Archive for Oktober, 2010

26.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Leipzig 4

von Detlef Kuhlbrodt

Karstadt ist schön. Besonders in Leipzig. Gegen Ladenschluß spritzt das Wasser dann fast bis zur Decke. Dazu gibt’s klassisches Pathos.

Dann war es schon Samstag. Eine halbe Stunde lang unterstützte ich meinen Lieblingsverein (Schalke 04) Im Grunde gneommen fast erfolgreich: zum ersten Mal in dieser Saison spielten wir zu null.

In den kurzen Animationsfilmen der aus Litauen stammenden und in New York lebenden Regisseurin Signe Baumane ging es um Sex. Sie sagte “Flowers can give you blowjobs. But you have to talk before to them.” Und dass Männer, die es toll finden, wenn Frauen keine Slips tragen, nicht daran dächten, dass das unpraktisch wäre wegen dem pussy-juice. Manche ihrer kleinen Filme handelten auch vom Sex mit Staubsaugern. Sie hätte Philosophie studiert und könne deshalb auch alles erklären; philosophische Konzepte standen jedenfalls auch dahinter.

Das Foto zeigt eine Reflektion, die an die Wand gefallen war.

Das Festival… weiter lesen

26.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Leipzig 3

von Detlef Kuhlbrodt

Morgends ging ich wie immer in das Raucherabteil des Café Telegraph. Oft war ich hier der einzige Gast. Manchmal kamen auch Leute von unten, um hier schnell noch eine zu rauchen. Ich dachte an die “Vodka Factory”, den in Schweden produzierten Wettbewerbsfilm des polnischen Regisseurs Jerzy Sladkowski, den ich am Abend zuvor gesehen hatte. Es geht um Frauen, die in einer russischen Provinzstadt, fast 1000 km von Moskau entfernt in einer Wodkafabrik arbeiten. Alleinstehende Mütter vor allem. Man sieht sie bei der Arbeit, und wenn sie so bei der Arbeit miteinander reden, denkt man, dass sie es doch auch nicht so ganz schlecht getroffen haben. Manchmal treffen sie sich auch zum Zigarettenrauchen und Trinken in kleinen Wohnungen. Sie reden über ihr Liebesleben. Valya, die blonde Heldin, Ende zwanzig mit einem kleinen Sohn aber ohne Mann, will aus der provinziellen Welt ausbrechen. Sie nimmt Schauspielunterricht und träumt davon, Schauspielerin zu… weiter lesen

25.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Leipzig 2

von Detlef Kuhlbrodt

Im Motel-one gab’s in jedem Zimmer diese Fernseher, die sofort angingen, wenn man mittels der eigens dafür vorgesehenen Magnetkarte, die Stromzufuhr aktivierte. In der Lobby das Gleiche, nur waren die Fernseher da noch größer.

In diesen 15 Jahren hatte ich es aus unterschiedlichen Gründen oft nicht geschafft, innerhalb der Akkreditierungsfrist für das Dok-Filmfest verbindliche Aussagen darüber zu treffen, ob ich nun kommen würde. Dafür wurde ich auch fast immer in ein Nichtraucherzimmer einquartiert. Obgleich sie doch wussten, dass ich rauche und das Rauchen in vielen Artikeln über das Festival thematisiert hatte. Dies Jahr jedenfalls hatte ich mich aus sozusagen privaten Gründen erst in der letzten Sekunde entschieden, doch wenigstens die letzten drei Tage zum Festival zu kommen. Andernfalls wäre ich in Berlin auch ganz traurig gewesen. Das Festival ist ja ein guter Freund und wir können uns immer nur einmal im Jahr sehen.

Aber dass ich nun tatsächlich… weiter lesen

25.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Leipzig 1

von Detlef Kuhlbrodt

Ich fuhr über Bitterfeld nach Leipzig. Es war sehr schön, wie früher, über Bitterfeld nach Leipzig zu fahren.

In den 90ern hatte die Fahrt viel länger gedauert. Ständig hatte es oft zweistündige Verspätungen gegeben. Um nach Leipzig zu kommen, hatte man meist so drei Stunden gebraucht. So war Leipzig früher viel weiter weg gewesen. Im November 89 am weitesten. Ach ja.

In Bitterfeld erstmal eine Zigarette rauchen.

Das Nicht-Rauchbuch ja auch noch….

„Wir sehn uns noch in dieser Welt/ wenn nicht vielleicht in Bitterfeld.“

Ich aber hatte kein schlechtes Gewissen; ich wusste ja, dass ich diesen Text über das Buch mit den gesammelten Werken von Mathias Baader Holst, dass vor ein paar Monaten im Hasenverlag erschienen war, demnächst noch schreiben würde.

23.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Dok-Leipzig, ganz kurz nur

von Detlef Kuhlbrodt

Blöderweise hatte ich das Kabel vergessen, mit dem man Fotos hochlädt und weil Texte ohne Bilder im Blog nicht so gut aussehen (und es plötzlich auch wieder so furchtbar spät ist und das Kino ruft) nur ganz kurz: Dok-Leipzig gefällt mir eigentlich noch besser als die Berlinale. Weil es angenehmer hier ist, weil man sich als Berliner dem Festival ganz widmen kann, weil man hier halt nicht wohnt und auch nicht zwischendurch nach Hause rennen muss, um Texte für die Zeitung zu schreiben.  Und weil die Filme hier halt doch viel besser eingebettet sind, ergänzt werden von begleitenden Veranstaltungen usw. Und weil es in der Nähe des Potsdamer Platzes kein Café gibt, in dem man angenehm sitzen, rauchen, lesen, nachdenken und schreiben kann.

Es gibt außerdem mehr nicht excklusive Festveranstaltungen, fast jeden Abend eigentlich. (auf der Berlinale sind es glaube ich nur die tolle Forumsparty und der arte-Empfang, die nicht… weiter lesen

20.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Für wen es interessiert (Leipzig, Dok-Filmfestival, Claas Danielsen)

von Detlef Kuhlbrodt

Ich war eine Woche vor dem Beginn nach Leipzig gefahren, um  den Festivaldirektor Claas Danielsen zu interviewen. Das Problem war ja so: eigentlich meinte ich, dies Jahr nicht, wie die letzten 14 Jahre zuvor, auf das Dok- und Animationsfilmsfestival fahren zu können. Ich war ja auf Wohnungssuche,  muste mir auch noch einen WBS besorgen, auf die Woche Nichtrauchen im Wald wollte ich auch nicht verzichten, denn die war ja quasi essentiell für das Suhrkamp-Buch. Aber nun gar nichts zu Leipzig zu machen, ging ja nun auch nicht. Also Interview.

Zuvor Kaffee in der Pinguin Eisbar; schön schien die Sonne.

Wir tranken Tee und redeten eine Stunde. Irgendwie vielleicht, weil ich früher oft Radiofeatures gemacht hatte, wo es ja wichtig ist, alles genau abzutippen, tippte ich dann erstmal alles ab. Mit zwei, manchmal auch drei Fingern. Das dauerte drei Tage, das O-Ton-Protokoll war 40.000 Zeichen lang; der abgemachte Text sollte… weiter lesen

18.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Morgen

von Detlef Kuhlbrodt

17.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Ach so, à propos …

von Detlef Kuhlbrodt

Goodbye!!

und wir lesen voneinander …

15.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

„Nur eine wirklich intensive Aktion bringt Chance auf Bereinigung der Situation“

von Detlef Kuhlbrodt

Vor dem Hauptbahnhof. So ein schöner Tag!

Zum Glück kann man im Café Telegraph in Leipzig immer noch rauchen. Und Zeitung lesen: Die Leipziger Volkszeitung berichtete von einem Brandanschlag im Leipziger Finanzamt: Ein psychisch Kranker versuchte einen Mitarbeiter anzuzünden.

Leipzig. Nach dem Brandanschlag im Finanzamt II vom Dienstag hat ein Richter am Mittwoch einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Ricardo Schulz. Der 48-Jährige soll einen Mitarbeiter der Behörde mit Brennspiritus übergossen und gedroht haben, ihn anzuzünden. Die Tat sei vom Ablauf her sehr genau geplant gewesen, sagte Schulz. „Wir gehen davon aus, dass er den Tod des Angegriffenen billigend in Kauf nahm.“

„Nur eine wirklich intensive Aktion bringt Chance auf Bereinigung der Situation“, schrieb der Attentäter kurz nach seiner Tat.

Es war gegen 11.30 Uhr, als Thomas K. die Behörde am Nordplatz betrat. Sein Plan: Sachgebietsleiter Andreas D. (49) „eine Lektion… weiter lesen

13.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
blogavatar

Kraniche

von Detlef Kuhlbrodt

bei Lumin in der Nähe von Kremmen

neben der Gaststätte