15.03.2008 von Detlef Kuhlbrodt

Der Wolpertinger von Isabella Ott heisst “Golden Boy”
Die Ausstellung im “West-Germany” ist ganz prima. Also auch athmosphärisch usw.
Der Ausstllungstext von Meike Jansen geht so:
Ausstellungstext
Unheimlichkeit entsteht im Kopf. Sie folgt keiner tatsächlichen
Bedrohung. Sie ist ein fikitves Gewebe und in westlichen Kulturen doch
an Gegebenheiten wie dem Dunklem, Fremden oder dem Tod gekoppelt. In den
Städten sind es vor allem physisch wie psychisch nicht angeeignete Räume,die auf ein Individuum unheimlich wirken: verlassene Häuser oder
Gegenden, in denen es auf unverständliche Lebensweisen stößt. Der
unbekannte Ursprung von visuellen oder auditiven Bildern veranlasst
Menschen an solchen Orte nicht selten zu fantastischen Spekulationen:
fehlendes Licht oder auch mangelnder Durchblick, lösen die Bremse der
Einbildungskraft. Dementgegen steht die Kontrolle über einen Raum, die
sich zu einer Obsession ausweiten kann. Sie zwingt das Individuum immer
wieder dazu, dem verehrten Ort… weiter lesen
20.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Am Sonntagabend im “Café Alptraum” (Monumenten-/Katzbachstraße) spielten wir die Kreuzberg-Allstars-Flippermeisterschaft aus. Die verwendeten Geräte hießen “Lord of the Rings” und “Mars Attacks”.

So sah man nun einige Menschen, die man zuvor nur als Kürzel in den Ranglisten gekannt hatte. Zwei Frauen hatten sich immer als “APS” in die High-Score-Listen eingeschrieben. “APS” bedeutete aber nicht “Alptraumsisters”, wie Alex gemeint hatte, sondern etwas anderes, was weit zurück in die Kindheit einer der Beiden führte. Andere verwendeten Kürzel ihrer Namen oder des Namens ihrer Freundin.

Bewundernd beobachteten wir den Captain beim Spiel. (In echt waren die Farben aber ein bißchen anders)

Alex, Betriebsrat bei der Dienstleistungsgewerkschaft VERDI, notierte die Ergebnisse.

Draussen war schon herbstlich.

Ralf teilte sich mit Captain Fantastic den ersten Platz. Jens Domke, der Flipperaufsteller, hatte das schöne “Revenge From Mars”-Bild gestiftet. Das Nachfolgermodell von “Mars Attacks” ist allerdings nicht so gut, wie sein Vorgänger.… weiter lesen
29.01.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Wir hatten hier acht Jahre lang geflippert. Der Flipper davor hatte “Mars Attacks” und der davor “Theatre of Magic” geheissen.

Am Samstag waren wir zum letzten Mal in der Kahuna-Lounge. Nach zehn Jahren musste die Kneipe leider schließen.

So recht konnten wir uns von unserem Freund, der Maschine, nicht trennen. Wir hatten ja soviel Zeit miteinander verbracht.

Am Ende hatte ich mich fast schon wieder nüchtern getrunken.

Olaf behielt den Highscore und spielte die letzte Kugel.

Am Morgen hatte man sich schon wieder nüchtern getrunken. Jedenfalls so ungefähr.

Um halb neun oder so sah die Welt etwa so aus.
23.12.2006 von Detlef Kuhlbrodt
Eigentlich war ich tendenziell manchmal auch gegen das Flippern gewesen. Und oft hatte es mich generv, dass man B. immer nur in der Kneipe am Flipper besuchen konnte. Es war aber auch vieles interessant zu beobachten.

B hatte sich zum Beispiel angewöhnt, auf einem Barhocker sitzend zu spielen und im Verlauf des Spiels wurde er immer unruhiger, er wackelte auf dem Hocker, als sei es ein Pferd und schlug regelrecht auf die Maschine, als sei der Hocker der Sattel eines Pferdes, zu dem auch der Flipper gehörte. Manche spielten völlig unbewegt, der Captain war sehr genau und beherrscht in all seinen Bewegungen und ich tanzte immer so herum.

Und dachte an B., wie er früher jahrelang immer stoned in seinem Zimmer wie ein Vogel im Halbdunkeln auf einem alten Stuhl gesessen und auf einen alten kleinen Schwarz-weiss-Fernseher geguckt hatte. Der Ton des Fernsehers war immer abgeschaltet. Und nun… weiter lesen