Katzen und Fische (Wdhlg.)

Zehn Stunden am Tag normal sind schon ein schönes Ergebnis.
Das gilt es auszubauen.

Was soll man auch aufschreiben.
Man hat genug damit zu tun, sich durch die Tage zu schleppen.
Und neben einem piepst es.
“Hallo…!”  piepst es.
“Was ist denn?”
“Miauuuuu.”
“Bist du ein Hund … äh … eine Katze?”
Intensiveres Miauen.
“Hast du Hunger?”
“Miauuuuu.”
“Willst du Fische?”
“Miauuu.”
“Grüne oder rote?”
“Miauauuuu” (= unwichtig, that’s not the point)
“Soll ich dir sagen, wo die Fische sind?”
“Miauuuau” (zustimmend)
“Also da unter dem Scheibtisch.”
Er krabellt unter den Schreibtisch, verspeist rasend schnell ein paar imaginäre Fisch und schaut erwartungsfroh.
“Und da. Neben dem Bett.”
Freudig miauend krabbelt der kleine Freund neben das Bett und verspeist in Sekundenschnelle ein paar Fische.
Und guckt wieder fragend und faucht manchmal ein bißchen.
“Äh ….. im Papierkorb.”
Kraucht zum Papierkorb, steckt seinen Kopf rein, und mampft voller Freude.

Und das zehn Mal.
Und dann wieder etwas Andres zehn Mal.
Einen Stoffball apportieren.
Und dann mach ich zwischen halb fünf und fünf eine Zigarettenpause; mach mir einen Tee, gehe zum Fenster, öffne es, rauche, trinke Tee. Schaue aus dem Fenster in den Herbst in Berlin-Mitte.
Ein paar Blätter.
Männer im Trenchcoat da unten. Geschäftsleute, Beamte, Politiker, was auch immer.

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