Archive for Januar, 2008

31.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Do 14:58

von Detlef Kuhlbrodt

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Gestern gab es den Spielfilm “Kottan ermittelt – Hartlgasse 16a” von 1976. Die Wohnung der Rentnerin ist ein Archiv. Ein Drittel des Zimmers besteht aus Zeitungsstapeln. Die Kriegsgeneration konnte nie was wegschmeissen.
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ebd.

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Alles klar?

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Alles klar!

30.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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1978 – Notizen

von Detlef Kuhlbrodt

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Das Auto stand ordnungsgemäß an seinem Platz.

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30 Jahre Tunix – Eine Generation meldet sich zu Wort. Acht Sonderseiten in der taz. Der Bericht eines Dabeigewesenen im “Spiegel”.
Aus allen, die damals so radikal waren, ist was geworden. Die Vielen, die unter die Räder kamen oder durchdrehten kommen nicht vor. (Wie auch unter Popstars, war die Selbstmordquote in der linksradikalen Szene glaube ich recht hoch)
Was wohl aus den linken Demoschlägern geworden ist?

Wie die 68er waren die 78er eine entspannungsüchtige Generation (die zentrale Bedeutung von Alkohol und Haschisch bei gleichzeitiger Unfähigkeit, sich zu amüsieren – Hedonismus war ein Schimpfwort, Tanzen konnte niemand; Alk und Drogen wurden als Arbeitsmittel verwendet. Nur Theweleit hatte dazu mal was geschrieben. (aber letztlich ja auch Fauser, der dies authentische Männertrinken romantisierte oder Eckhard Henscheid, der es aus so einer nihilistischen Position heraus lustig fand)

Viele bedauerten 68 verpasst zu haben,… weiter lesen

28.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Hasenmultitude

von Detlef Kuhlbrodt

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Im Hintergrund ist Herbert. Als “acidbastard” legt er oft zusammen mit Christian, der mir die Fotos schickte, im “Fireclub” im ACUD auf. Der Hase, das ist Patrick.
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David hatte mir mal eine schöne Biografie von David Bowie zum Geburtstag geschenkt; Bernd ist der einzige, den ich kenne, der im Stehen schlafen kann. Ich selber war leider nie ein Hase.

23.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Übertragung

von Detlef Kuhlbrodt

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Das Auto, das vor dem Literarischen Colloquium am Wannsee stand, schien ganz okay zu sein. Es gehört dem “Deutschlandfunk”. Im Inneren des Hauses sprachen Friedrich Kittler, der Amerikanist Heinz Ickstadt und der Pynchon-Übersetzer  Nikolaus Stingl über “Against the Day”. Moderiert wurden sie dabei von Denis Scheck.  “Gegen den Tag” wird im Mai auf Deutsch rauskommen.

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Seit vielen Jahren steht dies Fahrrad schon am S-Bahnhof Yorckstraße.

22.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Giwi Margwelaschwili (Rohform)

von Detlef Kuhlbrodt

Es stimmte ein bißchen wehmütig, an diesem schönen Nachmittag mit dem Fahrrad von Kreuzberg in den Wedding zu fahren, in die Gegend zwischen Voltastraße, Gesundbrunnen, Humboldthain, wo früher mal die “taz” gewohnt hatte.
Ende der 80er, Anfang der 90er, hatten wir hier jede Woche Fussball gespielt; nun wollte ich den Schriftsteller und Philosophen Giwi Margwelaschwili besuchen, der vor etwas mehr als einem Monat 80 geworden ist und seit sieben Jahren in einer Ein-Zimmer-Wohnung im fünften Stock eines Hochhauses wohnt, dass hier rumsteht. Vor einem Monat hatte ich seinen neuen Roman „Officer Pembry“ gelesen, in dem es, wie in den meisten Büchern Margwelaschwilis, um das teils tödliche Wechselverhältnis zwischen Text und Leser geht; darum, wie der Text, in dem sich der Leser erkannt fühlt, tödlich wirken und was man dagegen kann. Weil mich das Thema selbst viel beschäftigt, hatte ich mir viele Notizen gemacht;… weiter lesen

21.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Still raining

von Detlef Kuhlbrodt

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Die Raucherinsel vor dem Fussballplatz bestand nur aus dem Schild, auf dem “Raucherinsel” stand.

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Zum Glück war es nur ein verlaufenes Graffiti.

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tagszuvor hieß dieser Club noch “Poker 2″

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Das Gespenst der Aufklärung.

Apropos:

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Mehringplatzidylle.

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Gestern fand ich den Himmel irgendwie sehr bedrückend; heute war es sehr schön und beruhigend, stundenlang im Regen spazieren zu gehen. Dies Fahrrad am Halleschen Tor beobachte ich schon seit Monaten.

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Alles klar? – Alles klar!

20.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Rainy Day

von Detlef Kuhlbrodt

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Ich konnte nicht schlafen. Frank Schirrmacher. Jens Jessen. Der Hausmeister. Die beiden Schläger. Helmut Höge und Rainald Goetz schwirrten in meinem Kopf rum, während ich versuchte, in den Schlaf zu fallen. (Wenn man im Bett liegt und nicht schlafen kann, kann man sich überhaupt nicht vorstellen, die Grenze zwischen Wachen und Schlafen zu überschreiten.)

Rainald war glaube ich der erste gewesen, der einen Zusammenhang zwischen Rauchverbot und “Prügelausländern” hergestellt hatte. Komisch, dass das in den Zeitungsartikeln über die Fehde zwischen Jessen und Schirrmacher gar nicht erwähnt worden war. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die meisten Journalisten keine Blogs lesen. (Das Online-Publikum ist glaube ich ein anderes als das Offline-Publikum.)
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Jens Jessen, den ich prima finde und der glaube ich auch Blogs liest, hatte diesen Gedanken übernommen und ausformuliert, stellte ich mir vor und Schirrmacher hatte sich so provoziert gefühlt, wie sich… weiter lesen

19.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Winteraufzeichnungen über Sommereindrücke

von Detlef Kuhlbrodt

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Datenmüll

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80 Gigabyte.

Da war ich wohl in den Wedding gefahren, um den Schriftsteller Giwi Margwelaschwili zu besuchen, der im Dezember 80 Jahre alt geworden war.

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In der Gegend hatten wir vor zwanzig Jahren immer jeden Dienstag Fussball gespielt. Höge hatte auch mitgespielt. Er war so eher der Aussenstürmertyp und hatte richtige Fussballschuhe mit Stollen. Komischerweise hat sich der Dienstag als Fussballtag erhalten.
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Eigentlich war es normal, dass nun (nach den “großen Erfolgen”) wieder vieles schief lief; das Konto war bis an den Rand der geduldeten und gewünschten Überziehung des Dispos überzogen; das Geld, das ich meinte, vom Verlag gleich zu kriegen, und mit dem das hätte ebseitigt werden können, würde ich erst viel später bekommen (“hast du den Vertrag nicht gelesen? Das Geld wird nur einmal im Jahr ausgeschüttet” – natürlich hatte ich den Vertrag nicht gelesen… weiter lesen

17.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Das kleine Fahrzeug

von Detlef Kuhlbrodt

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In den anderen Jahren hatte es die ersten Frühlingsandeutungen erst während der Berlinale gegeben.

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Ich schwankte zwischen verschiedenen Texten und wusste nicht, welchen ich zu Ende machen sollte. Als wir nach so langer Zeit, wieder am Flipper gestanden hatten, hatte A. gesagt, alle Optionen wären gesund und ich solle davon jetzt unbedingt ein Foto machen und das auch in’s Netz stellen. Das machte ich aber doch nicht, sondern spielte lieber weiter.

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Oder man dachte noch an andere Sachen, vielleicht auch weil man es nicht aufgeschrieben hatte. Dass Albert Hoffmann am 12. 102 geworden war oder auch, dass die Leute, die über den Blog von Rainald Goetz geschrieben hatten, immer nur in seinen und nicht in den eigenen Worten über seinen Blog  geschrieben hatten und auch dass keiner bemerkt hatte, dass Klage vor allem vom Einspruch der Wirklichkeit gegen den Text handelt. Und als Rainald… weiter lesen

16.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Raucherecke

von Detlef Kuhlbrodt

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Die Raucherecke vor dem Roten Salon der Volksbühne ist furchtbar. Es wehen eisige Winde dort. Die Raucherecke vor dem Jumps-Sportcenter in Weissensee dagegen ist schön und gemütlich.
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Die Betreiber des Sportcenters sind praktisch und hatten sie vor einigen Tagen dahingebaut. Wir waren ganz begeistert, als wir sie entdeckten. Man braucht Windschutz, keine Heizpilze! Man beachte auch den schönen Hornbach-Kalender.

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An diesem Nachmittag hatte ich zum ersten Mal nach anderthalb Jahren gegen H. im Badminton gewonnen.

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Nach dem Sport gehen Bier und Zigaretten zusammen. Hand in Hand. Die ersten Biers hatte man ja auch als Teenager nach dem Fussball in der “Sportlerklause” getrunken. Das war Oldschool sozusagen.