An den Regen in den Sommern der Jugend zu denken.

Von weitem kam die Musik näher; ein kleiner Rave an der Schilling-Brücke; paar Zeltem paar Leute, die im Schlamm tanzten, sich darin wälzten, wie vor dreissig Jahren bei diesem riesigen Umsonst & Draussen-Festival in Vlotho; dem Höhepunkt der westdeutschen Hippiekultur, die damals Woodstock im Schlamm zitiert hatte.

Keine Ahnung, ob grade Gianni Vitiello oder Mary Jane auflegte.


Das VERDI-Haus.
Der Blick über die Brücke.
Am Rande aber doch dabei.
Und nun das letzte Stück.
Wir würden ja gerne, aber das Bezirksamt in Mitte.
In der Laskerstrasse würde man dann weiter feiern.

Die letzte Platte: “Superman” von Laurie Anderson.
Archive for the ‘Berlin’ Category

Erotikshop in der Straße Adlergestell Richtung Schmöckwitz.

Auf den ersten Blick schien alles friedlich zu sein

A war überzeugt, dass die Menschen in den Häusern dieser Gegend ihre Freizeit mit Gewaltpornos verbringen.


Vieles wirkte friedlich

manches auch sympathisch naiv.

Zum Frühstück gab’s LSD aus Thailand.

Der erste Mai war voll friedlich. 
Nur die Musik …..

Am Tag danach hatte ich mich wieder über die Zeitung geärgert, in der Sachen gestanden hatten wie “Der 1.Mai wird wieder politisch” oder “die neue Lust am Politischen”, wo also wieder der Begriff des “Politischen” so lehrerhaft und völlig sinnfrei für das Gute steht. Egal.
Ich setzte mich dann an’s Ufer und las in dem Terroristenroman “die Dämonen” von Dostojewski und war wieder ganz begeistert von meinem Lieblingshelden, dem bleichen Ingenieur Kiriloff, der also bei seinem ersten Auftritt sagt:
“Ich habe vier Jahre lang wenig Menschen gesehn. Vier Jahre habe ich wenig gesprochen und mich bemüht, mit keinem Menschen zusammenzukommen, wegen meiner Ziele, die weiter niemanden angehen.”

Teils ging es wohl tatsächlich darum, zurück in die guten 70er Richtung Jonathan Richman, zu gehen
oder anders gesagt:

ich war mir sicher, dass Jochen Distelmeyer diese schöne Modern-Lovers-Live-Platte bestimmt sehr gerne mag.



Die Kollegen von der neuen Spex hatten draussen vor dem Postbahnhof schon herumgestanden und Bier getrunken. Ich hatte in der Zeit, als Blumfeld groß wurden, fast nur Techno gehört und Musik mit Texten sehr abgelehnt und Blumfeld deshalb eher retrospektiv mitgekriegt. Martin sagte, bei ihm sei es umgkehrt gewesen; er sei da noch zu klein gewesen und hätte erst mit Toccotronic angefangen, Musik zu hören.

Immer wieder rief ein Mann ganz laut “Jochen! Jochen!”

“Alles easy soweit bei Euch? Ich kann Euch nicht hören: Alles easy soweit bei Euch?”

“Super!”
(Auf dem Weg zum Konzert hatte ich an das Gedicht von der “Inneren Orange” gedacht, dass ganz am Ende ein bißchen verborgen auf der “Tahora Tahiti”-CD von Mouse on Mars ist. Dann kam der Apfelmann, in dem der Ice-Cream-Man der Modern Lovers so halb verborgen aufgehoben ist.)

“Nieder mit den Umständen!”

“Jeder geschlossene Raum ist… weiter lesen

Keine Ahnung, wer das Kind in den Baum gesetzt hatte.

Oder auch aus welcher Zeit die Bambi-Stempel kamen, wer sie verwendete und ob es mehr war, als nur eine sentimentale Erinnerung an die Sex Pistols.

Den eigenen Namen immer nur in Anführungszeichen setzen.
Dieses schlecht zu fotografierende Graffiti an der Mauer des Friedhofs an der Bergmannstraße, dass Haftverschonung und einen fairen Prozess für Astrid Proll fordert, müsste eigentlich inzwischen fast 28 Jahre alt sein. Als sie jung war, gehörte Astrid Proll zur ersten RAF-Generation. Am 29.5. wird die Kasselanerin ihren sechzigsten Geburtstag feiern.
Am 15. September 1978 wurde Proll, die sich zu diesem Zeitpunkt Anna Puttick nannte, in London verhaftet und schließlich, nach einem etwa einjährigen Rechtsstreit, an Deutschland ausgeliefert. Am Ende des gegen sie wegen Raubüberfalls und Urkundenfälschung gerichteten Gerichtsprozesses stand eine Verurteilung zu einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren, von denen sie vier Jahre verbüßte.

Die Zeichen sehen frisch und unverbraucht aus. Vielleicht wird die Inschrift als Zeitdokument vom kreuzberger Denkmalschutz gepflegt; vielleicht aber auch von antiimperialistischen GenossInnen, die vielleicht alle halbe Jahre mal hingehen und die Buchstaben wieder frisch machen.



Dies ist auf der einen und

diese sind auf der anderen Seite

der Gneisenaustrasse

Anke von der Zeitung, dem Magazin “balkon und garten” schickte mir einen Blogstock. Vor zwei Jahren war ich bei dem Hoffest im Friedrichshain gewesen, als die erste Nummer von “balkon und garten” erschien, hatte auch zugesagt, mal etwas für das Heft zu machen – über die Graspflanzen, die ich in den 90ern in meinem Blumenkasten hatte, die Pflege, Paranoia, das Dichtsein im Herbst – hatte es dann aber vergessen, weil ich nicht wusste, ob das passen würde. (Oft bedauere ich, dass ich keinen Balkon oder Garten habe, denn Gärtnern ist schon super)
Anke macht jedenfalls einen (Kunst/Natur)-blog unter dem Titel “Beton & Garten” und hatte mir einen Blogstock geschickt. Das waren so Fragen, die ich beantworten sollte. Auch nicht so einfach. Auch weil ich selten in den Urlaub fahre und zu unregelmäßig Fernseh gucke und zu unterschiedlichen Stimmungen neige. Aber irgendwie ist es ja doch auch eine große Ehre.
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Eigentlich war es schön, wieder bei “meiner” Zahnärztin zu sein.


Die Zahnärztin gab den meisten meiner Zähne noch zwei Jahre.

Der eine oder andere werde aber vielleicht zu retten sein.
“Dann höre ich eben in einem Jahr auf zu rauchen!” – “…..”

“oder nächste Woche!”