Das hatte ich im Herbst 1989 sehr gerne gehört.
Archive for Mai, 2009
Wir führten schon 11:5 o.ä. Im Hintergrund: das Tempodrom
Chris sagte, das tust du bestimmt in dein Blog. Und so war es auch.
Ich hatte die Platte jahrelang nicht mehr gehört und plötzlich wieder dran gedacht. Die gute Musik jener Zeit schwankte zwischen agressiv, wehleidig, arrogant und die waren endlich mal auf eine fröhliche Art ironisch und nach vorne gehend.
Und das ist einer von vielen Brecht-Interpretationen jener Zeit:
Er war nun schon weit über achtzig, ganz gebeugt, seine Bewegungen sehr langsam und vorsichtig. Er sagte, er erinnere sich noch ganz genau, wie er, Benno Ohnesorg, also gerufen hätte “Nicht schießen!” und wie dann der Schuss gefallen sei. Es kann gut sein, dass diese Erinnerung, mit Kriegserinnerungen vermischt war.
Und das hätte, wenn und aber … wenn damals bekannt gewesen wäre, dass Kurras STASI-Agent gewesen war, hätte es keine Bewegung 2. Juni gegeben. Und ohne diesen Mord hätte es diesen ganzen terroristischen Schwachsinn vielleicht nicht gegeben. Und das wäre doch eigentlich ganz gut gewesen. Und ich wunderte mich beim Lesen einiger Artikel, weil sie so klangen, als sei es zwar nicht schön, aber irgendwie doch … notwendig … gewesen, dass 2. Juni, RAF usw. ihren Kampf aufgenommen hatten.
Wie hatte der provozierende Titel einer Veranstaltung auf dem Kirchentag in Bremen über den Tod von Jesus Christus noch geheissen? – “Musste… weiter lesen
Wir fuhren nach Polen, in’s Neue Amerika.
Kornel erzählte von von Wojtek, dem Storch.
Bevor Wojtek noch Wojtek hieß, war er von seiner Familie verstoßen und aus dem Nest geschubst worden. Die Menschen kümmerten sich nun um ihn und päppelten ihn. Komischerweise konnte er auch plötzlich fliegen, als seine Geschwister mit dem Fliegen anfingen, obgleich er nicht in der Flugschule war.
Und dann kam die Zeit, als die Störche nach Afrika flogen; nur Wojtek blieb in Polen. Und es wurde ganz kalt, sie überlegten hin- und her, was tun, damit er nicht erfriere? Schließlich quartieretn sie ihn im Stall ein.
Und eines Morgens ging H. in den Stall – da lag Wojteks Bein und da ein paar Federn und da hinten sein Kopf. Zufrieden grunzten die Schweine.
Neugierig blickten die Blumen auf den Hinterhof. Die netten zwei Hausmeister, der mit der roten Nase und der, der mal in Gaarden gewohnt hatte, waren irgendwann verschwunden und nicht mehr da.
Die anderen schauten zum anderen Haus.
I met an alien the other day.
Der Regen Samstagnacht war super.
Im “Mama”, der ehemaligen Hotelbar in der Zionskirchstraße überlegten Patrick und Herbert, was sie jetzt als nächstes wohl auflegen sollten.
ist dies mein Lieblingslied (in allen bekannten Schreibweisen)
Let’s go to Barbès!
fällt mir das Schreiben grad schwer. Vielleicht, weil die Aufträge, die zu erledigen sind, alle mit früher zu tun haben; Dorfpunks, 20 Jahre 89 und nun einen Text über eine Neuausgabe von Burroughs – “Naked Lunch”. Bis auf “Junkie” hatte ich die Sachen von Burroughs immer grauenhaft gefunden und je mehr er dann gegen Ende seines Lebens zu hochkulturellen Würden kam, mit dem Bild seiner selbst auf einer Briefmarke, als Autor des Robert-Wilson-Tom-Waits- Theaterstücks “Black Rider” und immer wieder in Filmen, umso größer wurde meine Antipathie. Andererseits war ich als Teenager ganz großer Fan der Beatgeneration und hatte alles gelesen, was es auf deutsch gab, natürlich auch den ganzen Burroughs-Kram.
Am schwierigsten bei solchen Texten, ist es den richtigen Ton zu finden; man kann ja nicht aus der Distanz schreiben, dazu war man ja zu nahe dran gewesen und das Verhältnis zu diesen ganzen Dingen ist immer komplett ambivalent.
Die… weiter lesen

























