Archive for Juni, 2008

28.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Nachtrag

von Detlef Kuhlbrodt

Tiger, der unbezahlt, als Fan, jeden Tag sein Süper-EM-Stüdyo gemacht hatte, ist einer der Helden dieses Turniers. Nie würde er damit anfangen, zu sagen, die Deutschen hätten durch Glück gewonnen. Weil das Glück ja immer Teil ist des Spiels auch; der Mehrwert. Glück ist etwas Schönes, nichts, was man jemandem vorwerfen kann. Ohne das Glück, mit dem manchmal der Enthusiasmus beschenkt wird, das Pech, das manchmal die sozusagen Besseren trifft, wäre Fussball völlig sinnlos, eine trostlose Angelegenheit.

Nach dem Spiel war er gleich am Kudamm und erzählt das Spiel mit seinen Emotionen nach. Die engagierte Nacherzählung ist seine Methode, mit der Enttäuschung fertig zu werden. Noch einmal, in drei Minuten auf dem Kudamm, das ganze Spiel mit seinen Auf und abs.

Sie hatten sich mit ihren schönen Trikots fein gemacht und sahen gut aus. Das Rot passte sehr schön zum Farbton der Haut, dem Rot der Lippen und… weiter lesen

26.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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so sah das spiel bei türkyemspor aus

von Detlef Kuhlbrodt








25.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Showdown

von Detlef Kuhlbrodt

Auf der Rudi Dutschke Straße, gegenüber der taz, liefen sechs oder sieben kleine Kinder entlang und sangen mit ihren hellen Stimmen: “Deutschlaand, Deutschlaand, Deutschlaand, Deutschlaand … ” Kleine Berlinerinnen in unterschiedlichen Hautfarben; die meisten von ihren kaffeebraun. “Deutschlaaand” klingt natürlich melodischer als “Deutschland”.

An dem einen Auto waren sechs Deutschlandfähnchen befestigt. Ein Mädchen trug eine Deutschlandblumengirlande um den Hals, auf dem Kopf so einen weissen Türkei-Hut und ein dezentes Deutschlandtrikot. Auf den Straßen hört man immer wieder Kinder und Jugendliche “Deutschland” oder “Türkye” rufen. Der Migrantenanteil unter den Deutschlandfans ist zumindest in Kreuzberg recht groß. Am hübschesten sehen die türkischen Mädchen in ihren Türkeitrikots aus. Die meisten Hiphopper scheinen für Team Deutschland zu sein. Bei der Abschiedsparty von Daniel Haufler, eines sehr netten und klugen Kollegen, gestern abend in der “taz”, waren die männlichen Kollegen überraschend entschieden für Deutschland.


Ich bin das Gegenteil von gleichgültig und in einer… weiter lesen

24.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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dienstag 16:16

von Detlef Kuhlbrodt

Wir hatten auf dem Beachvolleyballgelände an der Möckernstraße geguckt. Das Wetterleuchten war sehr schön gewesen. Und als es dann gewittert hatte, war das Bild immer wieder eingefroren, so dass es aussah, wie die Bilder von der Internetübertragung der ersten Big-Brother-Staffel.

Dann war es sehr schön, mit einem Handtuch als Turban und in Sandalen nach Hause zu laufen.

Irgendwas funktionierte mal wieder nicht; deshalb sind die Bilder erst jetzt hier.

21.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Einen Tag später

von Detlef Kuhlbrodt

Hola, hola. Keine Ahnung, was ich sagen soll. Als ich mit Ti und E in das Lokal von Türkyemspor gegangen war, hatte ich an eine kroatische Freundin gedacht, die am Strand der Spree guckte und ein bißchen bedauert, dass ich mich nicht zweiteilen konnte.
Bevor das Spiel losging, hielt der Präsident von Türkyemspor eine kleine Ansprache, die von Fairness handelte. Egal wie es ausginge, es ginge darum, ein schönes Fest zusammen zu feiern.

Ungefähr die Hälfte der Zuschauer in dem Vereinslokal war deutsch. Beim letzten Türkeispiel seien weniger Deutsche hier gewesen, sagte Ti und stellte mir Oflu vor, der früher mal bei Hertha gespielt hatte, nun eine Jugendmannschaft von Türkyemspor trainiert und im Lokal alles im Blick hatte.

Das Spiel wurde auf zwei Leinwänden gezeigt. Auf der linken Leinwand lief die ARD-Übertragung, auf der rechten die Übertragung des türkischen Fernsehens. In der ersten Halbzeit hörte man den deutschen, in… weiter lesen

20.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Immer noch Fussball …

von Detlef Kuhlbrodt

Ein türkischer Freund hatte mir eine Fussballguckeinladung gemailt.
Ich hatte hin- und herüberlegt, ob ich das Spiel tatsächlich privat bei ihm gucken sollte. Die Einladung war ehrenvoll, ich hatte mich sehr darüber gefreut; auch vom Intellektuellen her wäre es toll gewesen, bei ihm zu gucken. S. versteht sehr viel von Fussball und wenn man privat guckt, kann man das Spiel viel besser und konzentrierter verfolgen und sich darüber unterhalten.
Andererseits guckten die deutschen Freunde, mit denen ich vor zwei Jahren viele WM-Spiele gesehen hatte, öffentlich an dem Spreestrand an der Holzmarktstraße, es lag im Bereich des Möglichen, dass unsere Mannschaft ausscheiden würde und das darauffolgende Spiel würde ich ja auch nicht mit den deutschen Freunden zusammen ansehen, weil ich eine kroatische Freundin  nicht dadurch – kränken – wollte, dass ich zwei Meter neben ihr sitze und für die Türkei bin. Als Regionalpatriot wollte ich mir das Spiel zwischen… weiter lesen

19.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Deutschland

von Detlef Kuhlbrodt

Mittenwalder Strasse; Kreuzberg

19.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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Dienstag ff.

von Detlef Kuhlbrodt

Ich suchte einen Ort, an dem beide Spiele gezeigt werden und landete wieder im Vereinslokal von Türkyemspor. Das Lokal war vielleicht halb gefüllt. Diesmal stand ein anderer Mann hinter dem Tresen, als am Tag zuvor. Er fragte, was ich trinken wolle. Ich kam gerade vom Fußballselberspielen und hatte viel Durst. Er fragte, ob ich ein Becks oder ein Grafenwalder Pils haben wolle. Das zweite Bier, ein Gummibier in einer Plastikflasche, könne er mir empfehlen. Es koste auch nur 1,50. Ich nahm ein Becks und sagte, in der zweiten Halbzeit würde ich das andere nehmen.
Er fragte, für wen ich wäre. Ich sagte: “Rumänien”; er sagte er sei für Holland. Ich spulte noch hastig drei Nebensätze ab, die erklärten, weshalb ich für Rumänien sei.
Wen ich noch gut gefunden hätte – Die Türkei natürlich.
Welche Spieler der Türkei mir besonders gut gefallen hätten – So direkt gefragt fielen… weiter lesen

16.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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EM.LIVE

von Detlef Kuhlbrodt

Ich guckte in dem türkischen Lokal in der Nachbarschaft, in dem ich vor Jahren schon einmal das WM-Spiel der Türkei gegen Brasilien gesehen hatte. Damals hatten die Türken super gespielt und Brasilien hatte nur mit viel Glück gewonnen. … weiter lesen

13.06.2008 von Detlef Kuhlbrodt
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An der Spree

von Detlef Kuhlbrodt

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Wir guckten in dem Dings neben der Bar25. DJ Acid Bastard hatte unter seiner Jacke wieder ein Deutschlandtrikot getragen. U. war stylish ausschließlich Schwarz und Weiss angezogen. R. hatte ein rotes Tuch auf dem Kopf, um damit die kroatische Mannschaft zu unterstütze. Ich meinte zunächst für Kroatien zu sein, weil der Schalker Ivan Rakitic bei den Kroaten mitspielte. Die Hälfte der Leute -  die meisten zwischen 20 und 30 – in der Halle unter der S-Bahn standen bei der Deutschlandhymne auf. Manche sangen sogar mit. Bei der kroatischen Hymne erhoben sich nur drei Leute, setzten sich aber schnell wieder, wohl weil sie sich stehend zu exponiert gefühlt hatten.
Obgleich die Kroaten klasse spielten, wurde ich nach dem 2:0 doch etwas missmutig; insgeheim war ich wohl doch für die Unsrigen gewesen. Das heisst eigentlich hatte mir ein 1:1 vorgeschwebt. Bzw. vorgeschwoben.
Irgendwann sagte der Kommentator: “… dann wäre… weiter lesen