



Der Dreifaltigkeitsfriedhof an der Bergmannstraße hatte an diesem Nachmittag ganz verträumt ausgesehen.


Meine Gastgeberin zeigte mir die Stadt. Sie sagte auch, man würde taz-Leser irgendwie erkennen und dass die alle nett seien.


Dies Gebäude sei unvermint hatte ein russischer Soldat 1945 geschrieben.


In dem Dachzimmer, in dem ich schlief, waren auch vier DVD’s mit Auftritten von Gundermann. Die Leserin verehrt ihn sehr. Sie war ganz depressiv und niedergeschlagen, als der singende Baggerfahrer aus der Lausitz vor zehn Jahren gestorben war.

Traurig hatte sie an der Elbe gesessen, inmitten des Weltkulturerbes, das ihr Zuhause war und Sauerampferblätter gegessen, hab ich mir gedacht.

Wäre ich nicht zu Besuch gekommen, hätte auch sie an der Mahnwache gestanden.

Und nun protestierte sie, auch im Geiste Gundermanns, gegen die geplante, häßliche Brücke, die der Stadt den Weltkulturerbetitel und Touristen kosten würde und zutiefst urlauberfeindlich ist, sondern etwas Schönes kaputt machen würde. Das Weltkulturerbedings ist 18… weiter lesen

Draussen standen neue, schicke Tische.

Hatte gar nicht gewusst, dass die BZ für’s Rauchen ist.

Später war der Tatort wieder viel zu theatralisch ambitioniert irgendwie, anstatt straight zu sein. Klar – ist ja auch immer schwierig, einen neuen Kommissar einzuführen. Aber dies Überhandnehmen des Theatralischen ist mir schon in den letzten Wochen häufig aufgefallen. Oder die Konzentration auf komische Situationen und Dialoge gerade beim Tatort aus Münster; das lenkt alles viel zu sehr von der Geschichte ab.
So dachte ich dann lieber an Helmut Schmidt. Das Gespräch mit ihm, das Samstagnacht im Fernsehen lief, hatte mich sehr beeindruckt.
Sandra Maischberger hatte immer von “wir” und “uns” gesprochen, wenn sie Deutschland oder die deutsche Regierung meinte. Die einfache, richtige Entgegnung: „Die Frage ist, wen meinen wir mit uns?“
“Die Speicherkapazität hier oben ist offensichtlich begrenzt.
Ich weiss noch wie Sie heissen.
Ich weiss auch wie ich… weiter lesen

beim Dalai Lama vor dem Brandenburger Tor.
Irgendwann sollten alle bei so einem Friedensmantra mitsingen. Kaum jemand machte mit. Soweit ging die Dalai-Lama-Begeisterung dann doch nicht. So ein Mitsingen hätte zu sehr an die eigene Religion erinnert, mit der man nichts zu tun haben möchte, würde ich mal so sagen.

Auch ein Luftballon von uns war mit dabei.


Harry Hass, der letzte Beatnikdichter, wird heute 50. Herzlichen Glückswunsch!
Diese Fotos sind exakt 10 Jahre alt.

Dies (dass Roland Owsnitzki im Kaffee Burger fotografierte) ist von 2004.

Und dies von vor einem Jahr ungefähr, im “Max & Moritz” in der Oranienstraße.
Und diesen Text hatte ich dann über diese Lesung vor einem Jahr geschrieben:
Der kleine Saal im ersten Stock des kreuzberger Wirtshauses war voller Menschen. Viele waren dunkel gekleidet und kamen aus den 80er Jahren.
Harry Hass sollte lesen. Der Beatnik, der legendäre Barkeeper aus dem düsteren Westberliner Nachtleben der 80er Jahre, war in den letzten drei Jahren nur zweimal aufgetreten. Sein Ruhm „in unseren Kreisen“ war groß; die Veröffentlichungen rar. Verstreut hatte es kleinere Texte in Anthologien gegeben, 1992 den Roman „Koko Metaller“. In kleinen Rollen war er in Filmen von Miron Zownier und Oskar Röhler zu sehen gewesen.
Der große Roman,… weiter lesen

Lange hatte mich die Playstation gefesselt gehabt. Dann hatte ich den Fernseher einfach weggeschmissen.

Ist halt Kreuzberg.

H. kaufte immer so lustige Sachen.

Nicht weit von hier brannte derweil eine Papierfabrik.



Die beiden sommerlich elegant gekleideten Alten hatten Brotstückchen ins Wasser geworfen. Der Mann sagte mehrmals, jetzt würden hundert Schwäne kommen und lachte dabei ein bißchen. Zwei Mädchen hatten am Ufer gesessen, ein Bier getrunken, eine Zigarette geraucht. Sechs kleine Jungs standen in Fussball-T-Shirts bewundernd bei dem kleinen, struppigen Hund, der Noddy oder Naughty hieß und genauso aussah, wie der Stoffhund, den ich als Kind gehabt hatte. Sie spielten ungefähr eine halbe Stunde mit dem kleinen Hund und freuten sich, dass er auch auf türkisch zu reagieren schien.

Die Schwäne schienen ein Zeichen bilden zu wollen.


Ganz schön war dieser Abend.

Tiger war guter Dinge an diesem Morgen.

Ich fotografierte etwas unkonzentriert, vielleicht auch weil sich der taz-Fotograf so viel Mühe mit seinen Bildern gab.

Der Karneval war süper! Fast andächtig fühlte man sich wie in den Großen Ferien. Die vielen Urlauber, die… weiter lesen

stand in einem der Wohnungsangebote, das in dem Fenster hing, hinter dem Frau Schneider 16 Jahre lang Zeitungen und Zigaretten verkauft hatte. Sie gab ihr Geschäft dann auf, weil die Miete zu hoch wurde.