Das Sommerfest war schön. Die ganze Zeit über saß ein Mann in einem Boot und las. Tobias meinte, das sei ein Schauspieler gewesen, den man für die Veranstaltung gebucht hatte.
Wir saßen auf Bierbänken und redeten über den edition-suhrkamp-Laden, ärgerten uns nochmal über den taz-Artikel zum Ende der hundert Tage langen Sommerveranstaltungsreihe, weil der Autor da ja nie da gewesen war; ich weiss nicht so recht, ob ich dies Buch, das schon längst hätte fertig sein müssen, nicht einfach abblasen sollte, auch weil der Titel so blöd ist oder doch noch mal sozusagen neu anfangen unter einem anderen Titel. Stefan plädierte auch erst für’s Abbrechen; das Gleiche unter einem besseren Titel wäre aber vernünftiger. Zumal mich H. ja tatsächlich schon in acht Tagen in den Wald zum Nichtrauchen fahren wird.
Stefan war zuvor stw; nun wird er wohl bald freier Agent sein.
Letzte Woche hatten wir noch einmal “00-Schneider” gesehen. Ich kenne den Film in-und auswendig und war wieder total begeistert. Christoph Schlingensief war ja als Kameramann an dem Film beteiligt. Helge Schneider und Schlingensief hatten oft zusammen gearbeitet. Für seinen Mut hatte ich Christoph Schlingensief bewundert. Er hatte das Theater noch einmal zum Leuchten gebracht. Keine Ahnung – eigentlich finde ich Theater meist nicht so toll, aber sein Theater hatte ich toll gefunden. Es war klasse, sich die Stücke mehrmals anzugucken – die “Berliner Republik” zum Beispiel war eigentlich eine Serie von Theaterstücken gewesen, mit unglaublichen Wendungen. Das letzte Stück der Serie hatte dann komplett anders ausgesehen. Ich hatte drei Folgen davon gesehen und war total begeistert gewesen, von diesem gelingenden Scheitern mit Stilmitteln, die doch eigentlich überhaupt nicht mehr gingen, Gegenwartstheater mit dem aufgeregten Material, das gerade da ist. Existenzialismus. Der großen Hingabe und Verausgabung.
Der Hauptteil war eigentlich schon vorbei, als wir am Sonntagabend zu der Party am See fuhren. Ich ärgerte mich ein bißchen, dasss ich nicht früher gekommen war. Aber schön war’s trotzdem.
Die letzten zwei Jahre war “Tulpe” der Running Gag gewesen. Und nun hatte C. tatsächlich eine kleine gebaut. Er sagte, er hätte das in der Schweiz gelernt.
Der elektronische Teil der Musik war längst zu Ende. Kurz war’s dann still, ein paar Stunden gab’s vor allem Sachen aus den 80ern und dann stundenlang bis Montagmittag (statt Ambient wie früher) ein großes musikalisches Durcheinande; Schlager, Adriano Celentano, Rudi Carrell “Wann wird es endlich wieder Sommer”, Helge Schneider mit seinen Möhrchen, Ton Steine Scherben, ganz schlimme Sachen wie das Schlumpflied. Irgendwann auch Hugo Wieners “Aber der Novak lässt mich nicht verkommen” aus den 50ern, gesungen von Cissy Kraner. (Das hatte sich dann richtig eingebrannt)
Die Hanfparade am Samstag war prima. Seit Jahren war ich wieder dabei gewesen. Die Forderungen sind richtig und die TeilnnehmerInnen sehr sympathisch. Die drei waren aus Bayern gekommen und zum ersten Mal dabei. Sie hatten in der „Grow“ von der Parade erfahren.
Schön, dass die Veranstalter die Parade, zu der in den Anfangszeiten mal 20.000 Leute kamen und später teils weniger als fünfhundert, weiter gemacht hatten. Diesmal waren wohl 2000 dabei.
Der Trinker saß da auf der Treppe und prostete den Cannabisfreunden mit einer Flasche Wein zu. Die Cannabisfreundin setzte sich gleich dazu und ließ sich fotografieren. Andersrum wäre es auch nett gewesen; wenn Passanten sich also neben Kiffer gesetzt hätten und sich dann fotografieren. Hätten lassen. Zwecks der freundlichen gegenseitigen Exotisierung.
Den Drogenforscher und Eve & Rave-Mitbegründer Hans Cousto hatte ich vor 15 Jahren kennen gelernt, als ich was über Ecstasy gemacht hatte. Die Cannabisköchin… weiter lesen
Dies Video rettete meinen Tag. Ohne canned laughter und Moderator wäre es noch viel besser gewesen. Das Internet ist voller Berichte über Paul Yarrow. Leider hab ich kein längeres Video gefunden. Hier gibt es noch mehr Teile der Geschichte.
Um die unterschiedlichen Freundeskreise miteinander bekannt zu machen, spielten wir ein Spiel. Aber eigentlich war es doch eher was für Teenager.
Im Hinterhof des Billardsalons in der Forster Straße. Keine Ahnung, was damit gemeint war.
Wiener Straße dann wieder.
Außerdem: der koreanische – wie soll man sagen? – gesellschaftsinteressierte Psychothriller – “Mother” von Bong Joon-Ho, der jetzt grad in die Kinos kommt und überall besprochen wurde, ist ziemlich gut. Also richtig gut. Das finden eigentlich alle. Um dem Film nicht zu schaden, sagte aber niemand, dass die Synchronisation doof ist. Nach einer viertel Stunde vergißt man zwar seinen Ärger darüber, weil der Film eben so überaus gut ist. Irgend wie klingen die Stimmen falsch, die Ansprechhaltung, keine Ahnung. OmU wäre besser gewesen, abr vermutlich läuft Mother auch irgendwo OmU. In der taz von heute gibt es eine Besprechung und ein schönes Interview mit dem… weiter lesen
Ein paar Tage ging die Sonne genau über dem zentralen Weg im Görlitzer Park unter
Einmal hatte es einen Flash-Mob am Maybachufer, i Bezirksdreieck zwischen Treptow, Neukölln und Kreuzberg gegeben.
Ein paar Stunden hatten etwa vierzig Leute Leute alte Fahrradreifen über die Bogenlampe da geworfen. Gegen zwölf kam die Polizei. Die Reifen hängen immer noch da.