29.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Dies Auto fotografiere ich seit dem Frühling.

Fast jeden Tag, wenn ich an ihm vorbeigehe.

Die Dämmerung über dem Friedhof an der Zossener Straße ist immer schön. Nur die Farben im Fotoapparat stimmen nie so ganz richtig, wenn man Himmel aufnimmt.

Auf diesem Friedhof liegt z.B. E.T.A. Hoffmann begraben.

Die meiste Zeit ist es zu dunkel. Aber wem sagt man das ….
27.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Platte des Tages. Passt gut in den November.

Marheinekplatz. Vor der Passionskirche.

ebd. Die Markthalle öffnet übrigens am Samstag wieder.

Keine Ahnung, auf wen die Blume wartet.

Freiheit für Flo!
25.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

David Lynch the problem solver


David Lynch, the problem solver.

Wie schade, dass er nun doch irgendwie ganz offensiv zu spinnen scheint. Sein Auftritt neulich in der Urania war erschütternd. Er war von Raja Emanuel Schiffgens begleitet worden. Schiffgens, der auch öfter für die Naturgesetzpartei in den Wahlkampf zog, war 2000 vom Maharishi Mahesh Yogi zum Premierminister des “Weltweiten Landes des Weltfriedens” gemacht worden. Der Maharishi Mahesh Yoga war als Beatles-Guru berühmt geworden. (s.a. “Across the Universe”)

Im Fernsehen steckte sich Thomas Blackthorne, ein wilder Engländer, einen “laufenden” Presslufthammer in den Hals. Das war Guinness-Weltrekord. Den 25cm langen Meissel, den er zuvor mit Öl beträufelt hatte, schenkte er dann Nina Hagen, die auch dabei war.

Wie gemütlich aufklärerisch dagegen war das Fernsehen doch noch bei Loriot.


Und ausserdem war wieder mal Vollmond.
23.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Beiden Seiten hatte es damals an Empathie gefehlt; vielleicht auch an Respekt. Die Kommunikation war gestört. Dinge, die hätten gesagt werden müssen, waren zuvor nicht gesagt worden. Aus Feigheit, weil die Beteiligten unfähig gewesen waren, Kritik zu ertragen, Kritik zu üben, weil der Chef durch zu große Selbstsicherheit provoziert hatte – irgendwie so etwas.
Die Aufrührer hatten beobachtend dagesessen, auf Fehler des Chefs gewartet und jeden dieser Fehler erfreut notiert. Man hatte seine Schäfchen gezählt bis man meinte, in der Position zu sein, gefahrlos den König stürzen zu können. Der Chef hatte damals den Fehler gemacht, sich in einem Artikel darüber zu mokieren, dass nun so viele Redakteure Schlips tragen würden. Die als Schlipsträger denunzierten Schlipsträger und ihre Parteigänger waren furchtbar empört und beleidigt und später hatte es dann noch eine furchtbare Versammlung gegeben, auf der eine Kollegin dem zu kündigenden Chefredakteur tatsächlich tief gekränkt vorgeworfen hatte, “du… weiter lesen
21.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Prinzenstraße.

Der Weg da vor dem Urbankrankenhaus.

Maybachufer.

Gleiches Fenster.

Café Morena.
20.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Am Sonntagabend im “Café Alptraum” (Monumenten-/Katzbachstraße) spielten wir die Kreuzberg-Allstars-Flippermeisterschaft aus. Die verwendeten Geräte hießen “Lord of the Rings” und “Mars Attacks”.

So sah man nun einige Menschen, die man zuvor nur als Kürzel in den Ranglisten gekannt hatte. Zwei Frauen hatten sich immer als “APS” in die High-Score-Listen eingeschrieben. “APS” bedeutete aber nicht “Alptraumsisters”, wie Alex gemeint hatte, sondern etwas anderes, was weit zurück in die Kindheit einer der Beiden führte. Andere verwendeten Kürzel ihrer Namen oder des Namens ihrer Freundin.

Bewundernd beobachteten wir den Captain beim Spiel. (In echt waren die Farben aber ein bißchen anders)

Alex, Betriebsrat bei der Dienstleistungsgewerkschaft VERDI, notierte die Ergebnisse.

Draussen war schon herbstlich.

Ralf teilte sich mit Captain Fantastic den ersten Platz. Jens Domke, der Flipperaufsteller, hatte das schöne “Revenge From Mars”-Bild gestiftet. Das Nachfolgermodell von “Mars Attacks” ist allerdings nicht so gut, wie sein Vorgänger.… weiter lesen
18.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt
In letzter Zeit hatte ich häufig Leute, miteinander verwechselt. Manchmal hatte ich jemanden eine Weile fragend und leicht irritiert angeguckt, weil seine Stimme genauso geklungen hatte, wie die eines anderen, den ich besser kannte; manchmal sprach ich einen mit falschem Namen an oder sagte den falschen Namen erst beim sich Verabschieden. Furchtbar!
Beim letzten Treffen der Berlin-Kultur-Autoren, hatte ich Uli Hannemann ein “tschüß René” hingeworfen (er hatte mit einem “Mach’s gut, Dirk” geantwortet). Ich hatte das Kirsten Riesselmann erzählt und sie hatte gesagt: “Aber das ist doch Uli Hannemann, der Liebling der Massen”; und ich dachte, ja, logisch, klar, wie hatte ich das vergessen können: René ist der Kollege mit der Dating-Serie und Uli Hannemann eben der Liebling der Massen. Gesprochen hatte “Liebling der Massen” sehr schön und irgendwie fast fragil geklungen.

Gestern Nachmittag las Uli Hannemann jedenfalls im neuköllner AWO-Treffpunkt in der Thomasstraße. Ich… weiter lesen
17.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Ich hatte keinen eigenen I-Pod und brauchte auch keinen.

Roughy aber hatte einen und hörte gern Musik, wenn er an seinem Laptop saß. (In Wirklichkeit hörte er jetzt aber keine Musik wie man sieht.)
Abends auf der langen Lesenacht aus dem Buch “Schicht! Arbeitsreportagen für die Endzeit” (suhrkamp). Es dauerte sechs Stunden. Anfangs war es sehr voll im edlen berliner “Palais am Festungsgraben”, am Ende, als Dietmar Dath einen proklamatorischen, kämpferischen Text vortrug, war es schon ziemlich leer.
Zwar schmeckten die Brötchen sehr gut, aber das edle Ambiente passte nicht recht zur Veranstaltung. Das Konzept des Buchs war (wenn ich’s richtig verstanden habe), Schriftsteller für eine Reportage in einen Betrieb zu schicken, wo sie dann einen Menschen ihrer Wahl irgendwie porträtieren oder auch schriftstellerisch ein bißchen verwandeln sollten. Harriet Köhler porträtierte einen Lehrling in einem Gourmetrestaurant, Peter Glaser drei Leute, die im Digitalen arbeiten, Bernd Cailloux hatte bei… weiter lesen
16.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt
Nachtrag zum Deutschen Herbst
deutsche Charts 1977:
TW Points #Weeks Peak Title Artist
1. 388 22 1. Yes Sir I Can Boogie Baccara
2. 379 20 1. Living Next Door To Alice Smokie
3. 336 21 1. Ma Baker Boney M.
4. 326 21 1. Orzowei Oliver Onions
5. 319 22 1. Magic Fly Space
6. 311 19 1. Knowing Me Knowing You Abba
7. 307 23 2. Oh Susi (Der zensierte Song) Frank Zander
8. 300 21 1. Porque te vas Jeanette
9. 298 24 4. Don’t Cry For Me Argentina… weiter lesen
15.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Nachdem wir Kaffee mit Zigaretten geraucht hatten, fuhr mich A in die Stadt. Dort war ich mit Manfred vom Buchladen “Roter Stern” verabredet. Ich war stolz darauf, dass die Buchhandlung Mitveranstalter der Lesung gewesen war, nachts hatten wir noch über die RAF und ihr diesjähriges Medienrevival geredet und irgendwie gefielen mir beim aus-dem-Fenster-gucken die Bausünden der 70er, an denen wir vorbeifuhren; der schöne Kontrast zwischen der uralten Oberstadt und solchen Sachen.

Freundschaftlich assoziiert mit der Buchhandlung ist das Café “Roter Stern” an der Lahn. Es ist total nett dort. Und supertoll, dass die, die weniger Geld zur Verfügung haben, “bleifrei” bezahlen können, was heisst, dass es einen Euro weniger kostet; die anderen Preise heissen “normal”. Wie es heisst, wenn man mehr bezahlt, hab ich vergessen.
In der Praxis funktioniert die soziale Preisgestaltung allerdings wohl doch nicht so gut.


Marburg.

Die “Angela… weiter lesen