29.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt

Eigentlich war ich entschlossen, in die Mörder-Bar (Garten/Ecke-Torstraße) zu gehen. Fast alles, was es in der Mörder-Bar, die vielleicht auch Mörder-Café genannt wird, gibt, ist toll. Leider hatte ich vergessen, mein Telefon mitzunehmen, so dass ich Ki nicht anrufen konnte, mit der ich mich auf einen Café hatte verabreden wollen. Leider hatte ich auch den Moment verpasst, in dem die Sonne in das Café schien.

Statt Café zu trinken, guckte ich mir Sprühwurst an.
24.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt

So spät war es schon und ich ließ den Abend noch mal passieren, während ich nach Haus fuhr. So ganz fit war ich noch nicht wieder, sondern kränkelte noch ein bißchen, als ich auf der Geburtstagsfeier, Fragen zu beantworten versuchte. Wie’s denn so wäre mit dem Erfolg meines Buches, was sich verändert hätte usw. Dass ich mir das auch schon oft überlegt hatte, machte es nicht einfacher, die Frage zu beantworten.
Wir gingen auf den Balkon, wo die beiden Nichtraucher rauchten.
Ich relativierte ein bißchen. Natürlich toll, aber so wahnsinnig viele Bücher wären ja noch gar nicht verkauft – ungefähr 5000. Für jedes Buch gibt’s 56 Cent. Das sind erstmal die Zahlen.
“Wieviel waren es bei dir?”, fragte ich E., die mich gefragt hatte und vor Jahren einen Bestseller geschrieben hatte.
“120.000 nach anderthalb Jahren.”
Aber das sei vielleicht nicht ganz vergleichbar; ihr’s war ja ein Roman gewesen; meins… weiter lesen
23.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt

Die Worte wohnten im Körper, nicht im Kopf. Oder vielleicht auch: wenn Deutschland nun noch weiterquatscht, wird der Kopf im nächsten Bild auch ganz schön gruslig ausschauen. Wenn Deutschland dann ganz leergequatscht ist, kann’s nicht mehr weiterquatschen.
Nicht nur, weil ich grad krank bin, hab ich sofort an Kotzen gedacht. Man sagt ja auch “kotz dich ruhig aus”, um dem anderen zu bedeuten, er dürfe sich ruhig alles von der Seele reden. Man stellt ihm einen Eimer hin und was danebengeht, wird aufgewischt.
Es gibt auch einen Horrorfilmklassiker, wo die armen Menschen vollständig ausgesaugt werden von bösen Monstern.
Im dazugehörigen T-mobile-Spot, der seit dem 4.2. geschaltet ist, quatschen sich nicht nur alle Freunde des jungen Mannes dank der supergünstigen Flatrates von T-mobile leer, auch ein Hündchen bellt so lange in das Telefon bis es leergequatscht ist.
Natürlich nur solange das Handy eingeschaltet ist.
Haha.
Dies alles hat sich die… weiter lesen
18.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt

Potsdamer Platz 11:28

Vor der AGB (Amerikagedenkbibliothek) 11:33

Schönhauser Allee 16:21

Urbanstraße (?) 17:23

Reichenberger Straße 22:19
15.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt

Es war richtig super gestern am Valentinstag am Potsdamer Platz! Rosen wurden an die Passanten verteilt. Ich saß hinter einem freundlichen Heizpilz unter einem blauen Sonnenschirm von Tchibo, trank zum ersten Mal in diesem Jahr am P-Platz Kaffee mit Kuchen,las die taz, die SZ und den Tagesspiegel Zeitungen.
Der superzuvorkommende Tschibo-Mitarbeiter hatte mir gezeigt, wie man die Decke am besten hinlegt, damit es angenhem ist; Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich en Potsdamer Platz richtig super gefunden.

Fahrräder vor dem Büro des Internationalen Forums des jungen Films.
Im Büro des Internationalen Forums des jungen Films im Weinhaus Huth hatte ich den Impuls, alle Mitarbeiter und Filmemacher zu umarmen, freute mich sehr über ganz kurze Wortwechsel, fühlte mich die fünf Minuten, die ich da war, richtig heimisch und fand es sehr passend, dass ich dann im Hausflur mit Dietrich Kuhlbrodt zusammen stand.… weiter lesen
14.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt
Oft sprechen einen ja Leute an; ist ja super, du bist auf der Berlinale, wie ist es denn, hast du schon tolle Filme gesehen? Peinliche Stille. Was soll man da sagen? Wie soll man Leuten, die die selten Filme gucken, die den Regisseur nicht kennen usw. in kurzen Sätzen erklären, wieso man dies oder das gut findet. Also antworte ich meist: “ja, ich hab schon gute Filme auf dieser Berlinale gesehen.”

Oder die Leute stellen sich vor, man würde wilde Sachen machen, fragen nach Prominenten oder “den Parties” und man antwortet, nö, ich guck Filme, was soll ich da. Aber zu einer Party, dem Empfang des Internationalen Forum des Jungen Films, geh ich dann doch meist & gerne.
Während in den westlichen Filmen immer weniger geraucht wird, raucht man in asiatischen Filmen (in “Sparrows” von Johnnie To, “Night & Day” von Hong Sangsoo, “Kabei” von Yoji Tamada usw.)… weiter lesen
13.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt
Alles war prima an diesem Abend gewesen: Schalke hatte gegen Dortmund gewonnen, ich hatte ein Bier getrunken, ein bißchen geraucht, war wie x-mal am Tag mit dem Fahrrad durch diese seltsame Frühlingsluft Richtung Berlinale geglitten und hatte mich auf dem Potsdamer Platz an den Lampen erfreut, die von unten so ausgesehen hatten wie lustige Gesichter.

Mit einer Flasche “Linée”, dem Energiehausstabilisator von Gerolsteiner, war ich in das CinemaXX-Gebäude gegangen. vor dem CinemaXX 5 hatten Sandra Prechtl und Sascha Hilpert, die netten Dokumentarfilmer, gestanden.

Kurz hatten wir über das neue Berlinale-Getränk gesprochen, das von weissgekleideten Gerolsteiner-Mitarbeitern umsonst an die Festivalbesucher verschenkt wird. Der Clou dabei: In jedem Getränk ist eine “Geld-zurück-Garantie” und außerdem gibt es pro Flasche 25 Cent Pfand.
Das muss jemand dringend den Flaschensammlern erzählen!
Sie hätten gerade welche gesehen und wollten es gleich weitersagen, hatten die Filmschaffenden gesagt.
Dann… weiter lesen
12.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt


Als es noch Sommer war.
Àpropos:

So orange ist nur Berlin!
11.02.2008 von Detlef Kuhlbrodt




Der Film danach war von Peter Geyer, hieß “Jesus Christus Erlöser” und dokumentierte den gleichnamigen Auftritt von Klaus Kinski am 20. November 1971 in der berliner Deutschlandhalle. Ganz großartig!