Archive for the ‘Schleswig-Holstein’ Category

Draussen regnete es wie ein Idiot. Bei der Bushalte hatte ich mich nicht untergestellt, um die Untergestellten- vor allem ältere Frauen-nicht mit meinem Rauch zu belästigen. Dann hatten sie aber doch so aufmunternd geguckt, dass ich die Zigarette im geschützten Raum vollenden konnte.

Ich hatte mich extra links in den Bus gesetzt, weil, wenn man rechts sitzt, kann man das Schild nicht sehen, dass den Weg zum Standorübungsplatz “Wüstenei” anzeigt.


Über die Dörfer.



Erst später kam heraus, dass einige Straßen in Bad Segeberg tatsächlich überschwemmt wurden.

Im Hintergrund ein Ableger des Kerngeschäfts von Möbel-Kraft.

In der Nordbahn fuhren vielleicht 20 Anti-Antifas Richtung Neumünster. Einer sorgte dafür, dass die anderen ruhig blieben. Ein anderer versuchte eine Pfadfinderin zu missionieren. Sie wären also so ähnlich wie die Mönche in Burma. Ein kleiner Punk zitterte wie ich vor hilfloser Wut. Grauenhaft.



Bad Oldesloe.

Bücherbus auf dem Dorf


Bahnhof, Rickling.

Es regnet schon seit zwölf Stunden in Lübeck.
Wie zeitnah soll man schreiben? Soll man auf Sachen reagieren, die man richtig übel findet? (Naja, vielleicht später, aber eigentlich glaube ich doch nicht) Was soll das überhaupt? Eigentlich hatte ich die Fotos vom Halbfinale zwischen Spanien und Italien gleich ins Netz stellen wollen. Irgendeine Funktion war dann in der Nacht kaputt gewesen. Und nun – denkt man sich – ist es ja auch ganz schön; wenn’s wieder so warm ist, sich Bilder vom Regen vielleicht anzugucken.
Erst gab es ganz viel Wetterleuchten. Dann hatte es gewittert beim Gucken im Beachvolleyballclub an der Möckernstraße 43. Manchmal blieb das Bild dann stehen und verpixelte wie damals die Internetlivebilder von der ersten Big-Brother-Staffel.
Dann war es schön mit einem Handtuch als Turban über dem Kopf durch die Straßen nach Hause zu gehen.
Wirklich schade, dass es keine deutsch-türkischen Wimpel gibt.
Am Morgen hatte ich mir “weiter lesen



Vorhin war ich zurückgefahren;

nun fahr ich wieder weg.

Der Morgen ist schön frisch.





Der eine Busfahrer schimpfte auf die deutsche Straßenverkehrsordnung und lobte dagegen die englischen Verhältnisse; der andere hatte einen russischen Akzent.

Ich wollte das Schild – in der Nähe von Strukdorf – fotografieren, auf dem stand, wo es zum “Truppenübungsplatz Wüstenei” geht. Ich saß aber immer falsch oder verpasste die drei Sekunden, in denen das möglich gewesen wäre.


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Die Blumen waren die kleinen Sehenswürdigkeiten auf dem Klinikgelände.

Ansonsten viel Stille meist. Sehr gemächliche Schritte. Gedämpfte Stimmen. Viel rauchen. Nette ältere Damen. Zwei knutschten am Rande. Die kamen bestimmt aus der Cannabistherapie. Manchmal einer, der alle zehn Minuten “Hilfe” ruft, weil sein schwerer Körper wieder im Rollstuhl runtergerutscht ist. Sehr anders als etwa noch bei Musil.

Kennt man ja alles aus dem Zivildienst, nicht wahr?

Ist schon recht anders als bei Musil im “Mann ohne Eigenschaften”. (Bd. 1; S. 973-994)













Von Wespen verfolgt, hüpft Herr Melchersson ins Wasser.

Die Raucher vor dem Hauptbahnhof waren lustig. Die Männer tranken und machten sexuelle Witze. Dieser hatte mit Gips ein Bierglas an seine Hand geklebt und ließ sich von seinen Freunden fotografieren.

Die Fahrt war normal.

Irgendwo in Schleswig-Holstein machte man Halt.

Am gleichen Tag fand die kleinste Love-Parade-artige Veranstaltung in Trappenkamp statt. Veranstalter der Verein “JUT”=”Junge Unternehmer Trappenkamps”.

Rickling war ungefähr so.

Und auch so.

Auf dem Sportplatz der Psychiatrie spielt so weit ich weiss nie jemand. 600 Patienten sind hier untergebracht, aber beim Spazierengehen sieht man nur selten jemanden am Wochenende.





