street-Yogi-Josef, der mir den Tipp gegeben hat, dort mal vorbei zu schauen!
13.07.2011 von Caro

Vogel-Farb-Fleck. Schudomastraße. Berlin-Neukölln.
bedarf keiner weiteren Worte, finde ich.
17.06.2011 von Caro
Liebe Leser_innen dieses Blogs,
ich möchte Euch auf eine feine kleine Ausstellung mit dem Thema Streetart im Rahmen des 48-Stunden-Neukölln-Getöses aufmerksam machen. Sie findet statt im Yogaraum Richardplatz (Hertzbergstraße 27, Hinterhaus im EG) und wird von Josef ausgerichtet. Josef ist berlinweit unbekannt bekannt durch seine kleinen gebastelten Kork-Yogis, die er auf Straßenschilder anbringt. In der persönlich gestalteten Ausstellung, kann nachvollzogen werden, wie er selbst zur Streetart kam, welche Künstler/Kunstwerke ihn präg(t)en, welche ihm gefallen.
Samstag 18.06. und Sonntag 19.06. jeweils von 14-18 Uhr kann die Ausstellung besichtigt werden. Mehr Infos zur Ausstellung gibt es hier. Und die riesige Streetart-Foto-Sammlung aus Neukölln von Josef ist hier zu erreichen.