25.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt

Im Motel-one gab’s in jedem Zimmer diese Fernseher, die sofort angingen, wenn man mittels der eigens dafür vorgesehenen Magnetkarte, die Stromzufuhr aktivierte. In der Lobby das Gleiche, nur waren die Fernseher da noch größer.
In diesen 15 Jahren hatte ich es aus unterschiedlichen Gründen oft nicht geschafft, innerhalb der Akkreditierungsfrist für das Dok-Filmfest verbindliche Aussagen darüber zu treffen, ob ich nun kommen würde. Dafür wurde ich auch fast immer in ein Nichtraucherzimmer einquartiert. Obgleich sie doch wussten, dass ich rauche und das Rauchen in vielen Artikeln über das Festival thematisiert hatte. Dies Jahr jedenfalls hatte ich mich aus sozusagen privaten Gründen erst in der letzten Sekunde entschieden, doch wenigstens die letzten drei Tage zum Festival zu kommen. Andernfalls wäre ich in Berlin auch ganz traurig gewesen. Das Festival ist ja ein guter Freund und wir können uns immer nur einmal im Jahr sehen.

Aber dass ich nun tatsächlich… weiter lesen
20.10.2010 von Detlef Kuhlbrodt
Ich war eine Woche vor dem Beginn nach Leipzig gefahren, um den Festivaldirektor Claas Danielsen zu interviewen. Das Problem war ja so: eigentlich meinte ich, dies Jahr nicht, wie die letzten 14 Jahre zuvor, auf das Dok- und Animationsfilmsfestival fahren zu können. Ich war ja auf Wohnungssuche, muste mir auch noch einen WBS besorgen, auf die Woche Nichtrauchen im Wald wollte ich auch nicht verzichten, denn die war ja quasi essentiell für das Suhrkamp-Buch. Aber nun gar nichts zu Leipzig zu machen, ging ja nun auch nicht. Also Interview.

Zuvor Kaffee in der Pinguin Eisbar; schön schien die Sonne.
Wir tranken Tee und redeten eine Stunde. Irgendwie vielleicht, weil ich früher oft Radiofeatures gemacht hatte, wo es ja wichtig ist, alles genau abzutippen, tippte ich dann erstmal alles ab. Mit zwei, manchmal auch drei Fingern. Das dauerte drei Tage, das O-Ton-Protokoll war 40.000 Zeichen lang; der abgemachte Text sollte… weiter lesen
31.10.2008 von Detlef Kuhlbrodt

Manchmal wurde die afghanische Filmemacherin Alka Sadat gefilmt

Manchmal filmte sie Kollegen.
Ihr Film “Half Value Life” porträtiert die erste und einzige Staatsanwältin in Herat.

Man fährt viele Rolltreppen hoch, um sich ganz oben im Cinestarkomplex des Petersbogen, viele Dokumentarfilme anzugucken. Sehr gut hatte mir zum Beispiel Oscar Morenos Film “Today, the same day is different” gefallen. Das Porträt von Toni, einem 49jährigen Drogensüchtigen, wird morgen um 17:30 noch einmal in der NATO zu sehen sein. (Die NATO sieht aus wie Kreuzberg früher und ist eigentlich mein Lieblingskino hier)