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vontaz-panter-stiftung 04.10.2017

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Das Seminar zum Thema „Journalismus in Zeiten von Krisen und Konflikten“ in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) begann am 4. September. Meiner Meinung nach war das gewählte Format das bestmögliche für die Teilnehmer, um die Rolle des Journalisten zu verstehen – als Bürger, als Profi und als Mensch.

von Natalja Tajschina (Moldawien)

Schon am ersten Tag wurde das Seminar zum Ausgangspunkt einer fruchtbaren Arbeit: Wir, die Teilnehmer, machten uns miteinander bekannt und skizzierten dabei Grundzüge und Feinheiten der Arbeit in unseren Ländern und Regionen.

Am ersten Tag erhielten wir, dank des Bemühens unserer Organisatoren, die Möglichkeit mit Zlatko Dizdarewitsch einen in Bosnien sehr bekannten Journalisten und Diplomaten kennenzulernen. Während der fast vierjährigen Belagerung Sarajevos in den 90er Jahren war Zlatko Chefredakteur der Zeitung Oslobojene, mit seinen Kollegen schaffte er es trotz Belagerung und Beschuss jeden Tag die Zeitung herauszubringen. Zlatko berichtete von damals, aber vor allem auch sehr genau und interessant über Trends und Probleme des heutigen Journalismus, vor allem in Konfliktzonen. Am wichtigsten war, dass er offen und ehrlich über die Risiken sprach, mit denen der Journalismus konfrontiert ist.

Ein besonderes Augenmerk richtet Herr Dizdarewitsch während des Treffens auf die Prinzipien der Arbeit von Journalisten unter Echtzeitbedingungen (realen Bedingungen), wo es vor allem auf die Genauigkeit der verbreiteten Information ankommt. Indem er über mögliche Risiken sprach, machte Zlatko uns Zuhörern  die besonderen Anforderungen an Informationen deutlich, welche die Medien verbreiten: Zurückhaltung, Genauigkeit, Korrektheit als unerlässliche Bedingungen sowie Objektivität, Unvoreingenommenheit und Unabhängigkeit als Ideale, nach denen man streben sollte.

Im Namen aller Teilnehmer möchte ich Zlatko Dizdarewitsch meinen Dank dafür aussprechen, dass er Zeit für ein Treffen gefunden und über seinen einzigartigen Erfahrungen gesprochen hat. Der Tag endete mit einer kurzen Analyse des Treffens, im Lichte dessen die SeminarteilnehmerInnen individuelle Projektpläne für ihre weitere Arbeit im Rahmen des Seminars entwickeln konnten.

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