Einer strickt ’ne Nelke

Stricken mit Anke Domscheit-Berg auf dem taz lab! In gemütlicher Runde sind alle eingeladen, zu stricken, zu häkeln, Erfahrungen auszutauschen. Mit dabei ist die Fürstenberger Strickgruppe: Seit 2006 stricken die Frauen zwischen 45 und 73 Jahren für gemeinnützige Zwecke.

Zusammen mit Anke Domscheit-Berg werkelt die Gruppe aktuell an Schals für Bäume im Fürstenberger Park. Nicht alle wollen namentlich genannt werden – es hat gedauert, bis sie sich mit der Guerilla-Aktion identifizieren konnten.

Jetzt liegen bereits meterweise Baumbekleidung bereit. Latha Blank aus Sri Lanka strickt aber nicht nur Schals, stolz zeigt sie Bilder von ihrem in Strick gekleideten Fahrrad; die Hülle ihres Handys ist – natürlich – selbstgestrickt, im Winter wärmen ihre Werke sogar die heimische Klobrille. Nachdem sie jahrelang in einer Fabrik gestrickt hat, hat sie jetzt umso mehr Lust auf kreative Ideen.

Männer sind in dieser Runde allerdings unterrepräsentiert. Franz Schilling vom taz-Vertrieb nimmt sich der Problematik an und freut sich, nach zwanzig Jahren auch mal wieder dem Handwerk frönen zu können – und bereichert die Gruppe nicht nur mit Männlichkeit, sondern auch Kreativität. Auf die Frage, was er denn da stricke, antwortet er zielsicher: Das wird eine Nelke!

Pia Ditscher

Im Bild: Anke Domscheit-Berg beim Stricken; Foto: Wolfgang Borrs

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