Hier am Columbiadamm war auch die Halle, in der wir Badminton spielten, weil unsere normale Halle, im Jumps in Weissensee gerade geschlossen hatte.
Auf der Anlage des Turnen-in-Berlin-Sportgeländes (TIB) am Tempelhofer Flughafen war es so idyllisch wie in Westdeutschland; wie in westdeutschen Mittelstädten, so ganz akurat auch mit Buchsbaumhecken und einem fussballfeldgroßem Rasen, der zum Spielen und Herumtollen einlud. Und einer Gruppe von 12jährigen, die hier ihre Ferien verbrachten.
G. gab uns beiden je eine Dose eines tschechischen Biers. Er war als Busfahrer auf einem Rockfestival in Polen gewesen, auf dem auch Motörhead gespielt hatte. Das Festival war – in der Nähe der Wolfsschanze – auf einem stillgelegten Flugplatz. Für 100.000 Besucher geplant gewesen; 3000 waren gekommen; Motörhead wären richtig super gewesen, sagte Gunnar, als wir am Abend, nach dem Badminton in dieser westdeutschen Buchsbaumidylle herumsaßen.
B hatte dies Foto gemacht, als wir zusammen Minnigolfspielen waren. Er hatte alle Bahnen fotografieren wollen. Dann hatte es ihn ein bißchen geärgert, dass das Mädchen gerade in dem Moment, als er auf den Auslöser drückte, über die Bahn lief.
Warum läuft sie über die Bahn? Zu wem läuft sie hin? Oder läuft sie so schnell gerade, um zu versuchen, nicht ins Bild zu kommen.
Ausstellungseröffnung “der Korridor” von und mit Daniel Kannenberg und Ivan Seal im West-Germany, Büro für postmoderne Kommunikation, am Kottbuser Tor, in der Skalitzer Straße, in Kooperation mit Meike Jansen.. Auch schon acht Tage her.
Dies war sozusagen das Zentrum der Ausstellung mit tollen Brummtönen und eben einem Geräuschkorridor. Meike dachte also an den Psychoanalytiker Jung und ich dachte an an das Buch “die drei Fragezeichen und das Gespensterschloss”.
Wir saßen vor dem “OK-KO”-Modegeschäft in der Schlesischen Straße. Blaue Stunde. Auf weissen Plastikstühlen, Teil der Straße, durch die Gruppen leicht bekleideter, junger Touristen zogen. Manche von ihnen hatten lustige Körper. Automatisch muss man dann grinsen.
Aus England und Spanien.
Die sind ja grad siebzehn.
Und sahen noch ganz unfertig aus.
Wir tranken Bier und schauten uns die Leute an.
In dem Spätshop hatte ich eine grüne Flasche polnischen Biers geholt.