Archive for the ‘RAF’ Category

20.09.2007 von Detlef Kuhlbrodt
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Tagsüber

von Detlef Kuhlbrodt

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Tagsüber war ich bei dem Naturforscher zu Besuch. Wir redeten über alles Mögliche.

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Die sechziger Jahre, die RAF, dass es mal bezeichnend wäre, dass Aust seinen Film irgendwas mit “der Krieg der Bürgerkinder gegen” genannt hatte, der ‘Kronzeuge’ sozusagen des Films aber Boock war, der ja kein Bürgerkind usw. und dass alle RAF-Gedenkenkberichterstatter (Männer!) Baader doof finden, weil er so einen Schlag bei Frauen hatte, wie man in den 50er Jahren gesagt hätte und was man sonst grad tue, um sich sozusagen warmzureden.

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Und die neunziger Jahre natürlich, wie er in Detroit gewesen war und “Mad Mike” getroffen hatte und dass Techno die einzige Musik gewesen sei, zu der Weisse und Schwarze zusammen getanzt hatten, dass er das Gleiche auch in Südafrika beobachtet hätte und dass Nancy von Bunker wegen ihres Buchs “die Tickerlady” dann ja vier Jahre in den Knast gekommen wäre. “Echt? Glaub ich nicht.”… weiter lesen

18.09.2007 von Detlef Kuhlbrodt
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Abendspaziergang

von Detlef Kuhlbrodt

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Den Tag über hatte ich noch über Marc Bolan nachgedacht.
Sein Tod in der Zeit des deutschen Herbstes und dass es mir seltsam vorkam, dass es in der RAF-Doku von Aust keine zeitgenössische Musik gab (das modernste immer Ton, Steine Scherben von Anfang der 70er) und dass einerseits die Musik bei linken oder linksradikalen Demos lange Zeit immer sehr retro war (also Ton, Steine und  Scherben etc.) und andererseits Andreas Baader alle Roxy Music-Platten hatte. (darüber hatte mal Michael Rutschky geschrieben) Egal.
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Eigentlich nervt mich das. Dies ganze Retrozeug. Die Zeitgenossen der RAFler, im besten Mannesalter, können dann halt noch mal loslegen.

Als Stoff für Filme, Artikel, Bücher, Seminare ist das RAF-Thema logischerweise super, wird aber in seiner zeitgeschichtlichen Bedeutung weit überschätzt. Die einen sitzen seit fünfunddreissig Jahren vor dem Fernseher und gucken Woodstock, die anderen beschäftigen sich ihr Lebtag mit der RAF.… weiter lesen

10.09.2007 von Detlef Kuhlbrodt
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And Bible Black

von Detlef Kuhlbrodt

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Blume im Prenzlauer Berg

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Teutoburger Platz.

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Auch da in der Gegend.

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Ein wenig weiter.

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Auf dem Nachhauseweg hatte ich immer noch dies Stück von King Crimson im Kopf. 1977 hatte ich viel King Crimson gehört und aus verschiedenen Gründen hatte ich mir am Wochenende viele Stücke wieder angehört. Im Kopf war eine Kratzerfunktion; deshalb lief die ganze Zeit “Starless (Bible Black)”. Manchmal auch “Book of Saturday”.

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King Crimson hatte ich zuvor zuletzt vor zehn oder elf Jahren, bei der Beerdigung von  Jens, dem langjährigen taz-Hausmeister, gehört. Es war glaube ich “Talk To The Wind”.

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Der zweite Teil der RAF-Doku war enttäuschend, weil zu sehr auf Mogadishu zentriert, zu actionorientiert und als Zuschauer war man enttäuscht, dass es keinen toll recherchierten dritten Teil mehr über die Zeit danach gab.

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Die 60er Jahre seien das Jahrzehnt “that has stolen the show”, schreibt der amerikanische… weiter lesen

10.09.2007 von Detlef Kuhlbrodt
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Starless

von Detlef Kuhlbrodt

Ich rief B. an. Er ist Historiker, er kennt sich aus. Ob wir die RAF-Dokumentation von Stefan Aust und Helmut Büchel nicht zusammen gucken wollten?
“Es ist doch viel besser, wenn du dabei bist. Da kannst du mich dann gleich auf die Falschheiten aufmerksam machen, denen ich als historischer Laie sonst möglicherweise auf den Leim gehen würde” und Ähnliches sagte ich, um ihn für den Abend in meine Wohnung zu locken, denn alleine gucken bringt nicht soviel Spaß.

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Früher war B. mal linksradikal gewesen, was immer das auch heisst. Studentisch organisiert in Frankfurt glaube ich oder Gießen. Das hieß: Pamphlete verfassen; im ersten Stock des Studentenvertretungshauses mit den anderen Studentenvertretern berauscht große Reden über die Revolution schwingen. In der Nacht hatten sie das Fenster aufgemacht und vom Fenster herunter für das imaginäre Volk, das da nicht stand, revolutionäre Reden gehalten.
Keine Ahnung.
War bestimmt super.

Eigentlich… weiter lesen