15.01.2008 von Detlef Kuhlbrodt

Zuvor war Vieles noch unklar. Im Radio hatte ich noch von einer multimedialeren Veranstaltung erzählt. Dann hatten wir unsere vorherigen, ungefähren Konzepte über den Haufen geworfen.
Auch die Rauchfrage beschäftigte uns natürlich. Perfiderweise waren die Verbotschildern im Roten Salon ganz ansprechend; in irgendeiner 20er-Jahre-Type wie mir schien: “Don’t smoke – it’s against the Law!”.der erste Stilpunkt der Nichtraucherfront. Meinen Fotoapparat hatte ich leider vergessen.
(Da unten, vor dem Aufgang zum Roten Salon, zu rauchen ist aber bißchen hart und fies; es zieht da unglaublich, arktische Winde; die Volksbühne sollte sich da doch etwas einfallen lassen; man könnrte doch eine kleine Holzhütte da zum Beispiel hinstellen.)

Auf dem Hinweg dachte ich an die sehr schöne Berliner Rauch-Szene, die Anke in ihren Blog geschrieben hatte und überlegte, ob ich sie vorlesen solle. Wir sassen auf der Bühne und überlegten noch, wie wir den… weiter lesen
23.11.2007 von Detlef Kuhlbrodt

Beiden Seiten hatte es damals an Empathie gefehlt; vielleicht auch an Respekt. Die Kommunikation war gestört. Dinge, die hätten gesagt werden müssen, waren zuvor nicht gesagt worden. Aus Feigheit, weil die Beteiligten unfähig gewesen waren, Kritik zu ertragen, Kritik zu üben, weil der Chef durch zu große Selbstsicherheit provoziert hatte – irgendwie so etwas.
Die Aufrührer hatten beobachtend dagesessen, auf Fehler des Chefs gewartet und jeden dieser Fehler erfreut notiert. Man hatte seine Schäfchen gezählt bis man meinte, in der Position zu sein, gefahrlos den König stürzen zu können. Der Chef hatte damals den Fehler gemacht, sich in einem Artikel darüber zu mokieren, dass nun so viele Redakteure Schlips tragen würden. Die als Schlipsträger denunzierten Schlipsträger und ihre Parteigänger waren furchtbar empört und beleidigt und später hatte es dann noch eine furchtbare Versammlung gegeben, auf der eine Kollegin dem zu kündigenden Chefredakteur tatsächlich tief gekränkt vorgeworfen hatte, “du… weiter lesen