
Doofe Werbung!



Wenn das Grundstück hier noch länger parkt, wird es sofort abgeschleppt!

Lieber Hund.

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Wenn das Grundstück hier noch länger parkt, wird es sofort abgeschleppt!

Lieber Hund.
mach ich erstmal eine Runde um den Block. Das Graffiti des Pilzfreundes vor “Nah und Gut” war neu.

Der freundliche LKW hängt hier schon seit dem Frühling, mal in der Gneisenaustraße, mal in der Schleiermacherstraße, herum.

Keine Ahnung, wer das Kind in den Baum gesetzt hatte.

Oder auch aus welcher Zeit die Bambi-Stempel kamen, wer sie verwendete und ob es mehr war, als nur eine sentimentale Erinnerung an die Sex Pistols.

Den eigenen Namen immer nur in Anführungszeichen setzen.

Dies ist auf der einen und

diese sind auf der anderen Seite

der Gneisenaustrasse

Drogen-Shorti ist am Fernsehturm in Ost-Berlin. Vielleicht ist „Drogen-Shorti“ auch ein sehr smarter Slangausdruck für „Fernsehturm“.
Der Fernsehturm ist jedenfalls Mitglied in der Vereinigung großer Türme. Die “World Federation of Great Towers – WFGT” ist “eine internationale Vereinigung von Bauwerken, die sich zusammengeschlossen haben, um weltweite Aufmerksamkeit zu erreichen”, heisst es auf der Website der “WFGT”. Der höchste Turm der Welt heisst “CN-Tower”, ist 553 m hoch und steht in Toronto, Kanada.
Später war es sehr angenehm in der Abenddämmerung, von oben nach unten zu gucken. Besonders gut gefiel mir eine Lampe im ersten Stock des Berliner Wahrzeichens.
Am Vormittag hatte ich den kleinen Text von Rainald Goetz in dieser Tempo-Jubiläumsausgabe gelesen. Ich hatte das gerne gelesen. Die Ankündigung seines Textes am Anfang des Heftes – “für diese Ausgabe verfasste Rainald Goetz einen wunderbaren literarischen Text, den Sie auf Seite 184 finden” – kam mir gemein vor; “wunderbar literarischer Text” klingt irgendwie so wirklichkeitsamputiert wie “wunderbar journalistischer” Text klingen würde. Es war aber schön, den kleinen Text zu lesen, der einen für einen Moment zurück in die späten 80er Jahre beamte und abends hatte ich mir e2-e4 von Manuel Göttsching angehört, nachdem T. erzählt hatte, wie toll sein Auftritt im Berghain gewesen wäre.
Bißchen enttäuscht. Klingt eigentlich wie Karat. Funktioniert natürlich im kathedralen Ambiente der Restrealität mit entsprechender Anlage, aber trotzdem. Die 70er Jahre Sachen von Ashra Temple, teils mit Texten von Timothy Leary, sind dann gänzlich unerträgliche LSD-Esoterik.
Danach bin ich mit meinem Fahrrad spazierengehen gegangen.
Ich mochte die Nachrichten hier in der Gegend:
Fledermaus Segelohr gez. dein größter Alptraum du 12jähriger Arschloch!
Im Grunde genommen war es ein super Abend gewesen: Wir hatten im Erwachsenenzimmer gesessen, Backgammon gespielt und geraucht. Das Zimmer war sehr angenehm, klein und vollgestellt, wir saßen auf dem Boden. Auf dem Boden sitzend fiel mir wieder ein, wie gerne ich doch eigentlich auf dem Boden sitze, dass ich eigentlich eher so ein Auf-dem-Boden-sitz-Typ bin, und dies chefmäßige am-Tisch-Sitzen doof finde, dass ich auch lieber Oolong-Tee trinke als Bier beim Rauchen; das alles aber, wie so vieles in den letzten Jahren, irgendwie verdrängt, vergessen und vernachlässigt hatte; andererseits aber auch meist Wohnungen hatte, in denen das irgendwie nicht ging, keinen Sinn macht, weil man ja eigentlich nur in Hinterhofzimmern im vierten Stock auf dem Boden sitzen kann, wie in dem von B, der wie fast immer die ersten Spiele verlor, um mich dann, in den letzten, zu vernichten (“Rat mal, woran das liegt”).
Später guckten wir uns im Südstern… weiter lesen
Rein äußerlich hatte sich in den letzten vier Jahren kaum etwas verändert.
